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Facebook vs Datenschutz: Diese Facebook-Einstellungen solltest Du jetzt überprüfen

Facebook vs Datenschutz: Diese Facebook-Einstellungen solltest Du jetzt überprüfen

Neben den vielen anderen Ankündigungen, erklärte der Facebook-CEO auf der eigenen Entwicklerkonferenz f8 auch, dass man die datenschutzrechtlichen Anforderungen an die Entwickler von Facebook-Apps lockern wolle. War es den Anwendungen von Drittherstellern bisher lediglich erlaubt, über erhobene personenbezogene Daten maximal für 24 Stunden auf den eigenen Servern zu speichern, soll diese Regelung nun wegfallen.

Facebook vs Datenschutz: Diese Facebook-Einstellungen solltest Du jetzt überprüfen

Facebook verkauft den Wegfall dieser Beschränkung als eine Erleichterung für die . Sie müssen sich nun nicht mehr pausenlos mit den Facebook-Servern verbinden um die Daten abzufragen, sondern speichern sie einfach auf den eigenen Ressourcen. Für die Entwickler ein Traum, denn dadurch erhalten sie ganz neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Performance ihrer Anwendungen.

Nur Vorteile für die Entwickler - keine Nachteile für die Nutzer?

Facebook sieht darin auch keinen Nachteil für seine Nutzer, denn den Anwendungen wurde ja beim Hinzufügen der Nutzer der Zugriff auf die persönlichen Daten gestattet, da macht es letztlich kaum einen Unterschied, wo die Anwendungen die Daten ablegen. Doch ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht, denn eine Dezentralisierung der Daten macht sie auch gleichzeitig an vielen Stellen angreifbar. Und Facebook wird kaum in der Lage sein, alle Server auf denen nun persönliche Daten permanent gespeichert sein können, auf deren Sicherheit hin zu überprüfen, geschweige denn für deren Sicherheit zu garantieren.

Auch kann Facebook nicht sicherstellen, dass die gespeicherten Daten nicht zweckentfremdet genutzt werden. Das war zwar auch schon mit der 24-Stunden-Speicherung nicht anders, aber jetzt lassen sich deutlich aufwändigere Datenanalysen durchführen, die beispielsweise zur Marktbeobachtung oder zur frühen Erkennung von Trends genutzt werden könnte. Potenzielle Kunden für solche Daten dürfte es genügend geben.

Wie kann man sich vor Datenmissbrauch schützen?

Bei Facebook lassen sich alle Anwendungen zentral verwalten und wenn erwünscht, auch wieder entfernen. Dies sollte man zumindest mit allen Anwendungen machen, die man nicht oder nicht mehr nutzt. Dazu geht man auf sein Facebook-Profil und klickt oben rechts auf Konto und wählt die Anwendungseinstellungen aus.

Im Drop-Down-Menü Zeige wählt man anschließend authorisiert aus und bekommt eine Liste mit allen Anwendungen, die man irgendwann einmal hinzugefügt hat. Sie lassen sich dann einfach mit einem Klick auf das „x“ und einer Bestätigung löschen.

Jede Anwendung hat eigene Einstellungen

Bei Anwendungen, die man nicht gleich löschen möchte, sollte man sich aber zumindest anschauen, welche Zugriffsrechte man ihnen gewährt hat. Dazu klickt man bei der entsprechenden Anwendung auf Einstellungen bearbeiten und dann auf Zusätzliche Genehmigungen. In vielen Fällen dürfen die Anwendungen beispielsweise Meldungen auf die Pinnwand der Nutzer schreiben.

Wer alle unnötigen Anwendungen entfernt hat und die verbliebenen überprüft hat, der hat seine persönlichen Daten bei Facebook zwar sicherer gemacht, aber eine vollkommene Sicherheit gibt es auch dann noch nicht. Also gilt weiterhin die Grundregel: Bei persönlichen Daten in Social Networks sollte man immer genau überlegen, ob es wirklich notwendig ist sie zu veröffentlichen.

Auch die Social Plugins verraten persönliche Daten

Die neu vorgestellten Social Plugins von Facebook sollen theoretisch alle Webseiten mit der Plattform Facebook verbinden und erhalten dementsprechend auch Daten aus dem Social Network. Die werden zwar über iFrames eingebunden, so dass die jeweiligen Websitebetreiber keinen direkten Zugang zu den Daten bekommen. Doch bei einigen Websites erlaubt Facebook etwas mehr. Mit der „Instant Personalization“ bekommen die Websitebesucher von Doc.com, Pandora und Yelp in den USA schon jetzt personalisierte Inhalte angezeigt, die auf den Profildaten der Nutzer basieren.

Verhindern kann man das mit einer entsprechenden Deaktivierung in den Privatsphäre-Einstellungen, die man ebenfalls unter Konto findet. Dort sollte man ganz unten die Umgehende Personalisierung deaktivieren.

Noch sind die Umgehende Personalisierung standardmäßig deaktiviert, das könnte sich aber mit dem Start in Deutschland noch ändern
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Eine Antwort
  1. von Stefan Hinlang am 12.07.2010 (11:34 Uhr)

    Sehr lesenswert der folgende Beitrag

    "Der Beitrag erläutert Hintergrund und Funktionsweise der Facebook Social Plugins und erklärt, wie Webseitenbetreiber ihre Nutzer über den Einsatz der Plugins in den Datenschutzhinweisen informieren müssen. Darüber hinaus wird diskutiert, ob die Einbindung von Facebook Social Plugins nach deutschem Datenschutzrecht zulässig ist."


    Link: http://www.thomashelbing.com/de/facebook-social-plugins-datenschutz-bdsg-datenschutzhinweise-privacy-policy-like-button-gefallt-mir

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