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Zuckerberg im Kaufrausch: Facebook übernimmt Oculus VR für 2 Milliarden US-Dollar

Zuckerberg im Kaufrausch: Facebook übernimmt Oculus VR für 2 Milliarden US-Dollar

Der Hersteller der 3D-Brille soll weiterhin unabhängig arbeiten. Facebook-CEO sieht in der Virtual-Reality-Technologie die Kommunikationsplattform von morgen.

Zuckerberg im Kaufrausch: Facebook übernimmt Oculus VR für 2 Milliarden US-Dollar

Die Oculus Rift ist das bisher einzige Produkt von Virtual-Reality-Experte Oculus VR. 

Einen Monat nach der Übernahme von WhatsApp schließt seinen nächsten Milliarden-Deal ab: Für zwei Milliarden US-Dollar geht Oculus VR, Hersteller einer 3D-Brille für virtuelle Spiele, an das Soziale Netzwerk. Das bisher einzige Produkt des zwei Jahre alten Unternehmens, die Oculus Rift, ist bisher nur für Entwickler erhältlich. Davon sind derzeit 40.000 Stück im Umlauf. Wann das Gerät den Massenmarkt erreicht, ist noch nicht bekannt.

Ähnlich wie bei WhatsApp zahlt Facebook Oculus nur einen Teil in bar aus – 400 Millionen US-Dollar. Den Restbetrag begleicht Facebook mit Anteilen. Oculus hat bisher Risikokapital in Höhe von 75 Millionen US-Dollar erhalten, unter anderem von der renommierten VC-Firma Andreessen Horowitz. Zusätzlich kassierte das Startup bei einer Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter 2,5 Millionen US-Dollar. Oculus soll an seinem Firmensitz im kalifornischen Irvine weiterhin unabhängig operieren.

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Facebook möchte mit Oculus VR eine neue Art des sozialen Netzwerks schaffen. (Foto: Sergey Galyonkin / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Oculus bald Alltagstechnologie

Mark Zuckerberg kommentierte die Übernahme auf Facebook mit einem langen Beitrag: „Wir werden Oculus dabei helfen, seine Produkte weiterzuentwickeln und Partner im Games-Bereich zu finden.“ Das sei allerdings erst der Anfang, langfristig sieht der CEO unzählige Einsatzmöglichkeiten, etwa im Unterricht oder im Medizinsektor. Zuckerberg bezeichnet als neue Kommunikationsplattform und prognostiziert: „Eines Tages wird erweitere Realität für Milliarden von Menschen Alltag sein."

Die beiden Unternehmen haben den Deal Berichten zufolge rasch abgeschlossen. Die Verhandlungen haben vergangene Woche bei der Games-Developer-Conference in San Francisco begonnen, am Wochenende kam es zu einem Abschluss. Zuckerberg soll schon vor einigen Monaten sein Interesse geäußert haben und wurde sogar im Oculus-Büro gesichtet. Oculus-Gründer Palmer Lucky stellte sich am Dienstag gleich den Fragen der User auf Reddit. Er verspricht, dass die Nutzung der Rift-Brille nicht an Facebook Connect gekoppelt werde.

Interessant am Zeitpunkt der Übernahme ist, dass Sony erst vergangene Woche seine Virtual-Reality-Brille  für die Playstation 4 vorstellte. Wann „Project Morpheus“ auf den Markt kommt, ist allerdings noch unbekannt.

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6 Antworten
  1. von JD am 26.03.2014 (08:10 Uhr)

    Das Risikokapital ist doch eher in der 75 Million-Gegen und nicht 75 Milliarden... Und sie hatten in der Series A schon mal 16 Millionen.

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  2. von Mario Janschitz am 26.03.2014 (08:19 Uhr)

    @JD
    Danke für den Hinweis.

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  3. von Christian am 26.03.2014 (08:26 Uhr)

    "Er verspricht, dass die Nutzung der Rift-Brille nicht an Facebook Connect gekoppelt werde."

    Na zum Glück...

    Und wieder fliegen die Millionen und Milliarden Beträge nur so rum. Wahrscheinlich zählt man in der Szene zu den Verlierern, wenn man weniger als x Milliarden zugesteckt bekommt.

