t3n News Entwicklung

Der Tod des EdgeRank: Facebook integriert 100.000 neue Rankingfaktoren

Der Tod des EdgeRank: Facebook integriert 100.000 neue Rankingfaktoren

Es steht fest: hat den EdgeRank beerdigt. Schon vor etwa zweieinhalb Jahren hat die eines neuen Algorithmus begonnen, der Beiträge im Newsfeed der Nutzer ordnet. Laut Aussagen eines Verantwortlichen spielen dabei mittlerweile rund 100.000 Rankingfaktoren eine Rolle.

Der Tod des EdgeRank: Facebook integriert 100.000 neue Rankingfaktoren

„Zu Beginn basierten alle Veränderungen der Newsfeed-Rankingfaktoren auf einfachen Stellschrauben“, erklärt Facebook-Mitarbeiter Chris Cox. Veränderungen gingen leicht von der Hand: „Hier etwas mehr Fotos, dort etwas weniger Text.“ Die technische Basis war verhältnismäßig simpel. Überall im Netz erklärten Anleitungen die Funktionsweise des Facebook EdgeRank. Doch jetzt ist alles anders: „100.000 individuelle Faktoren beeinflussen den Newsfeed“, erklärte Lars Backstrom, Facebooks Entwicklungs-Manager für den Newsfeed, bei Marketingland.

Facebook-EdgeRank: Alte Rankingfaktoren weiterhin im Einsatz

Re-Bumping: Aktuelle Beiträge werden trotz geringer Interaktionsraten mehrfach angezeigt. (Bild: Facebook)
Re-Bumping: Aktuelle Beiträge werden trotz geringer Interaktionsraten mehrfach angezeigt. (Bild: Facebook)

Weiterhin relevant bleiben die bislang maßgeblichen Rankingfaktoren: Relevanz, Gewichtung, Aktualität. Sie stehen laut Backstrom jetzt gleichgestellt neben einer Vielzahl anderer Eigenschaften. Für die korrekte Anordnung der Beiträge sorgen darüber hinaus spezielle Funktionen. Drei davon hat Facebook erst vor zwei Wochen präsentiert:

  • „Re-Bumping“: Besonders aktuelle Beiträge listet Facebook im oberen Teil des Newsfeeds. Bislang wurden sie aber nur einmalig angezeigt. Erfolgte keine direkte Interaktion, wurden die Beiträge bei späteren Besuchen ausgeblendet. „Re-Bumping“ zeigt aktuelle Beiträge erneut bei späteren Besuchen.
  • „Last Actor“: Bei der Bewertung von Beiträgen betrachtet Facebook die letzten 50 Interaktionen eines Nutzers. Aufgrund der regelmäßigen Interaktion erscheinen Beiträge des besten Freundes demnach deutlich häufiger im Newsfeed eines Nutzers.
  • „Chronological Ordering“: Facebook versucht serielle Beiträge, die Nutzer beispielsweise während einer Sportveranstaltung oder Fernsehsendung veröffentlichen, automatisch chronologisch zu ordnen.

Entwicklung des EdgeRank-Nachfolgers begann vor über zwei Jahren

Intern verwendet Facebook den Begriff „EdgeRank“ schon seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr, schreibt MarketingLand. Zu diesem Zeitpunkt hat offenbar auch die Entwicklung des neuen Algorithmus begonnen. Dessen detaillierte Zusammensetzung ist allerdings ebenso unbekannt wie die genaue Funktionsweise klassischer Suchmaschinen. Das zu ändern, obliegt der Marketing-Community. Doch bis dahin bleibt alles beim Alten: Zur Steigerung ihrer Reichweite müssen Seitenbetreiber interessante Inhalte mit hohen Interaktionsraten erstellen, so Facebook.

Weiterführende Links zum Thema „EdgeRank“

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
Eine Antwort
  1. von Christian am 19.08.2013 (14:31 Uhr)

    Schöne Sache. Jetzt hat man also einfach den Namen geändert. Selbstverständlich nehme ich voll und ganz ab, dass man lediglich an einem neuen Algorithmus arbeitete. Ich glaube ja nicht wirklich dass sich rein qualitativ ändern wird wenn alles so schön vorselektiert wird.

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Facebook
t3n-Daily-Kickoff: Mehr als 10.000 Entwickler bauen bereits Messenger-Bots, Facebook arbeitet an Analytics
t3n-Daily-Kickoff: Mehr als 10.000 Entwickler bauen bereits Messenger-Bots, Facebook arbeitet an Analytics

Während ihr geschlafen habt, ist einiges passiert da draußen. Der t3n-Daily-Kickoff bringt euch deshalb jeden Morgen auf den neuesten Stand – pünktlich zum ersten Kaffee des Tages und live aus … » weiterlesen

Im Kampf gegen Facebook, Skype & Co.: Telegram vergibt 1 Million an Bot-Entwickler
Im Kampf gegen Facebook, Skype & Co.: Telegram vergibt 1 Million an Bot-Entwickler

Die Macher des Telegram-Messengers wollen eine Million US-Dollar an Bot-Entwickler vergeben. Einzelne Entwickler sollen jeweils Prämien ab 25.000 US-Dollar für ihre Bots abgreifen können. » weiterlesen

Interaktive Bots für den Messenger: Facebook erlaubt ausgewählten Entwicklern Zugriff auf neues Chat-SDK
Interaktive Bots für den Messenger: Facebook erlaubt ausgewählten Entwicklern Zugriff auf neues Chat-SDK

Facebook soll einigen Entwicklern Zugriff auf ein neues Chat-SDK (Software Development Kit) gegeben haben. Damit sollen sie in der Lage sein, interaktive Chatbots für den Messenger zu entwickeln. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?