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Facebook Deals macht Groupon Konkurrenz

    Facebook Deals macht Groupon Konkurrenz

Facebook will sein mobiles Angebot weiter ausbauen und hat dafür mit Deals eine interessante Erweiterung seines Lokalisierungsdienstes Places vorgestellt. Wer sich zukünftig mit seinem Smartphone via Facebook Places an einem Ort eincheckt, der bekommt dabei möglicherweise spezielle Angebote von lokalen Unternehmen. Facebook verknüpft somit relative elegant zwei Hypes der vergangenen Monate: Checkins und Schnäppchenangebote. Nach Foursquare, Gowalla & Co. hat sich Facebook jetzt also Groupon, DailyDeal & Co. als neue Konkurrenten ausgesucht.

Facebook Deals - lokalisierte Angebote für Smartphone-User

Lokale Werbung wird in den kommenden Jahren eine große Rolle spielen und Facebook stellt sich mit seinem neuen Schnäppchenangebot Deals entsprechend auf. Was Portale wie Groupon, DailyDeal und andere vorgemacht haben, soll Deals für Places jetzt nachmachen. Die Betreiber von Facebook Places bekommen damit die Möglichkeit ihr Marketing um lokale Angebote zu erweitern. Wer sich künftig bei Places einloggen will, bekommt bei den Orten in der Nähe dann auch farblich gekennzeichnete Orte angezeigt, bei denen es gerade einen Deal im Angebot gibt.

Facebook Deals werden beim Places mit einer gelben Markierung angezeigt und lassen sich dann einfach auswählen.

Deals in vier unterschiedlichen Kategorien

Facebook bietet den Betreibern von Places-Seiten Deals in vier unterschiedlichen Kategorien an:

Individuelle Deal: Das können beispielsweise Preisnachlässe, ein kostenloser Kaffee, ein Merchandising Artikel oder ein Sonderpreis für ein bestimmtes Produkt sein.

Friend Deal: Wer mit Freunden unterwegs ist bekommt bei den Friends Deals besondere Gruppenangebote. In solcher Deal kommt dann beispielsweise nur bei einem gemeinsamen Checkin von 5 oder auch 10 Kunden zustande.

Loyality Deal: „Sammeln Sie auch die Punkte?“ - diesen bei Discounter gerne gestellte Frage, gibt es in etwas abgewandelter Form nun auch bei Facebook Deals. Wer 10 Checkins in seinem Lieblingslokal gesammelt hat, könnte dann zum Beispiel ein Freigetränk bekommen. Für Unternehmen ein interessantes Instrument zur Kundenbindung.

Charity Deal: Deals hat auch eine soziale Komponente. Beim Charity Deal spendet ein Unternehmen für jeden Checkin einen kleinen Betrag an eine bestimmte Wohltätigkeitsorganisation oder für eine spezielle soziale Aktion.

So sieht Deals im Alltag aus:

Beispiele zum Start von Facebook Deals

Facebook präsentierte Deals nicht nur in der Theorie, sondern lieferte zum Start in den USA - in Deutschland ist Deals noch nicht live - auch gleich eine ganze Reihe von Beispielen für die ersten Deals. So gibt es bei der Bekleidungskette H&M beispielsweise einen Rabatt von 20 Prozent für Deals-Kunden und beim Konkurrenten Gap gibt es gleich 10.000 kostenlose Jeanshosen für die ersten 10.000 Kunden, die das Dealsangebot nutzen. McDonald's und Starbucks spenden je einen US-Dollar für verschiedene Institutionen und wer das Restaurant Chipotle mit einem Freund besucht erhält zwei Hauptgerichte zum Preis von einem. Lediglich Deals aus der Kategorie Loyality fehlen unter den über 20 Deals zum Start noch. Aber gerade diese Kategorie wird sicher durch die Möglichkeit zur Kundenbindung in Zukunft von den Unternehmen häufig gewählt werden.

Deals und Places, eine perfekte Verknüpfung

Rund 200 Millionen der insgesamt weit über 500 Millionen registrierten Facebook-User nutzen das weltweit größte Social Network auch von unterwegs mit ihrem Smartphone. Eine beachtliche Zahl, die Facebook in den nächsten Monaten weiter ausbauen will. Zwar sind Mark Zuckerberg und Co dabei auf eine steigende Verbreitung der Smartphones angewiesen, aber nach aktuellen Marktstudien, soll ja genau das in den nächsten Monaten und Jahren eintreten. Natürlich gehört der mobile Markt mit den aktuellen Wachstumszahlen zu den interessantesten Märkten der nächsten Zeit und Facebook ist darauf vorbereitet, sich ein großes Stück aus diesem großen Kuchen zu sichern.

