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Streich gespielt: Nutzer verarscht seinen Mitbewohner mit Facebook-Ads

Streich gespielt: Nutzer verarscht seinen Mitbewohner mit Facebook-Ads

Mit Facebook-Anzeigen lassen sich nicht nur potenzielle Kunden erreichen. Der Online-Marketing-Experte Brian Swichkow zeigt, wie man damit seinem Mitbewohner einen Streich spielen und ihm eine leichte Paranoia verpassen kann.

Streich gespielt: Nutzer verarscht seinen Mitbewohner mit Facebook-Ads

Facebook-Ad-Streich.  (Foto: Marcin Wichary / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Spaß mit Facebook-Ads: Wie ein amerikanischer Marketing-Experte seinem Mitbewohner einen Streich spielte

Mit Facebook-Ads lassen sich gezielt Menschen erreichen, die potenziell Interesse an eurem Produkt haben könnten. Dazu lassen sich Zielgruppen passgenau definieren. Mit ein bisschen Kreativität kann die Werbung auf dem sozialen Netzwerk aber auch zu ganz anderen Zwecken genutzt werden: Um einem Bekannten einen Streich zu spielen.

Genau das hat Brian Swichkow, ein Experte für , nach eigenen Angaben gemacht. In seinem englischsprachigen Blog erklärt der Amerikaner detailliert, wie er seinen Mitbewohner im Verlauf des Streiches an den Rand der Paranoia geführt hat. Alles was er dazu benötigte waren gezielte Facebook-Anzeigen, für die er insgesamt 1,70 US-Dollar bezahlt hat.

Streich mittels Facebook-Ads gespielt: So soll die Reaktion des Opfers ausgesehen haben. (Screenshot: Brian Swichkow)
Streich mittels Facebook-Ads gespielt: So soll die Reaktion des Opfers ausgesehen haben. (Screenshot: Brian Swichkow)

Facebook-Ads: So spielte Swichkow seinem Mitbewohner einen Streich

Swichkows Idee war es, gefälschte Werbung für seinen Mitbewohner zu erstellen, die so unglaublich genau auf dessen Charakter abgestimmt war, dass sie ihn einfach irritieren musste. Sein Mitbewohner soll Schwertschlucker gewesen sein, ironischerweise aber Probleme mit der Einnahme von Pillen gehabt haben. Also schaltete Swichkow nur für ihn eine Werbung, die genau darauf Bezug nahm.

Um wirklich nur ihn zu erreichen, importierte er die bei hinterlegte E-Mail-Adresse seines Mitbewohners in den Power-Editor und erstellte daraus eine eigene Zielgruppe. Mittlerweile muss eine Zielgruppe aus mindestens zwanzig Personen bestehen. Swichkow erklärt aber, dass sich theoretisch immer noch einzelne Personen ausspielen lassen. Theoretisch könne man eine Liste von zwanzig Freunden importieren, von denen 19 Frauen oder Männer sind. Da sich die Zielgruppe anschließend auf ein Geschlecht reduzieren lässt, kann so immer noch genau eine Person ausgewählt werden.

Grundlage für den Streich war eine sehr spezifische Zielgruppe für die Facebook-Ads. (Screenshot: Brian Swichkow)
Grundlage für den Streich war eine sehr spezifische Zielgruppe für die Facebook-Ads. (Screenshot: Brian Swichkow)

Einen Streich spielen mit Facebook-Ads

Swichkow will nach eigenen Angaben immer weitere sehr spezifische Anzeigen für seinen Mitbewohner geschaltet haben, bis dieser geradezu paranoid wurde. Immerhin müsste Facebook ja deutlich mehr von ihm wissen, als ihm lieb wäre. Anders wären solch spezifische, auf ihn zugeschnittene Anzeigen kaum zu erklären. Um ihn nicht ewig leiden zu lassen, hat Swichkow den Streich letztlich zugegeben. Natürlich in Form einer Facebook-Werbung.

Swichkow ist nicht der Erste, der gezielte Facebook-Anzeigen für einen Spaß zweckentfremdet hat. Schon 2010 berichtete der DuckDuckGo-Gründer Gabriel Weinberg in seinem Blog, wie er seiner Frau mit ähnlichen Methoden einen Streich spielte. Klar ist, nicht jeder teilt diese Art von Humor. Bei den Streichen von Swichkow und Weinberg waren die „Opfer“ letztendlich aber erheitert, schreiben zumindest die Übeltäter.

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