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Facebook Mood Manipulator: Chrome-Plugin lässt dich deine Stimmung selbst beeinflussen

Facebook Mood Manipulator. (Screenshot: Lauren McCarthy)

Warum sollte Mark Zuckerberg entscheiden wie du dich fühlst? Das Browser-Plugin „Facebook Mood Manipulator“ gibt dir die Möglichkeit selbst zu entscheiden, ob du positive oder negative Inhalte angezeigt bekommst.

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Das Facebook-Experiment zeigt: Zuckerbergs Unternehmen ist bereit, Nutzer zu manipulieren. (Foto: Flickr/Intel Free Press, CC BY 2.0)

Facebooks Newsfeed-Experiment hat für Furore gesorgt in den vergangenen Wochen. Das Soziale Netzwerk hat die Darstellung der Inhalte im Nachrichtenstrom einiger Nutzer manipuliert, um herauszufinden, ob sich negative oder positive Facebook-Postings auf deren Stimmung auswirken. Das Experiment schien erst einmal geglückt, das Ergebnis war eindeutig: Ja, die Stimmung verändert sich minimal – je nachdem, welche Inhalte einem vorgesetzt werden.

Weniger glücklich war allerdings die Tatsache, dass das Experiment von Kritikern nachträglich als unethisch bezeichnet wurde und ein heftiges Image-Desaster auf Facebook zurollte. Das lag daran, dass der Test nur intern genehmigt und Nutzer nicht aktiv benachrichtigt wurden. Zudem hätte das Experiment ein externes Aufsichtsorgan benötigt – Versuche am Menschen sind kein Kavaliersdelikt. Unser Redaktionsleiter Florian Blaschke hat das Experiment in seiner Doppelklick-Kolumne genauer betrachtet. Wir empfehlen: „Das Facebook-Experiment – Wenn der Klempner Scheiße baut“.

Facebook Mood Manipulator – Plugin soll Zuckerberg zurückpfeifen

Auch die Entwicklerin Lauren McCarthy war nicht besonders angetan von der Schlagzeile und fragt ganz offensiv: „Warum sollte Mark Zuckerberg entscheiden wie du dich fühlst?“ McCarthy sieht das nicht ein und hat aus diesem Grund eine Browser-Erweiterung erstellt, die dem Nutzer die Kontrolle zurückgeben soll – den „Facebook Mood Manipulator“.

Facebook Mood Manipulator – Plugin soll Zuckerberg zurückpfeifen. (Screenshot: Lauren McCarthy)
Facebook Mood Manipulator – Plugin soll Zuckerberg zurückpfeifen. (Screenshot: Facebook-Lauren McCarthy)

Wie sich auf der Projektseite nachlesen lässt, beruht das Plugin auf dem gleichen linguistischen Analyse-System und hält sich strikt an die Vorgaben aus der Studie. Nutzer können mithilfe von vier Reglern entscheiden, welche Gefühle beflügelt werden sollen: Positive, Emotional, Aggressive und Open – alle vier Gefühle können mit „less“ oder „more“ entsprechend kalibriert werden. Bei einem t3n-Kurztest hat sich dahingehend auch tatsächlich etwas getan im Newsfeed. Nachdem der Regler auf mehr positive und emotionale Inhalte gestellt wurde, haben sich lauter kleine Virals nach oben geschoben. Es wäre interessant zu wissen, wie das bei euch Lesern geklappt hat – lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Etwas unschön hat sich der „Facebook Mood Manipulator“ in das Facebook-Design eingebettet. Einige Webseiten-Elemente waren im Test verschoben. Auch sind die Regulatoren nicht immer sichtbar gewesen. Dahingehend darf gerne noch optimiert werden.

via de.engadget.com

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3 Reaktionen
Markus

Ich finde, dass dieser "Skandal" ein bisschen zu hoch aufgehängt ist. Facebook kuratiert die Inhalte des Newsfeed doch schon lange - bisher zwar eher nach der Frage der Relevanz, aber eben kuratiert.
Wenn sich das Unternehmen, dass den privaten Nutzern seine Dienste kostenlos anbietet, dann entscheidet, die Ausgestaltung des Dienstes für einen Teil der Nutzerschaft zu verändern, weiß ich nicht, wo das Problem sein soll: Worauf begründet sich der Anspruch der Nutzer, dass Facebook bestimmte Algorithmen zur Anzeige und Sortierung verwenden darf und andere nicht?
Viele Grüße

christof_versacommerce.de
christof_versacommerce.de

Jawoll! Wenn hier einer manipuliert, dann ich :) ...
- christof, http://versacommerce.de

WordPlus.de

Geniale Idee! Auch wenn ich persönlich Facebook nicht nutze :D

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