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Facebook will Mitspracherecht bei Änderungen beschneiden

Facebook will das aktuell geltende Mitspracherecht der User bei Änderungen in den Regeln des sozialen Netzwerks beschneiden. Stattdessen sollen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, direkt Kontakt zur Datenschutz-Verantwortlichen aufzunehmen. Ein entsprechender Vorschlag wurde gestern, Mittwoch, auf der Facebook Site Governance Seite lanciert. Nun haben die User noch bis 28. November Zeit, durch das Hinterlassen von 7.000 Kommentaren eine entsprechende Facebook-Abstimmung ins Rollen zu bringen.

Facebook will Mitspracherecht bei Änderungen beschneiden

Facebook-Abstimmung: 30 Prozent zu große Hürde

Die im Jahr 2009 eingeführten Abstimmungsregeln waren aufgrund des rasanten Wachstums von in den vergangenen Jahren auf den Prüfstand gestellt worden. Während die erste Hürde, innerhalb von einer Woche 7.000 Kommentare zusammenzubekommen, bei einer Milliarde Usern kein Problem mehr darstellt, sind die für Zustimmung/Ablehnung nötigen 300 Millionen User-Stimmen (30 Prozent) nur noch schwer zu erreichen. Eine Rolle für die vorgeschlagene Änderung des Mitspracherechts dürften auch die Erfahrungen der letzten Facebook-Abstimmung im Sommer dieses Jahres gespielt haben, wie TechCrunch berichtet. Damals hatte Facebook bereits angekündigt, die Regeln zu überdenken.

Facebook-Abstimmung: Weniger Rechte für User? (Foto: kristin_a (Meringue Bake Shop) / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Während bei dieser Facebook-Abstimmung über Datenschutzregeln – gestützt durch die „Our Policy“-Kampagne des österreichischen Jura-Studenten Max Schrems – fast 50.000 Kommentare zusammenkamen, gaben letztlich nur 380.000 User (0,038 Prozent) ihre Stimme ab. Statt der aktuell starren Regeln für die Beteiligung der User an Regeländerungen bei Facebook sollen nun neue Features geben. So sollen Facebook-User ihre Fragen zu Datenschutz und Privatsphäre künftig direkt an die Datenschutzbeauftragte Erin Egan stellen können. Außerdem wird Egan zu diesen Themen künftig regelmäßig Webcasts abhalten.

Neben den vorgeschlagenen Änderungen am Abstimmungsprozess über Regeländerungen will Facebook auch über weitere Änderungen abstimmen lassen – unter anderem in Sachen Datenschutz-Einstellungen. So soll die Einstellung „Wer kann dir Facebook-Nachrichten senden?“ durch neue Filter zum Verwalten eingehender Nachrichten ersetzt werden. Darüber hinaus will Facebook künftig die Daten der User mit Subunternehmen wie Instagram teilen können.

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14 Antworten
  1. von Melanie Schellack via facebook am 22.11.2012 (14:09Uhr)

    Ich habe gar keine Lust mich damit zu beschäftigen. Das müsste eigentlich die Regierung machen und Facebook vorgeben was es machen darf und was nicht. Die letzte Abstimmung hat auch niemanden interessiert.

  2. von Sebastian Völker via facebook am 22.11.2012 (14:09Uhr)

    Selbst wenn sie es nicht machen würden, könnte keiner mitreden da es unauffindbar ist :D

  3. von Rob de Bert via facebook am 22.11.2012 (14:11Uhr)

    Wer Probleme mit Facebook hat sollte es vielleicht einfach nicht benutzen? ;-)
    Aber eine bessere Möglichkeit mit den Supportern oder Entwicklern in Kontakt zu treten wäre natürlich immer gut. Und wäre mir auch viel lieber als irgendwelche Abstimmungsaktionen.

  4. von Maike Ringen via facebook am 22.11.2012 (15:12Uhr)

    Ist das jetzt gut oder schlecht...?

  5. von David Redelberger via facebook am 22.11.2012 (15:35Uhr)

    das traurige ist, dass einen das bei Facebook nicht mehr überrascht... obwohl eigentlich eine Diskussion und Beteiligung beim Thema Datenschutz bei Facebook bitter notwendig wäre - Facebook ist schließlich Lebensrealität in stärkerer oder schwächerer Form bei über einer Milliarde Menschen

  6. von Gary Roost via facebook am 22.11.2012 (16:18Uhr)

    war vorher auch nur nordkoreanisches demokratieverständis. Von daher. Besser wäre es wenn die User mal Datenschutz lernen würden.

  7. von Ronny Behr via facebook am 22.11.2012 (16:22Uhr)

    Was für ne Demokratie? Facebook ist ein Unternehmen und kein Staat. So einen Schrottpost bin ich gar nicht von T3N gewöhnt. Gleich mal kündigen...

  8. von Dennis Stelloh via facebook am 22.11.2012 (18:17Uhr)

    Auch ein Unternehmen kann, zumindest in Teilen, demokratisch geführt werden. Ganz besonders, wenn es die Nutzer sind, die erst mit ihren Einträgen dazu beitragen, dass das Unternehmen Geld verdienen kann.
    Es wird nicht mehr lange dauern, bis Facebook sich selbst von der Spielfläche geschmissen hat.

  9. von Dominik Bch via facebook am 22.11.2012 (19:03Uhr)

    Kommt zu Google+,
    hier ist es warm und kuschlig,
    es gibt keine assozialen Posts,
    keine Like-geilheit.Hier ist es so schön.

  10. von Facebook ändert Mitbestimmungsrichtlini… am 23.11.2012 (10:09Uhr)

    [...] Datenschutzregeln-Abstimmung hat nur 0.038 % Beteiligung [...]

  11. von Update - Facebook-News zu Mitsprache, Re… am 23.11.2012 (15:20Uhr)

    [...] “Facebook will Mitspracherecht bei Änderungen beschneiden” – t3n [...]

  12. von Konkurrenz für Adsense: Facebook plant… am 27.11.2012 (15:09Uhr)

    [...] Die Aktionäre dürften über die neue Möglichkeit, Umsätze zu erzielen, jedenfalls begeistert sein. Anders sieht es auf Seiten der Datenschützer aus. Zuletzt gab es erneut viele Anfragen als Facebook bekannt gab, das aktuell geltende Mitspracherecht seiner User massiv zu verringern. [...]

  13. von Facebook Nutzungsregeln: Jetzt abstimmen… am 29.11.2012 (10:09Uhr)

    [...] dieses Verfahren so nicht länger haltbar ist, hat nun auch Facebook eingeräumt und Änderungen angekündigt. Für die Nutzer bedeutet das allerdings nichts Gutes, denn künftig soll das eingeräumte [...]

  14. von Facebook Abstimmung: Bis 10.12. über Da… am 04.12.2012 (12:09Uhr)

    [...] Facebook will Mitspracherecht bei Änderungen beschneiden - t3n News [...]

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