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Facebook Home: Alles was du wissen musst

Auf einem Presseevent hat heute „Facebook Home“ vorgestellt. Der Launcher verwandelt ein Android-Phone in ein Facebook Phone. Außerdem wurde mit dem First das erste gezeigt, das bereits vorinstalliert hat.

Facebook Home: Alles was du wissen musst

In den letzten Tagen waren bereits zahlreiche Informationen rund um Facebook Home und das HTC First durchgedrungen. Wir hatten euch einige wesentliche Funktionen von Facebook Home gezeigt und auch erste Screenshots. Und die Daten und das Design des HTC First waren ebenfalls durchgesickert. Insofern: Wer die News der letzten Tage verfolgt hatte, war bereits bestens informiert.

Facebook Home

Screenshot aus dem Livestream zur Präsentation: So sieht der Sperrbildschirm aus, nachdem man Facebook Home installiert hat.

Facebook-CEO Mark Zuckerberg scherzte, dass sie nun endlich das „Facebook Phone“ zeigen würden. Spekuliert wird über ein eigenes Smartphone vom Social Network schließlich schon eine ganze Weile und es gibt auch zahlreiche Mockups für eine passende Hardware.

Aber selbst mit einem erfolgreichen Smartphone könne man nur einen Bruchteil der Nutzer erreichen, erklärte Mark Zuckerberg. Deshalb habe man sich für etwas anderes entschieden: Man erweitere Android um entsprechende Funktionen. Android mache das besonders einfach, weil es so offen konzipiert sei. Man müsse Android nicht abwandeln. Stattdessen sei es von Beginn an darauf vorbereitet, dass man Elemente von Android verbessern oder ersetzen kann. Und genau das macht Facebook Home.

Die Grundidee ist: Unser Leben dreht sich um Menschen, nicht um Apps. Social-Anwendungen machten bei den Nutzern den überwiegenden Teil der Nutzung aus. Allein mit Facebook verbringen die Nutzer fast 25 Prozent der Zeit.

„Cover Feed“ und „Chat Heads“

„Chat Heads“ vereint Facebook Messenger und SMS in einem Overlay.

Facebook Home ist dabei eine Sammlung von Apps, die man sich installieren kann. Ist das geschehen, hat man einen neuen Sperrbildschirm vor sich. Er aktualisiert sich laufend im Hintergrund und zeigt neue Inhalte aus dem eigenen Facebook-Stream. Mark Zuckerberg verglich das mit der Einführung des Newsstream auf Facebook. Vorher habe man für Funktionen entsprechende Apps gehabt. Danach hatte man stattdessen eine Übersicht aller neuen Inhalte. Das habe über Nacht dazu geführt, dass sich die Nutzung der Facebook-Website verdoppelt hat. Ähnliches soll nun der „Cover Feed“ leisten. Man kann hier per Fingerwisch durch die neuen Inhalte navigieren und sie mit einem Doppel-Tap liken. Alles das findet auf dem Sperrbildschirm statt.

Facebook hat Apps aber nicht komplett verbannt: Ein Fingerwisch reicht und man bekommt sie in einem Layer angezeigt.

Ein Schwerpunkt in der Präsentation lag neben dem Cover Feed auf „Chat Heads“. Gemeint ist dabei Messaging, was sowohl der Facebook Messenger als auch SMS sein können. Kommt eine neue Nachricht herein, sieht man das Gesicht der Person in einem kleinen Kreis oberhalb des aktuellen Inhalts. Man kann die neue Nachricht inklusive der bisherigen Kommunikation mit einem Tap ansehen – auch das wird in einem Layer oberhalb des aktuellen Inhalts angezeigt. Man kann den „Chat Head“ frei auf dem Display verschieben, sollte er gerade im Weg sein. Und will man aktuell nicht reagieren, schubst man ihn einfach nach unten und er wird dort abgelegt.

