Vorheriger Artikel Nächster Artikel

Mit Elektroschocks gegen die Facebook-Sucht

Wie man sich dazu bringt, weniger Zeit auf zu verschwenden, demonstrierten zwei Studenten des MIT Media Lab mit ihrem Projekt „Pavlov Poke“. Dafür bräuchte man nur etwas Elektronik und die Bereitschaft, Elektroschocks zu ertragen. Und Humor.

Mit Elektroschocks gegen die Facebook-Sucht

Mit „Pavlov Poke“ haben die beiden Studenten Robert R. Morris und Dan McDuff eine radikale und nicht ganz ernst gemeinte Lösung gegen übermäßige Facebook-Nutzung vorgestellt. Ihr Vorschlag klingt dabei so simpel wie schmerzhaft: Nutzer bekommen Elektroschocks verabreicht, wenn sie das Soziale Netzwerk nutzen.

„Pavlov Poke“: Elektroschocks für Facebook-Jünger

Pavlov Poke: So könnten sich Facebook-Nutzer selbst konditionieren. (Bild: Robert R. Morris / Dan McDuff)
„Pavlov Poke“: So könnten sich Facebook-Nutzer selbst konditionieren. (Bild: Robert R. Morris / Dan McDuff)

Technisch müsste man laut den Studenten nur das Nutzerverhalten mit einer Software überwachen, die bei einer zu langen Verweildauer auf Facebook einen Elektroschock auslöst. Der wird dabei per USB von einem zu diesem Zweck genutzten Arduino-Board über die Hand auf den Nutzer übertragen. Und schon macht Prokrastination gleich viel weniger Spaß. Wem es nach dieser Beschreibung noch immer an dem notwendigen Vorstellungsvermögen mangelt, kann sich das untenstehende Video anschauen.

Pavlov Poke: Mini-Jobber beleidigt Facebook-Nutzer

Pavlov Poker: Wem Stromschläge nicht liegen, der könnte sich auch am Telefon von fremden Menschen beleidigen lassen. (Bild: Robert R. Morris / Dan McDuff)
Pavlov Poker: Wem Stromschläge nicht liegen, der könnte sich auch am Telefon von fremden Menschen beleidigen lassen. (Bild: Robert R. Morris / Dan McDuff)

Natürlich haben sich Morris und McDuff auch eine Alternative für alle einfallen lassen, die eine Abneigung gegen Elektroschocks haben. Während das Grundprinzip ähnlich ist, würde man für diese Methode allerdings etwas mehr Geld investieren müssen. Statt einen muntermachenden Stromschlag auszulösen, würde bei dieser Variante des „Pavlov Poke“ ein Skript dafür sorgen, dass jemand anruft und den Nutzer für die Verwendung des Sozialen Netzwerks maßregelt.

Dafür müsste man sich als Anwender Amazons Mechanical-Turk-Dienstes bedienen. Dort kann man Aufgaben gegen Bezahlung von Menschen erledigen lassen – Tätigkeiten, die Computer zum derzeitigen Stand der Dinge nicht leisten können. Wie in diesem Fall beispielsweise Facebook-Nutzer beschimpfen.

Was dem ein oder anderen Berichterstatter anscheinend verborgen blieb, ist der Umstand, dass die Studenten ihr „Pavlov-Poke“-Projekt als Scherz gemeint haben, was nicht nur auf der Webseite vermerkt wurde, sondern sich auch beispielhaft an dieser Konversation auf Twitter demonstrieren lässt.

Ein Witz, mit dem sie allerdings durchaus eine Diskussion anstoßen wollten. Sie verweisen auf verschiedene Studien zum Suchtpotenzial von Facebook und werfen die Frage auf, inwiefern sich ein Produkt, dass letztlich eine möglichst hohe Zeitaufwendung seitens der Nutzer anstrebt, mit suchterregenden Mitteln wie Tabak zu vergleichen sei.

Was glaubt ihr? Ist der Vergleich auch nur im entferntesten haltbar? Und selbst wenn nicht: Wer von euch wünscht sich ab und an trotzdem einen Elektroschock von seinem Notebook?

via www.theverge.com

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
Eine Antwort
  1. von werner am 27.08.2013 (11:34 Uhr)

    Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen..
    Froh wenn ich auf das Kreuz des FB Tabs im Browser klicke . Eigentlich ist es nur um Kontakt zu halten zu Freunden den mal sonst so nicht hätte.
    Würde lieber früher als später den FB account löschen. NSA on top.

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Facebook
Facebook könnte kommende Woche Google angreifen und den Werbemarkt umkrempeln
Facebook könnte kommende Woche Google angreifen und den Werbemarkt umkrempeln

Schon nächste Woche soll Facebook mit einem eigenen Display-Netzwerk an den Start gehen. Anhand der Facebook-ID könnten Werber weitaus gezielter Werbung schalten als es bei Google oder anderen … » weiterlesen

„Missed Stories“: So entgeht euch kein Facebook-Post mehr
„Missed Stories“: So entgeht euch kein Facebook-Post mehr

Über eine spezielle URL zeigt euch Facebook jetzt auch Beiträge an, die ihr in eurem Newsfeed übersehen habt. Wir zeigen euch, wie ihr die Seite aufrufen könnt. » weiterlesen

„In diesem Umkreis werben“: Facebook soll neue zielgerichtete Anzeigen testen
„In diesem Umkreis werben“: Facebook soll neue zielgerichtete Anzeigen testen

Facebook schient ein neues Werbe-Feature zu testen. Es zeigt Firmen an, wie viele Facebook-Nutzer sich regelmäßig in einem bestimmten Gebiet aufhalten. Anschließend können lokale Unternehmen … » weiterlesen

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n-Newsletter t3n-Newsletter
Top-Themen der Woche für Web-Pioniere
Jetzt kostenlos
anmelden
Diesen Hinweis verbergen