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Facebook könnte kommende Woche Google angreifen und den Werbemarkt umkrempeln

Facebook könnte kommende Woche Google angreifen und den Werbemarkt umkrempeln

Schon nächste Woche soll mit einem eigenen Display-Netzwerk an den Start gehen. Anhand der Facebook-ID könnten Werber weitaus gezielter schalten als es bei oder anderen Konkurrenten der Fall ist.

Facebook könnte kommende Woche Google angreifen und den Werbemarkt umkrempeln

Facebook Werbenetzwerk. (Foto: Sarah Marshall / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

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Facebook soll schon nächste Woche ein eigenes Werbenetzwerk vorstellen. (Logo: Facebook)

Facebook gegen Google: Soziales Netzwerk soll schon nächste Woche ein eigenes Display-Netzwerk vorstellen

Bisher blieb Facebook-Werbung größtenteils auf das soziale Netzwerk beschränkt. Das soll sich schon nächste Woche ändern: Im Rahmen der Advertising Week, die am 29. September 2014 beginnt, will Facebook ein eigenes Display-Netzwerk vorstellen. Das geht aus übereinstimmenden Berichten des Wall Street Journals und the Information hervor. Wenn die Angaben stimmen, könnte vor allem Google aufgrund der geplanten Targeting-Möglichkeiten eine ernstzunehmende Konkurrenz ins Haus stehen.

Google setzt auf Cookies, um Anzeigen möglichst präzise an die Interessen der potenziellen Kunden auszurichten. In Zeiten, in denen wir häufig von unseren Desktop-Rechnern auf unser Smartphone oder Tablet und wieder zurück wechseln, weist dieser Ansatz einige Nachteile auf. Facebook soll daher auf die Facebook-ID setzen, einer eindeutigen Kennung mit der sie jeden Webseitenbesucher seinem Account zuordnen können. Die von Facebook-Nutzern hinterlegten Informationen könnten unabhängig vom genutzten Endgerät im gesamten Web dazu genutzt werden, ihnen möglichst passgenaue Werbung anzuzeigen. Durch den auf vielen Seiten eingesetzten Like-Button hat Facebook schon seit 2009 einen guten Einblick, wie sich die Nutzer des Netzwerks außerhalb von Facebook durch das Netz bewegen.

Facebook: Targeting endet nicht in der Offline-Welt

Das gezielte Targeting soll Berichten zufolge auch vor der Offline-Welt nicht halt machen. Kauft ein Kunde beispielsweise in einem Ladenlokal einen Gegenstand, könnte der Verkäufer ihn bitten, seine E-Mail-Adresse zu hinterlegen. Sofern die mit einem Facebook-Account verknüpft ist, könnte das soziale Netzwerk dem Händler mitteilen, ob und wann der Kunde eine Werbung für den Laden im Netz gesehen hat. Diese Informationen ließen sich für noch exakteres Targeting nutzen. Das Netzwerk soll dabei auf die Technik von Atlas setzen, einem Dienst, den Facebook 2013 von Microsoft übernommen hat. Schon damals wurde gemutmaßt, dass das soziale Netzwerk an einer Konkurrenz zu Googles AdWords arbeiten soll.

Für Google könnte das geplante Display-Netzwerk von Facebook tatsächlich zu einem Problem werden. 2013 nahm der Suchgigant über 13 Milliarden US-Dollar über Werbung ein, die auf Google-fremden Seiten geschaltet wurde. In genau diesem Segment wird das Unternehmen bald auch mit Facebook konkurrieren. Und das Social Network verfügt immerhin über aussagekräftige Daten von 1,3 Milliarden Nutzern weltweit. Allerdings dürfte Facebook mit seinem Display-Netzwerk-Plänen auch erneute Kritik von Datenschützern auf sich ziehen. Von daher wird der Erfolg des Werbenetzwerkes auch von der Akzeptanz beziehungsweise der Apathie der Facebook-Nutzer abhängen.

via marketingland.com

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7 Antworten
  1. von Traumvorstellung am 24.09.2014 (11:14 Uhr)

    Aha, Facebook soll also wissen welche Webung ich sehen möchte? Gut, denn dann wird mir nie wieder Webung angezeigt? Oder verstehe ich das falsch?
    Davon abgesehen traue ich es Facebook so oder so nicht zu; der Stream ist so schlecht, schlechter geht es ja kaum. Und die haben bei jeder Zeitumstellung immer noch Probleme mit der Uhrzeit alter Posts.

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  2. von Mike am 25.09.2014 (08:04 Uhr)

    Also ich unterstütze alles, um Google nicht weiter nutzen zu müssen.

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  3. von Ralf am 25.09.2014 (13:14 Uhr)

    Wow! Das ist echt heftig. Zum einen in der Tat was es für Google bedeuten kann, nicht zuletzt weil Google zumindest in der B2B-Welt ja eher evil (geworden) ist. Und für Facebook mit Sicherheit auch nochmal ein Riesen Sprung. Aber Google (und andere) weren antworten. Das heißt, dass solche Announcements die Entwicklungsgeschwindigkeit nur noch beschleunigen, hin zu am Ende absoult 1:1 Zielgerichteter Werbung über nahezu alle Kanäle und Devices. Uff, schöne, neue Welt...

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  4. von abonnent1853 am 25.09.2014 (17:41 Uhr)

    "Kauft ein Kunde beispielsweise in einem Ladenlokal einen Gegenstand, könnte der Verkäufer ihn bitten, seine E-Mail-Adresse zu hinterlegen."

    Wer bitteschön hinterlegt 2014 im Laden Email-Adressen? - Im übrigen: Google erlaubt mir zumindest teilweise, diese Sammelwut meiner Wegstrecken durch Netz einzugrenzen. Stichwort Surfprofil/löschen oder noch besser das Plugin IBA Opt-out (by Google). Wird Facebook solche Hintertüren seinen Facebook-Nutzern anbieten?

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  5. von KevinC4M am 25.09.2014 (23:28 Uhr)

    Finds ne coole Sache. Bin auf jeden Fall gespannt, ob und wann das Ganze für uns nutzbar ist :-)

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    • von oiskipoiski am 26.09.2014 (15:26 Uhr)

      Also ich für meinen Teil bin froh, dass ich nicht nur Werbung zu sehen bekomme, für die ich anfällig bin!
      Schont deutlich mein Portemonnaie ...

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  6. von Andreas am 26.09.2014 (12:25 Uhr)

    Ich bin gespannt was damit dann alles möglich wird. Das Targeting kann damit sicherlich sehr gezielt erfolgen. Wie das datenschutzrechtlich sein wird gilt es dann auch noch zu beurteilen.

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