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Digitales Leben

„Facebook-Dämmerung“ in Deutschland? Analysten sehen Social-Media-Riesen im Abwärtstrend

    „Facebook-Dämmerung“ in Deutschland? Analysten sehen Social-Media-Riesen im Abwärtstrend
Facebook-Nutzung in Deutschland. tanuha2001 / Shutterstock.com

Einer aktuellen Studie nach geht die Facebook-Nutzung in Deutschland zurück. „Facebookdämmerung“ nennen das die Analysten. Die Startup-Hauptstadt Berlin liegt im Bundesländer-Vergleich ganz hinten.

Meistgenutztes soziales Medium: YouTube löst Facebook ab

Die meisten anderen Social-Media-Plattformen würden sich über solche Zahlen freuen. Für Branchenprimus Facebook bedeutet der Besuch von 87 Prozent der deutschen Social-Media-Nutzer die niedrigste Quote seit 2012. Damit ist Facebook laut einer aktuellen Studie der Agentur Faktenkontor nicht mehr das meistgenutzte soziale Medium in Deutschland. Diese Rolle hat jetzt YouTube inne, das von 88 Prozent der Social-Media-Nutzer in der Freizeit besucht wird. Faktenkontor sieht darin schon „Facebookdämmerung“ aufziehen.

Facebook und Co.: Überblick über das Verhalten deutscher Social-Media-Nutzer. (Grafik: Faktenkontor)
Facebook und Co.: Überblick über das Verhalten deutscher Social-Media-Nutzer. (Grafik: Faktenkontor)

Als Beleg dafür nennen die Analysten den Rückgang aktiver Nutzer bei Facebook. So ist der Anteil aktiver Nutzer bei dem sozialen Netzwerk dem „Social Media-Atlas 2015/2016“ zufolge seit 2012 deutlich zurückgegangen – nämlich von 56 auf aktuell nur noch 34 Prozent. „Soziale Netzwerke leben von den User-generierten Inhalten. Je weniger Leute ein Soziales Medium aktiv mit Leben erfüllen, umso unattraktiver wird es auch für passive Nutzer. Ich gehe davon aus, dass sich dieser Abwärtstrend bei Facebook fortsetzen wird“, kommentiert Roland Heintze, Social-Media-Experte beim Faktenkontor.

Allerdings liegt Facebook mit dieser Quote zwar deutlich hinter WhatsApp (65 Prozent aktive Mitglieder) zurück, aber ebenso deutlich vor allen anderen in der Studie aufgeführten Social-Media-Plattformen. YouTube etwa verzeichnet 14 Prozent aktive Nutzer, Twitter gar nur neun Prozent. Facebooks eigenen Zahlen zufolge sind übrigens 27 Millionen Menschen in Deutschland monatlich in dem sozialen Netzwerk aktiv, eine Steigerung um eine Million gegenüber dem Vorjahr.

Deutschland-Vergleich: Berliner sind Facebook-Muffel

Der Studie zufolge geht die Facebook-Nutzung nicht nur bundesweit, sondern in jedem einzelnen Bundesland zurück. Die größten Facebook-Muffel finden sich demnach in der Startup-Hauptstadt Berlin. „Nur“ 81 Prozent der Berliner Social-Media-Nutzer verwenden Facebook, in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern sind es dagegen jeweils 93 Prozent. Den größten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr gab es demnach in Bayern, wo statt 97 nur noch 87 Prozent der Social-Media-Nutzer Facebook besuchten.

Schon vor ziemlich genau einem Jahr hatte eine Faktenkontor-Studie Facebook in Deutschland einen Abwärtstrend bescheinigt. Demnach waren 2014 noch 38 Prozent der deutschen Internetnutzer auf Facebook aktiv, nach 58 Prozent im Jahr 2012. Ende 2014 hieß es vonseiten der Analysten sogar: „Facebook stirbt“.

via meedia.de

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9 Reaktionen
grep
grep

Hallo Alexander Bertels,

'dass' mag schon sein ... aber ich sehe hier einen latenten Abwärtstrend; Entwicklungen passieren nicht einfach - Entwicklungen brauchen Zeit.

Datenschutz und Verschlüsselung 'dass' sind Themen die immer größer, drängender und wichtiger werden und daran kommen irgendwann auch die großen 'Player' nicht mehr vorbei.

Wenn also diese Konzerne sich anpassen wollten, dann würde ihnen das (Daten-)Geschäft wegbrechen und deshalb passen sie sich NICHT an ... !

Facebook, usw. müssen also (künftig) andere Möglichkeiten zur Monetarisierung erschließen - denn bislang sind ihr Geschäft die Daten ihrer Kunden.

Wie sah dass Internet vor 10 Jahren aus (?) ! - In 10 Jahren kann das Internet sich grundlegend verändert haben und auch das Nutzerverhalten.

Ciao, Sascha.

Antworten

Erfolgs-Zahlen
Erfolgs-Zahlen

Facebook steht doch ganz gut in der Mitte zwischen Youtube und Whatsapp. Insbesondere angesichts das es um unterschiedliche Nutzungs-Arten geht.

Schade das keiner die Userzahlen als Grafik in Excel einträgt und als Gif veröffentlich um zu extrapolieren wenn es auf 0 wäre. Hat für eine Tageszeitung ja auch mal jemand gemacht.

Skype ist ja auch nicht tot als Hangouts und Whatsapp ähnliche oder bessere Alternativen wurden. Ebenso ICQ und MySpace haben sich nach dem Hype erholt und Nischen gefunden.
Second Life könnte dank VR wieder aufsteigen.