Die Gestaltung entspricht bei alldem den Screenshots, die einen Tag vor der Präsentation aufgetaucht waren: schlicht und elegant. Man wollte, dass Facebook Home wie eine Systemsoftware aussieht und nicht wie eine Drittanbieter-App, erklärte Mark Zuckerberg.

Ab 12. April im amerikanischen Play Store, Tablet-Version in Arbeit

Diese Geräte sind nach offiziellen Angaben zunächst mit Facebook Home kompatibel. Weitere sollen folgen.

Facebook Home soll ab 12. April in Googles Play Store zu finden sein – zunächst aber nur in den USA, in den „folgenden Tagen und Wochen“ auch weltweit. Von dort kann man es wie jede andere App herunterladen und installieren. Wer die aktuelle Version der Facebook-App und der Messenger-App installiert hat, wird zudem dort auf Facebook Home hingewiesen.

Hat man die App installiert und startet sie das erste Mal, kann man sich wie Android gewöhnt entscheiden, ob man es nur diesmal statt des Standard-Launchers nutzen möchte oder dauerhaft.

Die Zahl der Geräte, auf denen man Facebook Home (offiziell) installieren kann, ist allerdings noch sehr kurz: HTC One X, X+, Samsung Galaxy S III und Samsung Galaxy Note II. Auf das neue HTC One und das Samsung Galaxy S4 soll es ebenfalls kommen. So geht es aus der Pressemitteilung zu Facebook Home hervor. Diese Einschränkung wirkt erst einmal künstlich. Genaue Angaben dazu, warum es auf anderen aktuellen Geräten nicht installiert werden kann, gab es nicht.

Facebook Home soll wie jede Mobile-App von Facebook einmal im Monat ein Update bekommen. Und eine Tablet-Version ist in Arbeit, wird aber erst in einigen Monaten herauskommen.

Werbevideo zu Facebook Home

HTC First

Mobilfunkanbieter und Handy-Hersteller haben im Rahmen des „Facebook Home Program“ die Möglichkeit, ihre eigenen Facebook-Phones herauszubringen – also Smartphones mit Facebook Home vorinstalliert. Das erste dieser Art ist das HTC First. Es wird ebenfalls ab 12. April erhältlich sein – allerdings nur in den USA und dort auch nur bei AT&T. Die technischen Daten des HC First findet ihr hier.

Weitere Kooperationen sollen folgen. Genaue Angaben dazu gab es allerdings nicht.

Weiterführende Links

Euer Eindruck?

Ist Facebook Home etwas, auf das ihr gewartet habt und werdet ihr es ab 12. April ausprobieren? Und ist es vielleicht sogar etwas, was für euch dauerhaft als Launcher-Ersatz in Frage käme?

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Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
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12 Antworten
  1. von Jetracer am 04.04.2013 (20:26 Uhr)

    Also ich denke, dass sich alle Hersteller auf Grund der inovationssättigung im Kreis drehen. Und keiner weiß, wo die Reise hin geht. Es ist halt schwer was von Apple zu kopieren, wenn schon alles kopiert wurde. Die Zukunft wird höchstwahrscheinlich von Human-Maschine Sytemen wie Google-Glass oder iWatch bestimmt. Aber die Welt braucht nicht noch ein Smartphone. Ach ja und noch mal zu Facebook. Macht erstmal eure Hausaufgaben mit den FB-App's auf Android oder iOS.

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  2. von Erik am 04.04.2013 (21:41 Uhr)

    Klar, man kann über das "Facebook Phone" herzlich lachen. Also ich zumindest. Aber eins muss man dem Zuckerberg lassen: ausgerechnet über GOOGLEs Android eine App zu stülpen, um das Device zum FACEBOOK Phone zu machen... das ist ganz großes Tennis.