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  4. von phamhoangkimkim am 26.03.2014 (09:48 Uhr)

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  5. von Videobrillen für alle am 26.03.2014 (11:38 Uhr)

    http://www.golem.de/news/head-mounted-display-john-carmack-und-die-jagd-nach-der-fluessigen-bewegung-1206-92363-2.html
    und auch die erste Seite.
    Neulich wurde das Problem der motion sickness (Übelkeit) gelöst: Das Auge reagiert auf kleine Bewegungen stärker als gedacht. Das hat Oculus wohl inzwischen besser im Griff.

    Der Unterschied zu Google-Aufkäufen ist: Die Firmen sollen eigenständig weiter-wirtschaften. Bei Google wird man integriert und das Produkt stagniert (meist).
    An welche Aufkäufe ausser youtube könnt Ihr Euch bei Google erinnern ? Und welche davon waren erfolgreich ? Na also.

    Der Unterschied zum manchem BWLer getriebenen Startup ist halt, das Carmack die Brille laufen sehen will. Auch Elon Musk von Tesla ist evtl. Techniker und will die Sachen laufen und scharenweise produziert sehen. Also baut er mal eben eine Akku-Fabrik statt nach Subventionen zu jammern wie manch andere Branchen und Firmen die es selber nicht gebacken kriegen und nach dem Staat schreien.

    Im Gegensatz zu den besseren Solarzellen und Akkus auf die wir schon über 10 Jahre warten, liefern Festplatten-Hersteller, Handy-Hersteller und hoffentlich die Videobrillen-Hersteller neue Techniken schnell an den Kunden.
    Hoffentlich gibts die Videobrillen also endlich zu kaufen.

    Es gibt drei Sorten Videobrillen und die Presse differenziert die nicht gut genug so das der Leser oft nicht gut zu-ordnen kann:
    - Head Up (Glass Up, Google-Glass), Oft monochrom und gernge Auflösungen. Aber cool weil man Pfeile und Skizzen (z.b. vom Auto oder wo man abbiegen muss) einblenden kann.
    - Flache Bilder wie beim Kino: Zeiss, Sony, ... . Sie Sony-Brille gibts schon ein paar Jahre, hat nur 720p und kostete ca. $700 glaube ich.
    - Gebogene Bilder: Oculus Rift, Durovis Dive wo man wohl ohne! Kopf-Drehung im Action-Shooter mit dem Augenwinkel die Gegner kommen sehen kann. Die wollen vielleicht am ehesten in den Markt oder sind es schon. Wichtig sind wohl der Winkel und Auflösung. Die Display-Hersteller produzieren Handy-Displays so das man diese Techniken nehmen muss bis Videobrillen als eigene Zielgruppe eigene Produktlinien bekommen. Wegen der Handies gibts aber hohe Auflösungen und wegen Retina macht Full-HD auf ich glaube 4" ein Oculus schon kleiner als die ersten Versionen.

    Bei Auto gibts ja auch Diesel, Benzin und natürlich Elektro.

    In 2-3 Jahren gibts vielleicht keine Monitore mehr.
    Interessant sind nur noch die Eingabe-Systeme und Weiter-Entwicklungen
    t3n.de/news/google-glass-deutsche-forscher-535455/
    und Übergänge/Misch-Formen zwischen Flach/Gebogen/Head-Up. Ein Durovis Dive für ich glaube 50 Euro könnte man als 3D-TV-Ersatz bzw. Arbeits-Monitor unterwegs vielleicht auch als Flache Version herausbringen.

    Leider gibts keine vernünftigen Erklärungen und Rechenhilfe über die Sache mit Winkel-Auflösung, Bildschirm-Auflösung und Screen-Größe. Meine Bekannten mit 46"-TVs erkennen bei HD keinen Unterschied auf ihren damals großen TVs. Da wäre eine HTML5-"App" als Rechenhilfe ganz nett. Für große Screens aber auch für Dinge wie Videobrillen oder News-Artikel die mehr tun als Pressemeldungen oder Agenturmeldungen wiederzugeben. Bei Handy-Displays werden ja auch die dpi/ppi (was auch immer) ausgerechnet und mit Apple-Displays verglichen.

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  6. von Seotorsten am 26.03.2014 (12:11 Uhr)

    Man gönnt sich ja sonst nix...

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