Irgendwo hiess es neulich, TV-Ads wären von Online-Werbung eingeholt worden oder so. Irgendeine jährliche Umfrage bei 50 USA-Werbe-Groß-Buchern glaube ich. Geringe Werbe-Verringerungen bei den TV-Sendern haben bald vielleicht gigantische Hebel-Effekte auf die TV-Serien und TV-Film, Kino-Film, Video-Film(Filme die nicht ins Kino sondern gleich in den Verleih kommen und nicht von den TV-Sendern produziert wurden)-Industrie. Arme Journalisten welche nicht aufmucken um den Job nicht zu verlieren erfreuen viele Diktatoren und Mis-Manager...

Google hat doch das Logo auf 300 Bytes heruntergebracht. Alle kämpfen mit derStagnation: Es werden (ausser vielleicht in USA) weniger nachgeboren als jährlich sterben (1). Die User in den meisten Ländern werden also nicht mehr. Also muss man schmalbandige GSM-Handy-User in Afrika usw. als neue Kunden für die Bilanz-Zahlen gewinnen weil sonst die Analysten unzufrieden sind...
In Europa darf man nur minimale Verluste machen und einen laufenden Prototyp haben. In USA muss man gigantische User-Zahlen oder zumindest User-Wachstumszahlen und eine (oft nur vage) Idee für Profite haben. Siehe Groupon damals. Oder siehe Twitter (und seinen Börsenkurs) wohin das zur Zeit führt... Hoffentlich werden sie aufgekauft und stagniert wie schon Skype, Paypal, Wave, Ara, Base, Froogle,.... Die Türkei mit ich glaube 30% Twitter-Nutzung hätte bald vermutlich genug Geld dafür.

(1) Und trotzdem gehts vielen von Jahr zu Jahr schlechter weil Facebook seine Demokratie-Stärkungs-Möglichkeiten leider nicht ausspielt...

Stagnation is the new normal...
Fernsehen und Radio oder PKW sind schon ewig auf diesem Zustand der Sättigung und hängen also im Prinzip von der Bevölkerungsgrößen-Veränderung ab oder als PayTV von der aktuellen Kaufkraft. Hätte man als Presse ja auch für die Online-Dienste vorhersehen können oder erkannt als mehr Mobilfunk-Verträge als Bevölkerungs-Anzahl gemeldet wurden. Klassischerweise (siehe manche TV-Sender) wendet man sich dann einer positiveren Meß-Größe (Zuschauer 14-59 statt wie bisher 14-49) zu und die Presse berichtet oft wieder mal erst hinterher... Was löst also bei Google usw. demnächst vermutlich also die "Userzahl" als Meßgröße ab ? Kaufkraft pro Aufmerksamkeits-Minute ? Kaufkraft pro Visitor ? Die TV-Sender merken vermutlich sehr stark wenn in kaufkräftigen Bundesländern die Ferien sind.

Wofür also kann man die Umfrage benutzen: Die Frage passt also vielleicht auf Werbe-Budget-Buchungen für Konsum von Privat-Leuten. Da kann Youtube dank höherer Aufmerksamkeits-Minuten (vermutlich die wahre Mess-Größe) mehr Werbung verteilen als vielleicht Whatsapp wo man aktiv kommunizieren will während bei rezeptions-lastigen Diensten (Twitter, TV, Radio,...) Werbung eingeflochten werden kann und klassischerweise auch wird.

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Alexander Bertels
Alexander Bertels

Trotz allem ist und bleibt Facebook beliebt.

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grep
grep

Hallo ...,

soziale Netzwerke (?) - 'dass' sind Datenkraken, von extremer Datensammelwut (an-)getrieben; 'teilen' dass kann auch nerven ... !

Oder möchte jemand sein Geld mit mir 'teilen' denn ich glaube 'dass' könnte mir gefallen ;) !

Datenschutz ist wichtig, dass meint Edwards Snowden, der CCC uvm. ! - Denn hinter unseren Daten sind sie her, die Konzerne, Regierungen, usw. !

Vielleicht haben dass einige ehemalige Facebook-Nutzer bereits erkannt, denn nicht ohne Grund wurde diese Datenkrake schon vielfach erfolgreich verklagt.

Alle denken an Umweltschutz und dergleichen aber dass Bewusstsein für sensible Daten haben so viele Leute nicht.

Kümmert euch um die Sicherheit eurer Privatsphäre; denn auch Verschlüsselung ist ein wichtiges Thema - dass meint auch die Politik.

Ciao, Sascha.

Antworten

Ady2015
Ady2015

Warum wird Facebook plötzlich klein geredet? Wegen dem hier?

https://www.facebook.com/Anonymous.Kollektiv

Die haben schon mehr follower als Angela Merkel :)

Antworten

Thomas D.
Thomas D.

Wie jemand diesen Müll liken kann, ist mir echt ein Rätsel. Wahrscheinlich denken die tatsächlich, dass das die Seite von der Hacker-Truppe ist. Wundert mich eigentlich, dass die sich noch keiner vorgenommen hat.

Antworten

Max Luczynski
Max Luczynski

Youtube ist kein soziales Netzwerk sondern eine Video-Plattform.
Keine Kontakte, kein direktes Messaging etc?

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matze
matze

Mal ehrlich: WhatsApp ist kein social network. WhatsApp ist ein Messenger, der kaum "Social Media Functions" besitzt. Das einzige, was so ein bisschen an social network erinnert, ist, dass man seinen Status ändern kann. Das wars auch schon. Insofern hat WhatsApp in der Grafik nichts verloren.

Antworten

SaF
SaF

@matze: Sobald Du die Gruppenfunktion verwendest, sehr wohl. Da gibt es zum Teil sehr aktive Gruppierungen - angefangen vom Freundeskreis, über Kollegen, interne Firmeninfos, kollektives "Wiki" bei Freelancern, usw...

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