Facebook-Freunde: Wer viele hat, ist unglücklich [Studie]

Facebook-Freunde: Wer viele hat, ist unglücklich [Studie]
Je mehr Facebook-Freunde man hat, desto unglücklicher ist man. Das legt zumindest eine aktuelle Studie nahe, in der sich Wissenschaftler den dunklen Seiten des sozialen Netzwerks widmen.

Mittlerweile gibt es einige Studien zur Korrelation der Anzahl der Facebook-Freunde und dem Gemütszustand des entsprechenden Nutzers. So haben beispielsweise schottische Wissenschaftler herausgefunden, dass ein Mehr an Freunden auf Facebook in Stress resultiert. Bei der Befragung von etwa 200 Studenten stellten die Forscher fest, dass die negativen Auswirkungen wie Stress die Vorteile der Nutzung von überschatten können. Noch weiter geht die Studie Narcissim on Facebook: Self-promotional and Anti-social Behavior von Christopher Carpenter an der Universität von Western Illinois.

sad 83889
Besonders wenn man Facebook primär für die Selbstvermarktung nutzt, ist laut Forschern schlechte Laune vorprogrammiert. (Foto: Ron Bennetts / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Facebook als Spielwiese für Narzissten

Carpenter hat mit Kollegen 292 Studenten befragt und fand heraus, dass diejenigen mit mehr Facebook-Freunden beim Fragebogen Narcissistic Personality Inventory (NPI) eine höhere Punktzahl erzielten. Laut dem Forscher öffnet Facebook für den durchschnittlichen Narzisst das Tor zu hunderten oberflächlichen Beziehungen und emotionslosen Diskussionen. Besonders die Nutzer, die Facebook in erster Linie dazu nutzen, sich selbst in einem positiven Licht darzustellen, laufen demnach Gefahr, unglücklich zu werden.

Soziale und asoziale Facebook-Nutzung

Die Forscher nutzten das NPI im Rahmen ihrer Untersuchung, um zu messen, wie sich Nutzer auf Facebook mit Status Updates, Fotos von sich selbst und Aktualisierungen der Profilinformationen selbst vermarkten. Darüber hinaus widmeten sich die Wissenschaftler auch asozialen Verhaltensmustern wie beispielsweise mehr soziale Unterstützung zu suchen als diese selbst zu bieten oder aber ärgerlich darauf zu reagieren, wenn andere die eigenen Status Updates nicht kommentieren.

Die vollständige Studie ist kostenpflichtig über ScienceDirect erhältlich und in der wissenschaftlichen Publikation Personality and Individual Differences Vol. 52, Ausgabe 4 vom März 2012 erschienen.

Bildnachweis für die Newsübersicht: Ron Bennetts / flickr.com, Lizenz: CC-BY.

Weiterführende Links:

 

 

Weitere Artikel zu Facebook

Empfehlen

bewerten
VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (1 Bewertung)
Das interessiert dich bestimmt auch
18 Antworten
  1. von Nicole Ludwig via facebook 22.03.2012 (15:46Uhr) 1.

    Mich machen eher die Facebook-Funktionen unglücklich. Heut geht wieder den ganzen Tag der Chat nicht. Grml.

  2. von Patrick Schammer via facebook 22.03.2012 (15:48Uhr) 2.

    Euer Satzbau macht mich unglücklich ;)

  3. von Jörg Schöneburg via facebook 22.03.2012 (15:58Uhr) 3.

    Wenn mich das unglücklich macht, lösche ich meine Account und komme nicht wieder. Warum soll Facebook jemanden unglücklich machen? Ist doch kein Zwang hier zu sein.

  4. von Gunter Hellmann via facebook 22.03.2012 (15:59Uhr) 4.

    Glaubt nur der Statistik, die ihr selber gefälscht habt ...

  5. von Ralf Heinrich via facebook 22.03.2012 (16:03Uhr) 5.

    Macht ein Tortenheber dick?

  6. von Andrea Rihl via facebook 22.03.2012 (16:19Uhr) 6.

    Der Gedankengang der Studie war ja, so weit ich mich erinnere, dass man sich mit den anderen vergleicht und dabei subjektiv schlecht abschneidet. Das kann man auch offline...

  7. von Marion Heidelberger via facebook 22.03.2012 (16:25Uhr) 7.

    also ich bin per sofort für zwangsverschreibung von psychopharmaka ab 300 friends ... spart arztkosten und zeit ;-)

  8. von David Stegmeier via facebook 22.03.2012 (16:27Uhr) 8.

    Ich sitze auch immer den ganzen Tag weinend vor dem Computer und starre auf Facebook. True story.

  9. von David Gam P via facebook 22.03.2012 (16:39Uhr) 9.

    Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die Anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die Anderen für glücklicher halten, als sie sind.

  10. von Sybille Hubig via facebook 22.03.2012 (16:54Uhr) 10.

    snüf ....

  11. von Anke Gro via facebook 22.03.2012 (17:09Uhr) 11.

    Dann ist das aber eine Dauerschleife, denn ich habe das dumpfe Gefühl, dass die Kontaktlisten der Menschen, die sich hier wirklich rein privat rumtreiben, umso größer sind, desto unsozialer/sozialunfähiger sie im echten Leben sind.

  12. von Frank Hannemann via facebook 22.03.2012 (17:18Uhr) 12.

    Tja... sind denn Studenten der einzige Maßstab? ;o)

  13. von Andrea Voß via facebook 22.03.2012 (19:09Uhr) 13.

    na mal gut dass ich nicht sooo viele Facebook Kontakte hab ;oD

  14. von Zu viele Facebook-Freunde machen dich kr… 22.03.2012 (20:32Uhr) 14.

    [...] Typen der Welt, weil drei Millionen Leute mit dir auf Facebook befreundet sind und dann das: Schottische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass viele digitale Beziehungen in dem sozialen Netzwerk krank und [...]

  15. von Martin Sulzberger via facebook 22.03.2012 (20:59Uhr) 15.

    auch hundert freunde können die eigene einsamkeit nicht lösen. das ist der trugschluss vom fb.

  16. von Jan Thomas via facebook 23.03.2012 (10:19Uhr) 16.

    Qualität statt Quantität - mir kommt niemand auf die Liste, den/die ich nicht in RL kenne. So kann man auch bei 200+ Freunden nicht einsam sein! ;)

  17. von Pascal Werner via facebook 23.03.2012 (10:21Uhr) 17.

    Sind die meisten facebook bekanntschaften nicht eher zweckfreundschaften wie business kontakte bei xing?!

  18. von Arnold Margolf 23.03.2012 (19:57Uhr) 18.

    Facebook ist doch nur ein Teilaspekt. Hier wird wieder reiserisch, medienwirsam berichtet um die Besucherzahl zu puschen. "Im Westen nichts Neues" würde ich sagen :) Krank macht mich eher die 1000sende Nullstudie über abgelutschte Themen, die mit einen provokanten Titel lediglich Zeit klaut ... http://www.arnold-margolf.de

Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n 32 jetzt kostenfrei probelesen! Alle Inhalte des t3n Magazins Diesen Hinweis verbergen