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Facebook Home: Facebook äußert sich zur Datenschutz-Kritik

hat mit seinem Android-Launcher Home ganz schön für Furore gesorgt. Das Programm, dass sich tief in das Betriebssystem einnistet, lässt bei viele Nutzern erneut die Frage aufkommen, welche Auswirkungen das auf die Privatsphäre und den Schutz der persönlichen Daten hat. Ein Q&A-Bogen zu Home soll einige Befürchtungen nun zerstreuen.

Facebook Home: Facebook äußert sich zur Datenschutz-Kritik

Facebook Home: Antworten zum Thema Privatsphäre

Das Dokument mit dem einfachen und eingängigen Namen „Answering Your Questions on Home and Privacy“ wurde gestern Abend veröffentlicht und soll Nutzern einige Fragen beantworten bezüglich der Informationserfassung der eigenen Daten. So erklärt man darin, dass weiterhin Facebook-relevante Informationen wie Likes und Kommentare aufgezeichnet werden – was nicht weiter überrascht. Daneben geht man in dem Papier aber auch darauf ein, wie man mit den Telefondaten umgeht. Beispielsweise im Rahmen der Applikationen auf dem Smartphone gibt Facebook bekannt dass es aufzeichnet, welche Applikationen man auf dem Home Launcher installiert hat. Für viele Nutzer sicherlich erst einmal ein großer Schrecken. Einschränken tut Facebook allerdings auch, dass keine Inhalte dieser Apps aufgezeichnet werden. Also beispielsweise Wortlaute in Nachrichten und so weiter. Außerdem stellt Facebook klar, dass diese Daten nur aufgezeichnet werden, wenn man ein bereits vorinstalliertes Home nutzt. Was also quasi derzeit nur im Rahmen eines HTC First-Kaufes möglich ist. „We store this information in identifiable form for 90 days and use it to provide the service and improve how it works“, erfährt man tiefergehend.

Facebook beantwortet Fragen zur Home-Privacy
Facebook Home zeichnet vorerst nur netzwerk-interne Informationen wie Likes und Kommentare auf.

Einige Ängste, dürfte Facebook somit abgefangen haben, was den Start von Home etwas beflügeln könnte. Ob und wie Facebook diese aber mit der Zeit noch anpasst, wird man abwarten müssen. Weitere allgemeine Fragen hat außerdem Jan Tißler in seinem Beitrag „Facebook Home: Alles was du wissen musst“ bei uns geklärt und Andreas Floemer gibt auch noch einige Informationen zur der Frage „Wie Facebooks Launcher Android in den Hintergrund schiebt“.

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4 Antworten
  1. von Kitzng am 06.04.2013 (18:54 Uhr)

    Ja klar!
    Und ich kann fliegen...

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  2. von chillma am 07.04.2013 (01:11 Uhr)

    Der kann reden was er will, Daten werden geklaut und mit Home noch mehr, das steht fest. Facebook = NO

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  3. von Oliver am 07.04.2013 (08:46 Uhr)

    Da sag' mal einer, Google wäre die Datenkrake ;)
    Thema Datenschutz mal beiseite gelegt, die Idee ansich ist nicht schlecht. Insbesondere mit dem Gedanken Werbung und WIrtschaftlichkeit im Hinterkopf. Für Menschen, die noch überwiegend ein reales Leben führen (ja, auch die gibt's selbst in unserer Branche noch), wohl tendenziell überflüssig. Wer weiß, vielleicht flüchtet sich der Eine oder Andere wieder in Richtung Apple, weil "die" eine solche allmächtige App erstmal nicht zulassen werden....

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  4. von Andreas am 07.04.2013 (13:08 Uhr)

    Jetzt sagt mir keiner, dass Android von Google aus Nächstenliebe auf den Markt gebracht wurde. Der FB-Launcher ist nichts anderes als ein Trikotwechsel im gleichen Spiel.
    Es gibt doch 2 Voraussetzungen: ich bin bei FB oder nicht. Wenn ich nicht angemeldet bin, ist das HTC First uninteressant und ich installier auch Home nicht. Bin ich bei Facebook, ist Home doch eine interessante Option. Dieses Datenschutzgejammer geht mächtig auf den Zeiger: Genauso wie Google, Amazon & Co. werden bei FB kostenlos Dienste angeboten und im Gegenzug Daten für personalisierte (und somit in der Regel relevantere) Werbung genutzt. Ich kann mich damit anfreunden und 99% der Kritiker sollten endlich realisieren, dass sie nicht sooo wichtig sind und vor allem nicht so geistreiche Kommentare abgeben, als dass sie dafür sich vor CIA, NSA oder sonstwas fürchten müssten. Ihr sagt einem Dienst, wer Ihr seid und bekommt im Gegenzug einen kostenlosen Dienst + relevantere Werbung als in TV oder Zeitschriften (bei denen man dafür zahlt, das 40% der Seiten Werbung sind)

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