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Karriere

Facebook at Work: Das Social Network für das Büro ist gestartet [Update]

    Facebook at Work: Das Social Network für das Büro ist gestartet [Update]

( Foto: © hocus-focus - iStock.com)

Vielleicht unterhälst du dich bald ganz offiziell während der Arbeit via Facebook. Die Financial Times berichtete gestern, dass das Unternehmen an einem Enterprise-Social-Network arbeitet. Facebook at Work wird in direkter Konkurrenz zu Enterprise-Lösungen von Google und Microsoft sowie zu Netzwerken wie Xing und LinkedIn stehen.

Update vom 14. Januar 2014: Dass Facebook an einem neuen Angebot für Firmenkunden arbeitet, ist bereits länger bekannt – wir haben berichtet (siehe unten). Jetzt ist „Facebook at work“ jedoch offiziell in einer Testphase gestartet und möchte unter anderem eine Alternative zu Karrierenetzwerke wie LinkedIn und Xing anbieten. Bekannte Funktionen wie der Newsfeed, Gruppen, Nachrichten und Veranstaltungen stehen zur Verfügung. Zudem möchte der Dienst mit seinen integrierten Kollaborationslösungen interne E-Mails und Messenger überflüssig machen. Eine ganze Menge Möglichkeiten werden damit versprochen.Anmelden kann sich allerdings nicht jeder, sondern Mitarbeiter eines Unternehmens, das „Facebook at work“ lizenziert zur Verfügung gestellt bekommen hat. Anders als beim öffentlichen Facebook fallen hierfür Kosten an, die bisher allerdings nicht kommuniziert wurden. Die Testphase findet derzeit mit einer Handvoll Partnerunternehmen statt.

Die Funktionen des neuen Netzwerks sollen denen bestehender Lösungen gleichen. Die Nutzer sollen ihre eigenen Profile erstellen können, es wird einen Newsfeed und Gruppen geben und das Design lehne sich an das von Facebook an. Darüber hinaus soll es die Möglichkeit geben, ein privates Profil zu pflegen, welches getrennt vom Arbeitsprofil bestehen soll.

Bei Facebook wird das Netzwerk intern bereits seit Jahren genutzt und befindet sich jetzt auch bei andern Unternehmen im Test, hieß es bei der Financial Times unter Berufung auf informierte Personen. Es sei intern schon seit einiger Zeit darüber diskutiert worden, das Produkt anderen Unternehmen anzubieten. Welche derzeit am Test teilnehmen sind, steht nicht in dem Artikel.

Facebook at Work macht den Großen Konkurrenz

Mit dem Netzwerk für Unternehmen würde Facebook auch Xing und LinkedIn, dem stärksten Karriere-Netzwerk mit 90 Millionen Nutzern, Konkurrenz machen – da auch die Verbindung zu beruflichen Kontakten möglich sein soll. Vor allem steht es aber auch in Konkurrenz zu Microsoft, das mit dem Outlook E-Mail-Service und dem Enterprise-Social-Network Yammer bereits Kommunikationslösungen für Unternehmen anbietet. Auch Googles Drive und dessen Chat und Mail-Programme müssten sich mit Facebook at Work messen.

Für Facebook ginge es nun darum, das Vertrauen von Organisationen und Unternehmen zu gewinnen, um sich in der unternehmensinternen Kommunikation etablieren zu können. Besonders was Nutzerdaten angeht, stand Facebook in den letzten Jahren stark in der Kritik.

via www.ft.com

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2 Reaktionen
Jan Marquardt

Ich glaube kaum, dass ein Facebook für Unternehmen als interne Kollaborations- und Kommunikationslösung eine Chance hat. Viele Unternehmen wissen, dass die interne Kommunikation ein essentieller Bestandteil eines modernen Wissensmanagements ist und werden wohl kaum ein so wichtiges Asset aus den Händen geben. (und alle Firmen, denen das nicht bewusst ist, tun mir leid)

Hinzu kommt natürlich, dass keiner weiß, was mit den Daten wirklich passiert und wer Zugriff darauf hat. Rein rechtlich ist für europäische Firmen die Ablage von Firmendaten auf Servern außerhalb Europas ohnehin bedenklich.

Als Konkurrent für XING und LinkedIn gebe ich Facebook At Work allerdings schon eine Chance. Ich glaube, dass viele Professionals bislang nicht wussten, wie sie Privat und Beruflich auf Facebook auseinander halten sollten. Jetzt zieh Facebook die Linie ...

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kujulian
kujulian

Eine interessante Entwicklung seitens Zuckerberg. Man muss sich aber mMn fragen, warum diese Ausweitung erst jetzt stattfindet, über 10 Jahre nach der Entstehung.
Aufgrund der aktuellen Studien und Meinungs-Umfragen, ist es ein aktueller Casus, dass Facebook in den nächsten Jahren an Userdichte abnehmen wird und evtl. so neuen Social-Web-Aggregatoren Platz bietet. Dies gilt es aus Unternehmenssicht wohl zu verhindern. Der Versuch von FB@Work ist aber in meinen Augen längst kein ernst zunehmender Ansatz um dieser Entwicklung gegenzuwirken:

Die negativ Schlagzeilen bezüglich der Datensicherheit und Datenschutzrichtlinien seitens Facebook, ebbten in den 10 Jahren seit Gründung kaum ab. Die Userzahlen schon. Während früher eher die ältere Generation von Datenschützern Facebook kritisch beäugten, setzen sich heutzutage immer mehr junge Menschen kritisch mit dem Thema Facebook und Datenschutz auseinander und kommen, gestützt von offizieller staatlicher Seite (Bundesverbraucherministerium) auf den logischen Schluß, Facebook sollte man nicht weiter unterstützen. Diese Entwicklung ist keine Vermutung sondern faktisch durch die User-Abwanderung und empirischen Prognosen belegt. Während nun der Fokus auf dem Datenschutz so stark wie nie ist, versucht Facebook einen Dienst für Firmen einzuführen um BESTEHENDEN Plattformen Konkurrenz zu machen.

Meine Meinung dazu ist, dass seriöse Firmen (v.a im IT Bereich) diesem neuen Angebot kritisch entgegen treten, denn Facebook änderte Design, Layout und Funktionen - korrigierte/entfernte aber nie Funktionen und Wirkungsweisen welche von Datenschützern stets bemängelt wurden. Welche Firma also ist bereit, einer anderen Giga-Firma - mit datenschutztechnisch sehr fragwürdigem Ruf - ihre Daten anzuvertrauen?

Da muss man schon sehr bequem sein.

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