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Facebook auf Kollisionskurs mit Googles Websuche

Facebook auf Kollisionskurs mit Googles Websuche

Nachdem jahrelang Fotos und persönliche Informationen von mehr als einer Milliarde Nutzern gesammelt hat, enthüllte das soziale Netzwerk am Dienstag sein Suchwerkzeug , das die Informationen und Profile durchsuchbar macht. Damit dringt das US-Unternehmen weiter in Googles Revier ein.

Facebook auf Kollisionskurs mit Googles Websuche
Bild: West McGowan / Flickr Lizenz: CC BY 2.0

Die beiden Unternehmen wetteifern darum, das wichtigste Internet-Portal zu sein. diente dabei lange als erste Adresse im Web, um Websites und Informationen zu finden, Facebook, um zu tratschen und Fotos mit Freunden zu teilen. Doch die Unterschiede verschwimmen zunehmend. Auf dem Spiel steht eine Menge Geld.

Facebook erklärte am Dienstag, dass es die Nutzer schon bald in die Lage versetzen will, komplexe Anfragen zu den Profilen ihrer Freunde zu stellen. Ein Beispiel: „Sehenswürdigkeiten in Frankreich, die meine Freunde gesehen haben."

Facebooks Graph Search sortiert Suchergebnisse unter anderem nach der Anzahl der Gemeinsamkeiten.

Facebook zielt auf Googles wichtigstes Produkt

Damit greift Facebook Googles Kernkompetenz und mit Abstand lukrativstes Produkt an – die Suche. Facebook will seine Nutzer davon überzeugen, dass sie Google nicht benötigen, um Informationen zu finden.

Google generiert einen Großteil des jährlichen Umsatzes von 40 Milliarden US-Dollar durch den Verkauf von Werbung in der Websuche. In den USA hat Google 2012 nach einer Schätzung von E-Marketer 13 Milliarden Dollar durch die bei Suchanfragen eingeblendete Werbung verdient. Das wären 75 Prozent des gesamten Marktes.

Googles riesiger Informationsindex bleibt unangefochten. Nach Angaben des Unternehmens hat die Suchmaschine 30 Billionen einzigartige Unterseiten auf insgesamt 230 Millionen Websites indiziert. Vergangenes Jahr änderte Google seine Suchmaschine, um es für die Nutzer einfacher zu machen, Informationen über Menschen, Orte und Produkte zu finden, indem Fotos, Fakten und andere „direkte Antworten" auf Suchanfragen über den eigentlichen Suchergebnissen angezeigt werden, statt nur Links auf Webseiten.

Als Beobachter des Aufstiegs von Facebook hat Google den Vorstoß in Richtung Suche vorhergesehen und 2011 seinen eigenes Google+ aufgebaut. Damit verfolgt das Unternehmen das Ziel, Informationen über einzelne Personen wie den Namen, persönliche Interessen und die Freunde der Personen zu erfassen. Später integrierte der Konzern Google+ in die Websuche, sodass Nutzer, die nach einer bestimmten Website, einem örtlichen Restaurant oder einem Produkt suchen, informiert werden, falls ein Kontakt auf Google+ dieses zuvor positiv oder negativ bewertet hat. Ein Google-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Allerdings hat Facebook ein deutlich größeres soziales Netzwerk und einen beträchtlichen Vorsprung, nachdem es seine Nutzer seit Jahren dazu ermutigt, Fotos und alle möglichen persönlichen Informationen auf ihre Profile hochzuladen. Die Daten reichen dabei von einfachen Angaben wie Wohnort, Name des Arbeitgebers und Interessen bis hin zu heikleren Daten wie Alter, Religionszugehörigkeit und Beziehungsstatus.

Ein Großteil dieser Informationen lässt sich dank Facebooks neuer Funktion Graph Search nun nach über einem Jahr Entwicklungszeit durchsuchen. Am Dienstag hatte zunächst nur eine kleine Zahl von Nutzern Zugriff auf diese Funktion. Websuchen, zu denen Facebook keine Daten liefern kann, übernimmt die Suchmaschine Bing von Facebook-Partner Microsoft.

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Eine Antwort
  1. von Ghostwriting am 04.02.2013 (14:26 Uhr)

    Okay, das war es, was ich an Informationen gesucht habe. Danke für den interessanten Beitrag.

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