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Facebook-Daten: Jetzt mehr Möglichkeiten zum Export

Facebook-Daten: Jetzt mehr Möglichkeiten zum Export

Die Datenkrake lockert ihre Umklammerung: Ab sofort können Nutzer mehr gespeicherte Daten als bisher einsehen und in ihrem persönlichen Archiv abspeichern. Das erweiterte Archiv umfasst zum Beispiel „Log In und Log Out Informationen“ sowie „Cookie Informationen". Mit dieser Änderung gibt sich Facebook etwas transparenter – von echter Transparenz kann aber keine Rede sein.

Facebook-Daten: Jetzt mehr Möglichkeiten zum Export

Die Möglichkeit, ein Archiv mit verschiedenen von Facebook gespeicherten Daten anzulegen, gibt es schon länger. Darin können Nutzer geteilte Fotos, Videos, Pinnwandeinträge, Nachrichten, Chatunterhaltungen und die „Namen deiner Freunde und einige ihrer E-Mail-Adressen“ herunterladen und abspeichern. Nun gibt Facebook die Möglichkeit bekannt, auf ein „erweitertes Archiv" zuzugreifen.

Nach wie vor kein Zugriff auf den Großteil an gespeicherten Daten

Was einerseits mehr Transparenz bedeutet, wird von manchen als bloße „Verarschung“ empfunden. So schreibt die Inititavie „Europe versus Facebook“ auf ihrer Homepage, dass Facebook „wieder einmal Nutzern und Medien Sand in die Augen“ streue:

„Dabei verarscht Facebook die Nutzer weiter: Statt einer vollen 1:1-Kopie der mindestens 84 Datenkategorien die Facebook über jeden Nutzer speichert, wird nur ein Bruchteil der Daten bereit gestellt. Viele Daten sollen gar nicht im Download-Tool sein, sondern müssen mühsam auf der Timeline, im 'Activity Log' und auf anderen Seiten zusammengesucht werden.

Jeder Nutzer hat jedoch ein Recht auf die volle Kopie aller Daten, wenn er ein Auskunftsbegehren an Facebook gestellt hat. Wenn Facebook dem Nutzer keine ausreichende Auskunft gibt sollte man daher weiter eine Beschwerde in Irland oder bei der EU einbringen!“

Der Kampf für mehr Datentransparenz geht weiter

Die Intitiavie „Europe versus Facebook“ kämpft seit Längerem für mehr Datentransparenz bei Facebook. Nachdem die Organisatoren eine Anleitung online gestellt hatten, wie Nutzer ihre Daten einsehen können, hatten 40.000 User eine entsprechende Anfrage bei Facebook gestellt. Nach den ersten Teilerfolgen setze man sich nun weiterhin dafür ein, dass Facebook noch mehr Daten herausrückt. Bisher stellt Zuckerbergs Unternehmen 39 von 84 Datenkategorien zum Download bereit.

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