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Facebook will mit großen Publishern verschmelzen – ob BuzzFeed, National Geografic und die New York Times da mitspielen?

Facebook will mit großen Publishern verschmelzen – ob BuzzFeed, National Geografic und die New York Times da mitspielen?

befindet sich mit großen Newsseiten wie , National Geografic und der New York Times in Gesprächen darüber, ob diese zukünftig Inhalte direkt für Facebook bereitstellen. Für Facebooknutzer verringert sich damit nervige Ladezeit, die Publisher gäben jedoch ein großes Stück Kontrolle ab. 

Facebook will mit großen Publishern verschmelzen – ob BuzzFeed, National Geografic und die New York Times da mitspielen?

(Bild: Mobile World Congress Barcelona)

Eigene Inhalte in die Hände von Facebook legen?

Facebook hat eine Idee. Was wäre, wenn die Inhalte großer Newsseiten, statt nur als Link, einfach direkt auf Facebook veröffentlicht würden? Wenn es keine nervige Weiterleitung mehr gäbe? Mit mindestens sechs großen Medienunternehmen soll Facebook derzeit sprechen, ob und wie das möglich ist, so die New York Times, die ebenfalls an den Gesprächen teilnimmt.

Der Social-Media-Riese hat derzeit 1,4 Milliarden Nutzer und ist einer der wichtigsten Traffic-Lieferanten für Newsseiten geworden – vor allem in Bezug auf Nutzer, die über das Smartphone kommen. Für die Publisher würde sich dadurch wohl auch ein neuer Leserkreis erschließen lassen. Immerhin loggen sich die meisten User mehrmals täglich auf Facebook ein. Jedoch wäre auch der Kontrollverlust für die Publisher enorm. Jede Werbeeinnahme müsste mit Facebook geteilt werden, zudem ließen sich viel weniger Daten der Leser sammeln und verarbeiten.

Für Publisher bietet sich auch eine Chance

Will Hayward, Vice President Of Advertising für BuzzFeed Europa, sieht durchaus auch Vorteile für die Newsseiten-Betreiber. Denn auf Publisherseite läuft nicht alles rosig. „Der Traffic der New-York-Times-Homepage hat sich in zwei Jahren halbiert. Menschen besuchen Webseiten nicht mehr, wie sie es früher getan haben. Es ist eine Angriff-ist-die-beste-Verteidigung-Strategie“, so Hayward.

Will Hayward sieht eine Chance darin, direkt auf Facebook zu veröffentlichen. (Screenshot: Twitter)
Will Hayward sieht eine Chance darin, direkt auf Facebook zu veröffentlichen. (Screenshot: Twitter)

Für die Medienunternehmen kommt es nun vor allem darauf an, wie das Ganze konkret aussehen soll. „Für die Publisher kann das große Auswirkungen haben. Es kommt wirklich darauf an, wie Facebook es strukturiert und ob sie dafür Sorge tragen, dass beide Parteien daran gewinnen“, so Edward Kim, Chief Executive des Analyse- und Distributions-Unternehmens SimpleReach.

Facebook muss das Vertrauen der Publisher gewinnen

„Auf lange Sicht, müssen vermutlich alle Verlage ihren Inhalten erlauben, sich mehr außerhalb der eigenen Seite zu bewegen.“

Die Gespräche mit den Publishern dauern schon einige Monate an. Schon im Oktober berichtete die New York Times über die Pläne. Facebook muss jetzt das Vertrauen der Publisher gewinnen. Nachdem 2012 eine erste Version dieser Idee – der Social Reader – wieder eingestellt worden war, weil er nicht funktioniert hatte, muss Facebook mit einem guten Konzept aufwarten. Wie das genau aussehen soll, wurde bisher noch nicht bekannt.

In einer Zwickmühle stecken die Publisher insofern, dass es sicher welche gibt, die bei Facebooks Plänen mitmachen werden. Und wenn deren Content wesentlich schneller von Facebook ausgespielt wird, könnte der Traffic der nicht teilnehmenden Seiten erheblich darunter leiden. Facebook dagegen ist ein Vorteil sicher.

Auf lange Sicht müssen vermutlich alle Verlage ihren Inhalten erlauben, sich mehr außerhalb der eigenen Seite zu bewegen, so Alan D. Mutter, ein Zeitungsberater, der den Blog „Reflections of a Newsosaur“ betreibt. „Aber auf kurze Sicht“, sagte er „ist es eine beängstigende Angelegenheit, weil Verlage ihre Marke und ihr Publikum und ihre Werbegelder kontrollieren wollen.“

Was haltet ihr von den Plänen? Würdet ihr noch die Newsseiten direkt besuchen, wenn ihr einen Großteil der News über Facebook konsumieren könntet?

via uk.businessinsider.com

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2 Antworten
  1. von Matthias am 24.03.2015 (22:33 Uhr)

    Ich halte davon nicht viel, weil man sich damit in eine viel zu große Abhängigkeit begibt, die sich bei auftretenden Unstimmigkeiten ganz schnell als Eigentor erweisen würde.

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  2. von Max am 25.03.2015 (07:31 Uhr)

    Ein guter Feed ist mir 1000x lieber als die unzähligen "Ein neuer Artikel" Posts und Tweets. Wenn man dann noch einen Reader nutzt der filtern kann, blendet man alle Artikel mit bestimmten Keywords aus und hebt diese hervor. Das kann kein Social Network.

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