Der Social-Network-Primus Facebook testet gerade eine neues Feature mit der Bezeichnung „Facebook Community Council“. Das berichtet Inside Facebook. Der Sinn: Mitglieder sollen verstärkt auffällige und anstößige Inhalte melden und somit dabei helfen, die Plattform vertrauenswürdig und trotzdem dynamisch zu halten. Eine Aufgabe, die Facebook durch eigene Moderatoren nicht mehr leisten kann. Ein aktuelles Beispiel: In einer Facebook Gruppe wird zur Ermordung von Barack Obama aufgerufen.
Zu den Inhalten die gemeldet werden sollen, zählen beispielsweise Spam, Pornografie, Drogen, Angriffe gegen Personen und Gewaltverherrlichungen. Solche Inhalte sollen dann von den Mitglieder des Community Councils mit einem entsprechenden Tag versehen werden. Sobald genügend Mitglieder einen Inhalt mit dem gleichen Tag versehen haben, sollen weitere Maßnahmen eingeleitet werden, die bis zur Löschung gehen können.
Der Test scheint momentan noch auf englischsprachige Inhalte beschränkt zu sein und ist in Deutschland nicht zugänglich. Hier können die Facebook-User aber nach wie vor den Link „Melden" nutzen, um auf unpassende Inhalte aufmerksam zu machen. Unklar ist auch noch, ob sich jeder Facebook-Nutzer an dem Council beteiligen kann. In Hinblick auf die Relevanzdebatte bei Wikipedia ist dieses Crowd-Sourcing der Inhaltskontrolle wohl auch nicht ganz ohne Risiko.
Bildnachweis: Boing Boing


















[...] Quelle: T3N.de [...]