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„Sind Deine Freunde schon bei Facebook?“ – Warum der Freundefinder lange Zeit mehr war als er vorgab

    „Sind Deine Freunde schon bei Facebook?“ – Warum der Freundefinder lange Zeit mehr war als er vorgab
(Grafik: dolphfyn / Shutterstock.com)

Facebook hat vom Bundesgerichtshof einen Dämpfer für den sogenannten „Freundefinder“ bekommen. Die Rede ist von unzulässigem Spam in der Vergangenheit.

Der Freundefinder soll Nutzer verbinden und den Facebook-Start vereinfachen

Neuangemeldete Facebook-Nutzer bekommen durch den Freundefinder die Möglichkeit, sich mit anderen Nutzern zu vernetzen. (Foto: Twin Design / Shutterstock.com)
Neuangemeldete Facebook-Nutzer bekommen durch den Freundefinder die Möglichkeit, sich mit anderen Nutzern zu vernetzen. (Foto: Twin Design / Shutterstock.com)

Erinnert ihr euch noch an den Moment, als ihr euch zum ersten Mal bei Facebook angemeldet habt? „Sind Deine Freunde schon bei Facebook?“, fragte euch damals das soziale Netzwerk – und natürlich auch alle anderen Neuankömmlinge. Die sogenannte „Freundefinder“-Funktion soll den Start auf der Plattform vereinfachen. Durch die Übertragung der Adressbuchdaten kann das kalifornische IT-Unternehmen die E-Mail-Adressen seiner Nutzer abgleichen und Neuanmeldern nützliche Vorschläge unterbreiten, mit wem sie sich direkt vernetzen können. Ein durchaus sinnvolles Element.

Allerdings hat Facebook in der Vergangenheit noch etwas mehr aus der Funktion gemacht, als die eigentliche Frage suggeriert. Noch bis vor wenigen Jahren haben die Verantwortlichen auch E-Mails an die Nutzer verschickt, deren Adressen noch nicht in den Facebook-Datenbanken gespeichert waren. In diesen E-Mails wurde den Empfängern mitgeteilt, dass der jeweilige Freund, Bekannte oder Verwandte inzwischen bei Facebook sei. Dadurch wollte das Unternehmen Interesse wecken und weitere Anwender für Facebook begeistern.

Facebooks „Freundefinder“ verstieß gegen geltendes Recht – sagt der Bundesgerichtshof

Der neue Facebook-Freundefinder – mit Einladungsoption. (Screenshot: zdNet)
Der neue Facebook-Freundefinder – mit Einladungsoption. (Screenshot: zdNet)

Deutschen Verbraucherschützern war dieses Gebaren allerdings ein Dorn im Auge. Man sprach von unzulässigem Spam und bekam am gestrigen Donnerstag erneut – in dritter Instanz vom Bundesgerichtshof (AZ: I ZR 65/14) – Recht. Die Einladungen des sozialen Netzwerks an Nichtmitglieder haben eine unzumutbare Belästigung dargestgellt, heißt es im Urteil. Dabei sei es auch nicht von Bedeutung, dass sie von einem bei Facebook registrierten Nutzer selbst angestoßen worden waren. Es habe sich nämlich nicht um private Mitteilungen, sondern schlichtweg um Werbung von Facebook gehandelt, über die der neue Nutzer nicht informiert worden sei.

Das Urteil wird jedoch auf den derzeitigen Nutzeralltag auf der Plattform kaum mehr Auswirkungen haben. Das Verfahren bezog sich nämlich auf die Ausgestaltung der Funktion vom Herbst 2010. Inzwischen ist die Arbeitsweise des „Freundefinders“ deutlich an deutsches Recht angepasst worden. Anwender entscheiden inzwischen selbst, ob Einladungen verschickt werden sollen oder nicht.

Facebook hatte schon Anfang 2011 mit dem hamburgischen Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar vereinbart, den „Freundefinder“ datenschutzkonform umzugestalten. Somit hat das Urteil gerade noch einen Einfluss auf Unternehmen, die ähnlich progressiv vorgehen wie Facebook einst.

via www.heise.de

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2 Reaktionen
grep

Hallo Spam-Messung,

mein E-Mail-Server wird von Zeit zu Zeit durch Facebook(-Spam-Mails) tangiert bzw. penetriert.

Aber derart große wichtige Konzerne landen höchstens kurzfristig auf sog. Black- Spamlisten relevanter Betreiber.

Europäischer Datenschutz ist aus us-amerikanischer Sicht wahrscheinlich unwichtig.

Gut dass Facebook nun gerichtlich verboten worden ist unsere (Datenschutz-)Gesetze zu missachten.

Ciao, Sascha.

Antworten
Spam-Messung
Spam-Messung

Echter Spam ist wohl nicht so wichtig.
Oder Abofallen.
Oder Botnetze.
In 5-10 Jahren stellt sich dann vielleicht heraus das Netflix, Amazon Prime und Youtube vielleicht genau deswegen ruckeln und alle nicht den jeweils in der Wohnung verfügbaren dicksten Internet-Tarif hätten buchen brauchen.

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