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Facebook-Börsengang: Großinvestoren zögern

Facebook-Börsengang: Großinvestoren zögern

Die negativen Nachrichten rund um den geplanten Facebook-Börsengang reißen nicht ab. Nach den letzten Meldungen rund um das finanzielle Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr scheint das Interesse der Großinvestoren deutlich geringer auszufallen als erwartet. Privatanleger dürften sich freuen, denn sie können sich jetzt größere Chancen ausmalen, die begehrten Anteile zu erstehen.

Facebook-Börsengang: Großinvestoren zögern
© imageteam, Fotolia.com)

 

Gemäß den neusten Zahlen entwickelte sich der Anzeigenumsatz zuletzt nicht proportional mit den steigenden Besucherzahlen. Auch deswegen scheint die Nachfrage nach Facebook-Aktien deutlich geringer auszufallen als bisher erwartet - zumindest im Bereich der institutionellen Investoren. Dies berichtet der amerikanische Branchendienst Bloomberg. Auch Gerüchte, dass sich der geplante Handelsstart bis in den Juni verschieben könnte, tragen sicherlich nicht gerade positiv zur Laune der Großanleger bei.

Am Mittwoch verkündete , dass das Umsatzwachstum im laufenden Geschäftsjahr lediglich bei 64 Prozent liegen wird. In den Vorjahren betrug dieser Wert noch 154 Prozent (2009/2010) bzw. 88 Prozent (2010/2011). Die Mitgliederzahlen entwickeln sich währenddessen stetig und haben jüngst die 900-Millionen-Marke durchbrochen. Entsprechend ist ein Rückgang des Umsatzwachstums ein schlechtes Zeichen für die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Diese Entwicklung dürfte von Privatanlegern positiv aufgefasst werden. Denn bisher sahen deren Chancen eher schlecht aus, überhaupt vor dem Gang aufs Parkett einen Anteil des Social-Network-Giganten erwerben zu können. Das Interesse der privaten Investoren sei weiterhin konstant, und so könnte Facebook dennoch den angepeilten, oberen Kaufpreis von 35 US-Dollar pro Aktie erzielen, so der amerikanische Branchendienst Bloomberg weiter.

Facebook hat jedoch naturgemäß ein großes Interesse daran, möglichst vielen institutionelle Anleger gewinnen zu können. Im Gegensatz zu Privatleuten sind sie dafür bekannt, Anteile länger zu halten, und einem Unternehmen damit mehr finanzielle Konstanz bieten zu können.

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2 Antworten
  1. von Erik am 11.05.2012 (16:01 Uhr)

    Das ist wie der neue Markt um die Jahrtausendwende. Viel Spaß Leute...
    Die können einfach gut Luft verkaufen.

    Klar hat das Ding einen Wert für die Nutzer. Aber es generiert kaum Gewinne für Investoren, das ist ein Unterschied.

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  2. von Christian am 12.05.2012 (23:17 Uhr)

    Der Börsengang von Facebook wird mein Abgang sein. Das mache ich nicht mit! Mit meinen Daten verdient niemand Geld!

    Und hier werde ich eine Chronik davon erstellen: http://blog.kresse.biz/?p=711

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