Mit der Einführung von Facebook Places wurde die mobile Facebook-App deutlich aufgewertet, da man mit ihr nun auch den Trend zum mobilen Checkin verfolgen kann. Zwar gibt es nach wie vor Foursquare, Gowalla, Friendticker und einige mehr, aber wer bisher keinen Lokalisierungsdienst genutzt hat und schon einen Facebook-Account besitzt, wird sicher erstmal Places ausprobieren und dann in vielen Fällen dabei bleiben. Da seit gestern auch die vielen Besitzer der verschiedenen Android-Smartphones mit einem Update der Facebook-App ebenfalls auf Places zugreifen können, dürfte die Zahl der Places-Checkins schon bald spürbar zunehmen. Ob die reinen Lokalisierungsdienste dann noch in der Lage sind ihren Nutzren einen so großen Mehrwert zu bieten, dass sie dem Herdentrieb widerstehen und nicht zu Places wechseln, scheint zumindest fragwürdig.

Letztlich sind die Deals für Facebook natürlich auch eine perfekte Stellschraube, um noch mehr Unternehmen für Places zu gewinnen. Langfristig werden es sowohl die reinen Checkin-Dienste als auch die reinen Gutschein-Portale schwer haben sich gegen die gewaltige Facebook-Maschinerie durchzusetzen.

Neue mobile Apps für Android und iPhone - iPad-Nutzer schauen weiter zu

Zu den Ankündigungen gehören auch neue mobile Apps für Android und iPhone, die die Zahl der mobilen Nutzer weiter erhöhen sollen. Rund 200 Millionen Facebook-User nutzen derzeit Facebook auch mit ihrem Smartphone. Die Verknüpfung von Places und Deals bietet jetzt noch einen zusätzlichen Mehrwert für die mobile Nutzung. Zusammen mit der steigenden Verbreitung von Smartphones dürfte sich die Zahl der mobilen Facebook-User nochmals deutlich erhöhen.

Interessant ist auch die Integration einer Single-Sign-On-Funktion, mit der sich Nutzer die bereits bei Facebook eingeloggt sind auch bei anderen Anwendungen mit einem Klick anmelden können. Wie das genau funktioniert, zeigt das folgende Video:

Die iPad-Nutzer gehören für Facebook dagegen weiterhin nicht zur Gruppe der mobilen Anwender. Auf Nachfrage von Mashable-Autor Ben Paar erklärte der Facebook-CEO Mark Zuckerberg kurz und knapp: „Das iPad ist nicht mobil. Nächste Frage.“ Die scheinbar fehlende Strategie für Tablets erstaunt doch etwas, da deren Verbreitung immer mehr zunimmt und sie auch für den mobilen Einsatz konzipiert werden. Man darf gespannt sein, wann Facebook hier eine Strategie präsentieren wird - ganz an den Tablets vorbeikommen wird man wohl nicht.

Was haltet ihr denn von der Verknüpfung von Places und Deals? Ist das für euch ein interessanter Mehrwert oder nutzt ihr doch lieber Foursquare und Groupon?

Weitere Informationen zum Thema:

[Update 06.12.2010: Schnäppchenportal Groupon lässt Deal mit Google platzen]

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2 Reaktionen
Torsten
Torsten

Nette Geschichte,

mich ärgert es das zum Beispiel die Bada User (Samsung S8500 Wave) nicht in den Genuss dieses Dienstes kommen.

Die andere Frage ist die ob Facebook nicht langsam zu groß wird!

Und diese Loyality Deal Geschichte ist problematisch, wenn man als Wirt darauf setzt muss man hoffen das die Daten nicht manipuliert werden kann, da doch lieber die alte Stempelkarte, ist doch auch schöner! :)

Antworten
Jan Manz

Zumindest für den deutschen Markt gibt es neben Groupon, DailyDeal & Co einen wesentlichen Player, der m.W. sogar das größte Couponing-Angebot besitzt: Das Gutscheinbuch.

Gutscheinbuch war bislang wohl eher als Print-Produkt bekannt, hat jedoch im August eine gut gemachte mobile location based Couponing-App gestartet und verfügt nach eigenen Angaben über das größte Gutschein-Angebot. Die Downloadzahlen im App-Store sind ebenso ziemlich beachtlich!

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