    ^__^

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  3. von Meyer am 04.04.2013 (22:29 Uhr)

    Bäh! Das will ich ganz bestimmt nicht!
    Vor kurzem war noch der erschreckende Beitrag zum Datenverkauf auf t3n. Und jetzt soll Zuckerberg Zugriff auf das ganze Smartphone haben (was die Daten angeht)?
    NEIN NEIN NEIN!!!
    Leute, wenn euch eure Privatsphäre ein bisschen Wert ist, dann lasst es lieber. Wundert euch später nicht, wenn ihr absolut transparent für alle seid.

    Mehr muss glaub ich nicht gesagt werden.
    Allerdings: mein kompliment an den Designer, der die Produktseite entworfen/entwickelt hat. Die ist wirklich schick geworden.

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  4. von Phil am 05.04.2013 (01:35 Uhr)

    Man muss das ganze auch mal im positiven betrachten. Facebook ist mal wieder innovativ und zeigt was uns in Zukunft erwartet. Bestimmt ist Facebook Home nicht der letzte Launcher der uns erwartet. Apps, ob iOS oder Android, werden sich immer stärker in das OS integrieren. Und ich denke man sollte das als ganz natürliche Entwicklung sehen. FB, Twitter oder G+ kämpfen um die Vorherrschaft. Eine so tiefe Integration wie es jetzt mit FB Home möglich wird, kommt vielen Nutzern gelegen, die auch sowieso viele Beiträge über FB posten. Datenschutz und Privatsphäre ist wieder ein anderes Thema.

    Aber die Idee von Facebook ist einfach super. Ich denke da wird uns in Zukunft noch mehr, auch von anderen Herstellern, erwarten.

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  5. von Thomas am 05.04.2013 (07:56 Uhr)

    Spannend, eigentlich ein direkter Angriff auf Google. Das offene Betriebssystem so ausnutzen das nichts an Facebook vorbeiführt. Ich gehe davon aus in maximal 2 Versionen ist im normalen Android so was standardmäßig für Google+ integriert. Oder was denkt ihr?

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  6. von rosenkrieger am 05.04.2013 (08:24 Uhr)

    Ich finde es witzig das hier einige der negativen Kommentare via Facebook Login durchgeführt sind hehehe.

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  7. von Lutz Möller am 05.04.2013 (11:08 Uhr)

    @Meyer:
    Wo werden denn heutzutage keine personenbezogenen Daten gesammelt?

    Groß bei Facebook über Datenklau schreien und hinterher beim nächsten Supermarkt mit der Payback-Karte zahlen. Also bitte.

    Ich halte diese ganze Panikmachen für vollkommen überzogen. Überhaupt sollten, bevor die ganzen Datenschützer wieder Sturm laufen, eher die Leutchen sensibilisiert werden, nicht jeden Toilettengang zu posten oder zu liken.

    B2T:
    Sieht recht schick aus, da ich aber kein Androiden besitze, werd ich drauf verzichten müssen.

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  8. von uA10 am 05.04.2013 (16:53 Uhr)

    das einzige, was ich wissen muss, ist, dass ich nichts wissen muss. gar nicht erst installieren. mein device ist schon längst von der fb mobile app befreit

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  9. von marlan am 06.04.2013 (10:18 Uhr)

    Ich brauche es auch nicht, finde aber den Ansatz besser

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  10. von marlan am 06.04.2013 (10:24 Uhr)

    Besser als die Skins der Hersteller oder eine Custom Firmware wie Amazon, die man nicht so einfach wieder los wird.
    Wollte ich schreiben, bin aber aus versehen auf den Absendebutton gekommen...

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  11. von plauderer am 06.04.2013 (22:22 Uhr)

    Heißt das, das SMS künftig über FB läuft?

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  12. von MarkoMark am 11.04.2013 (12:21 Uhr)

    @ LutzMöller: HAHAHA hast schon recht, aber du musst zugeben, für die Leute, die gerne Toilettengänge posten und liken, ist das neue Telefon wohl eine der praktischsten Erfindungen des Jahres!

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