Niemand könne eine Stadt oder ein Land für sich beanspruchen, heißt es in einer E-Mail, die Inhabern von Facebook-Seiten mit Städte- und Ländernamen in den vergangenen Tagen in die elektronischen Postkästen geflattert sind. Laut Tourismuszukunft.de fordert Facebook die Betreiber darin auf, ihre Namen zu ändern. Für eine Stadt wie München kämen beispielsweise die Optionen München.de, VisitMunich oder München Touristik in Frage.
Facebook Marketing: Viel Arbeit umsonst?
Für alle Betroffenen heißt es jetzt, schnell zu handeln. Drei Wochen haben die Facebook-Seiten-Betreiber Zeit, die Umbenennung zu beantragen. Anderenfalls drohen die Abschaltung und damit der Verlust von Reputation und vor allem Facebook-Fans – gar nicht zu reden von der Zeit und Arbeit, die bisher in das Facebook Marketing gesteckt wurden. Um nur einmal eine Größenordnung zu nennen: Die Facebook-Fanseite der deutschen Hauptstadt verzeichnet aktuell über 1,3 Millionen „Gefällt-mir“-Angaben.
Was das plötzliche Verschwinden der eigenen Fanseite bedeuten kann, musste im Februar die Stadt München erfahren. Obwohl die Betreibergesellschaft von muenchen.de nach eigenen Angaben „viel Werbung auf Facebook geschaltet“ hat, drehte Facebook der München-Fanseite das Licht ab. Verschwunden waren damit auch auf einen Schlag die 400.000 Facebook-Fans. Mittlerweile hat sich die Seite als „Stadtportal München“ aber wieder berappelt und verzeichnet aktuell 334.851 „Gefällt-mir“-Angaben. Selbstverständlich ist das nicht. Schließlich scheint das rasante Wachstum von Fanpages bei Facebook in den letzten Wochen ins Stocken geraten zu sein.
Weiterführende Artikel zum Thema Facebook Marketing:
Facebook macht Ernst! Städtenamen Ade! - Tourismuszukunft.de
Facebook: Soziales Netzwerk schaltet die Stadt München ab - Netzwelt
Facebook Marketing: Gehen den Pages wirklich die neuen Fans aus? - t3n-News









von nachtgold 24.05.2012 (10:07Uhr) 1.
Haha, selbst schuld wenn man in geschlossene System investiert. Es würde mich interessieren, ob die "Kunden" in Zukunft das als Risikofaktor aufnehmen oder es die Agenturen schaffen, das zu ignorieren.
von Tobias Schorr via facebook 24.05.2012 (11:50Uhr) 2.
Da gibt es nur Eines: Keinen Euro mehr in bezahlter Werbung auf Facebook. Facebook spielt mit dem Feuer. Wehe eine Alternative wie Google ++ versteht den frust und stellt sich positiv drauf ein. Schon manches Portal ist wegen seiner selbstherrlichen Betreiber gefloppt.
von Preston Faide via facebook 24.05.2012 (11:53Uhr) 3.
gefällt das nicht.
von Chris Hamann via facebook 24.05.2012 (11:56Uhr) 4.
(siehe Domainrecht) Ist doch sehr human, dass Facebook informiert, bevor mehrere tausend Euro teure Abmahnungen ins Haus flattern...
von Andreas Winterer via facebook 24.05.2012 (12:23Uhr) 5.
Facebook könnte ja mal selbst damit beginnen, seine Finger von all den Namen zu lassen, die es sich via Wikipedia-Einverleibung selbst angelegt hat.
von Uwe Arndt - arndtberatung via facebook 24.05.2012 (12:29Uhr) 6.
Wer sich selbst zum "Stadt-Oberhaupt" ernennt muß auch damit leben, daß seine Mauern gestürmt werden.Ein offenes Netz ist eben doch nicht ganz offen :-)
von clouderspeaking 24.05.2012 (12:57Uhr) 7.
@Chris Hamann, hast du verstanden um was es geht? wie könnte Facebook die Stadt München abmahnen, wenn die Stadt München ihre Page auf Facebook pflegt? Darf die Stadt München das etwa nicht? Im Gegenteil, sollte Facebook in Zukunft planen eigene Seiten unter dem Namen München bereit zu stellen, hätte die Stadt München sehr wohl die Chance hier Facebook erfolgreich abzumahnen.
von Sid 24.05.2012 (14:08Uhr) 8.
Dafür gebe ich ein gepflegtes +1!
von Eberhard Schneider 24.05.2012 (17:22Uhr) 9.
"Darf die Stadt München das etwa nicht?"
Ruhig Blut. Ich vermute, die Empörung geht auf ein schlichtes Missverständnis zurück, dass von den Meldungen kommerzieller Portalanbieter verursacht worden ist.
Natürlich dürfte die Stadt München eine Facebook-Seite München verwalten. Aber tut sie das? Selbst muenchen.de wird von einer kommerziellen Betreibergesellschaft herausgegeben. berlin.de genauso. Wenn facebook also sagt: "Freunde, Ihr seid nicht die Stadtverwaltung München und Ihr seid nicht die Stadtverwaltung Berlin und habt also kein Recht auf den Namen", haben sie völlig Recht und man kann sie nur ermutigen, so weiterzumachen.
von Links der Woche: Pinterest auf dem Weg z… 25.05.2012 (09:02Uhr) 10.
[...] Facebook Marketing: Aus für Städte- und Ländernamen Via: T3N [...]
von Facebook setzt deutschen Städte-Seiten… 25.05.2012 (15:01Uhr) 11.
[...] Kunden betroffen waren. Die Diskussion des Themas erfolgt inzwischen aber natürlich schon auf einigen [...]
von Facebook holt sich Städtenamen | Orte i… 25.05.2012 (16:27Uhr) 12.
[...] Energie und Kraft gekostet. Die letztlich unter Umständen umsonst gewesen sein könnten. Denn wie ich jetzt lese, fordert Facebook derzeit die Betreiber von Fanseiten mit Städte- und Ländernamen auf, sich einen [...]
von Facebook killt Städtenamen – auch… 29.05.2012 (12:09Uhr) 13.
[...] das Online-Magazin t3n unter Berufung auf das Portal tourismuszukunft.de berichtet, haben einige Betreiber von Städte- [...]
von Neues Hotel mit privatem Sandstrand –… 05.06.2012 (22:23Uhr) 14.
[...] das etwa nicht? Im Gegenteil, sollte Facebook in Zukunft planen eigene Seiten … Read more on t3n Magazin Ähnliche Beiträge:Teststrecke für Alltags-SchumisWie das Wasser weicher wirdExit – Das [...]
von Update: Facebook und die Städtenamen … 04.09.2012 (18:00Uhr) 15.
[...] vier Wochen berichtete das Online-Magazin t3n über die neuen Seiten-Richtlinien von Facebook, die Betreibern von Facebook-Seiten mit Städte- [...]
von Facebook Pages mit Namen von Städten un… 05.11.2012 (13:43Uhr) 16.
[...] Facebook Marketing: Aus für Städte- und Ländernamen. (Artikel bei t3n) [...]