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Facebook für Android: Community rebelliert gegen SMS-Zugriffsrechte

Facebook für Android: Community rebelliert gegen SMS-Zugriffsrechte

In der Android-Community sorgt aktuell ein Update der für App für reichlich Verärgerung. Mit dem Update auf die Version 1.6 wollte Facebook eigentlich einige neue Features anbieten, doch für die interessiert sich kaum einer der Nutzer. Statt dessen sorgt das verlangte Zugriffsrecht auf die SMS-Funktion für große Kritik gerade bei den deutschsprachigen Nutzern. Warum die App Zugriff auf die SMS erhalten soll, ist nicht bekannt.

Facebook für Android: Community rebelliert gegen SMS-Zugriffsrechte

Facebook für Android will kompletten Zugriff auf die SMS-Funktionen

Der Stein des Anstoßes: Die Facebook für Android App will den kompletten Zugriff auf die SMS-Funktion des Androiden.

Verständlich ist der Ärger der Android-User schon, denn wozu sollte die Facebook-App eigentlich die SMS-Funktion der Androiden nutzen wollen? Für die herkömmliche Nutzung der mobilen Facebook-Plattform ist die SMS-Funktion zumindest nicht notwendig. So richtig ärgerlich wird es zudem, weil Facebook für Android bei einigen Anbietern in das Betriebssystem integriert ist und per automatischem Update auf die Smartphones gelangt, es sei denn der Nutzer hat das entsprechende Häkchen im seinem Account im Android Market entfernt. Durch die Änderung der Nutzungsrechte muss der Nutzer diese dann allerdings erst bestätigen, um die App verwenden zu können. Einmal auf dem Androiden, lässt sich die App auch nicht ohne Probleme wieder entfernen und es bleibt nur noch der Griff zu alternativen .

Bei Facebook werden international auch noch viele andere Probleme der aktuellen Version von Facebook für Android diskutiert.

Mit dem verlangten Zugriff auf das SMS-System werden nicht nur alle abgespeicherten SMS zugänglich, sondern die App wäre damit auch in der Lage selbst Kurznachrichten zu verschicken. Während auf der internationalen App-Seite von Facebook für Android die SMS-Zugriffsrechte nur eins von vielen diskutierten Themen ist, geht es bei der deutschsprachigen Version im Android Marketplace schon deutlicher zur Sache. Viele Nutzer bewerten die App nur mit der Mindestbewertung von einem Stern und lassen ihrem Unmut in den Kommentaren freien Lauf:

Im deutschsprachigen Bereich im Android Market machen sich die User ordentlich Luft - sie konzentrieren sich aber auf die verlangten Zugriffsrechte der Facebook für Android App auf das SMS-System.

Kommentar: Facebook kann es nicht lassen

Eigentlich hat Facebook in den letzten Monaten schon genügend Kritik für seine lasche Haltung in Sachen Privatsphäre einstecken müssen. Statt jetzt aber daraus zu lernen und die Bedürfnisse der Nutzer nach restriktiveren Privatsphäreeinstellungen anzunehmen und für neue Updates einzubeziehen, geht es munter weiter nach dem Motto: „Wir veröffentlichen alles erstmal möglichst offen - reagieren können wir immer noch!“.

Wie lange diese Ignoranz gegenüber dem wichtigsten Kapital das Facebook hat, nämlich die Nutzer, noch gut geht, ist unklar. Irgendwann wird auch für die leidgeprüften Facebook-User der letzte Tropfen gefallen sein, der das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen bringt und sie zum Verlassen der Plattform veranlassen wird. Doch wohin dann? Eine wirklich brauchbare Alternative gibt es aktuell noch nicht. So bleibt den Android-Usern derzeit wohl nur der Boykott der App und alle anderen sollten sowieso regelmäßig die Privatsphären-Einstellungen überprüfen.

Damit hier jetzt kein falscher Eindruck entsteht: Ich selber mag Facebook sehr und nutze die Plattform dementsprechend häufig. Gerade deshalb kann ich auch nicht mit Kritik sparen, wenn Facebook wieder und wieder die Bedürfnisse der Nutzer ignoriert und eigene Interessen priorisiert. Für mich ist das ein Tanz auf der Rasierklinge, denn die Nutzer sind das größte Kapital des führenden Social Networks. Dass man eine solche, vermeintlich sichere Stellung auch verspielen kann, hat MySpace bewiesen. Im Falle von Facebook fehlt dafür wohl nur noch eine brauchbare Alternativlösung.

Aber selbst dann wird es schwer die mittlerweile 750 Millionen Nutzer zu einem Wechsel zu bewegen.Sie haben sich doch gerade erst bei Facebook ein kuscheliges Heim im Social Web eingerichtet.

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10 Antworten
  1. von Felix Nagel am 27.06.2011 (15:52 Uhr)

    Ganz besonders ärgerlich in dem Zusammenhang ist das HTC Facebook weiträumende Rechte einräumt und eine echte Deinstallation von FB gar nicht möglich ist.

    Ich nutze FB gerne und oft, aber an meinen Kontaktdaten hat dieser Konzern nichts, aber auch gar nichts verloren.

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  2. von Kristina Dahl am 27.06.2011 (16:17 Uhr)

    Das ist schon ein starkes Stück.

    Ich denke aber auch, dass die meisten Nutzer es sich schon auf Facebook "gemütlich" gemacht haben und es schwer sein wird, diese zum "Umzug" zu bewegen, wenn es tatsächlich mal eine Alternative geben sollte.

    Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier! ;-)

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  3. von lineman am 27.06.2011 (16:36 Uhr)

    Ich wäre dafür endlich alle kleinen Lügen, sexuellen Gelüste und Ausrichtungen, die man sich so leistet, automatisch auf Facebook zu posten (z.B. durch einen Hirnimplantat). Konto- und Kontaktdaten, Arbeitgeber, Bewegungsprofile, Interessen, religiöse Ansichten, jegliche Kommunikation u.s.w. hat Facebook ja eh beinahe komplett , egal ob man sie selbst postet oder nicht. (OK, hier muss FB an manchen Stellen noch nach bessern!) Machen wir mit beim kllektiven Bewußtsein! :D

    Auf der anderen Seite, sollten sich alle IPhone-Nutzer und wahrscheinlich auch HTC und Android Nutzer darüber klar sein, dass weder ihre E-Mails, SMS, Fotos noch sonst welche Kommunikation oder Bewegungsprofile über diese Geräte privat wäre (bis auf die Geräte von ein paar Cracks vielleicht). Spätestens irgendeine APP überträgt das alles ohne das Wissen des Nutzers.

    Fazit: Warum regt Ihr Euch also auf, dass Facebook da nun auch teilhaben will, wenn doch Apple Microsoft, Google X-APP-Hersteller und Co. dass eh schon (beinahe) alles praktizieren? Erschließt sich mir nicht so ganz. Irgendwie etwas wiedersinnig.

    (Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten. Und nein, ich habe weder IPad noch Phone noch Android oder HTC. Find den PC schon schlimm genug.)

    XD

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  4. von Petflasche am 27.06.2011 (19:42 Uhr)

    Tja Facebook,
    der vergleich mit Apple und Google hinkt aber. Bei Facebook wird im hintergrund einfach geändert und schwupp ist es vorbei mit privat. Bei Apple zahlt man enorme summen und liefert sich aus. Bei Android hat man wenigstens die wahl, man wird immer wieder gefragt und kann vorher einsehen was für rechte gefordert werden. Selbst einen Google acount braucht man nicht zwingend.
    Ich habe nix Apple oder Facebook. Ich WILL nix Apple oder Facebook und wenn ich es geschenkt bekomme dann stell ich es in den Schrank zu den heißen Steinen.

    Mfg
    Die Petflasche, leicht zu tragen und jahrhunderte lang haltbar.

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  5. von AZ13 am 27.06.2011 (19:53 Uhr)

    "So richtig ärgerlich wird es zudem, weil Facebook für Android in das Betriebssystem integriert ist und per automatischem Update auf die Smartphones gelangt, es sei denn der Nutzer hat das entsprechende Häkchen im seinem Account im Android Market entfernt."

    Das ist natürlich so nicht richtig. Erstens ist Facebook nicht in das Betriebssystem integriert. Mein Nexus S zum Beispiel hat Facebook nicht vorinstalliert. Die Facebook-Integration hängt vom jeweiligen Hersteller ab. Bei HTC ist Facebook zum Beispiel vorinstalliert.
    Zweitens wird eine Applikation nicht automatisch aktualisiert, wenn sich die Zugriffsrechte ändern. Das heißt, im Falle der Facebook-Applikation muss der Nutzer die Aktualisierung abnicken, nachdem er die neuen Zugriffsrechte eingesehen hat.

    Es wäre schön Falk, wenn du die entsprechenden Passagen in deinem Text änderst.

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  6. von Fabian am 28.06.2011 (08:11 Uhr)

    Alles halb so wild mit der aktuellen Cyanogenmod-Version 7.1: hiermit können einer App bestimmte Rechte wieder entzogen werden. Klappt auch bei Facebook hervorragend.

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  7. von AZ13 am 28.06.2011 (11:30 Uhr)

    @Angelika

    Wenn du die Facebook App jetzt über den Android Market installierst, installierst du die neueste Version, sprich die Version mit den unerfreulichen SMS Berechtigungen...

    btw. hier kannst du die vorherige Version herunterladen: http://software2tech.com/tag/facebook-1-5-0-apk-file/ (nicht von mir getestet)

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  8. von Lex am 28.06.2011 (12:08 Uhr)

    Sicherlich hat Facebook eine unglaubliche Menge an Usern, aber die hatte MySpace für damalige Verhältnisse auch. Ich seh das ähnlich, sobald es eine vernünftige Alternative geht, bin ich weg vom Fenster, wo jeder Spanner freien Einblick hat :)
    Da sind ja nicht nur die Probleme mit der Privatsphäre, sondern auch immer wieder neue Hacks, Würmer und andere "Schadprogramme" irgendwelcher Art, die auf der Plattform rumgeistern. Und die Facebook nicht in den Griff bekommt.

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  9. von Simon Bernhofen am 28.06.2011 (18:44 Uhr)

    Ich verfolge diese Entwicklung schon länger und ähnlich kritisch.
    Für mehr als vereinzelte Berichte über den Boykott der Plattform scheint es bisher aber wirklich nicht zu reichen und diese sind höchtens als ein Tropfen auf den heißen Stein zu bezeichnen. Parallel wächst Facebook munter weiter und braucht sich dementsprechend nicht sonderlich um die Kritik zu kümmern.

    Wer Interesse daran hat mal über den Tellerrand zu schauen sollte sich mal das Open-Source-Social-Network Diaspora anschauen. Das Projekt ist aktuell jedoch noch in der Alpha-Phase und es bedarf daher dementsprechend viel Rücksicht in Bezug auf Bugs und fehlende Features. http://www.joindiaspora.com

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  10. von Samir am 14.07.2011 (09:49 Uhr)

    Wie AZ13 schon erwähnt hat, einfach das Bearbeitete FB App nutzen oder auch eben schnell selbst nachbearbeiten. Wie es geht steht hier http://blog.widp.de/medien/android-apps-rechte-einschraenken

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