t3n News Software

„Facebookgeddon“? Facebook setzt Publisher mit neuem News Feed-Algorithmus unter Druck

„Facebookgeddon“? Facebook setzt Publisher mit neuem News Feed-Algorithmus unter Druck

Freunde vor Pages: Einmal mehr ändert das Herzstück seines Portals. Diesmal zahlen die Seitenbetreiber drauf, sie verlieren ihre Priorität.

„Facebookgeddon“? Facebook setzt Publisher mit neuem News Feed-Algorithmus unter Druck
Versteckte Facebook-Funktionen. nevodka / Shutterstock.com

Facebook bevorzugt Freunde im News Feed

Was bei Google das „Mobilegeddon“ ist, könnte sich für Publisher zum „Facebookgeddon“ entwickeln. Facebook hat den Algorithmus seines News Feeds angepasst und die drei großen Änderungen am Dienstag bekannt gegeben. Die wichtigste: Beiträge von Freunden werden im Nachrichtenfeed der Nutzer neuerdings höher gereiht als die Inhalte von offiziellen Seiten.

Das Unternehmen will mit dem Update mehr Gleichgewicht auf der Startseite seiner User schaffen.Weil Facebook eingesehen hat, dass die Menschen gerne wissen, was im Leben ihrer Freunde abgeht, werden deren Status-Updates jetzt stärker priorisiert. Damit der News Feed nie ein Ende hat, zeigt das Portal mit der Aktualisierung künftig auch Inhalte von der gleichen Quelle mehrmals an. Das betrifft in erster Linie Nutzer, die nicht sehr viele Freunde und Pages abonniert haben.

Versteckte Facebook-Funktionen. nevodka / Shutterstock.com
Status-Updates von Freunden reiht Facebook künftig nach vor. nevodka / Shutterstock.com

Publisher könnten Reichweite verlieren

Mit der dritten großen Änderung reiht das Social Network Benachrichtigungen über Posts, die ein Freund kommentiert oder geliked hat, ab oder zeigt sie erst gar nicht an. Diese Informationen seien für die meisten User unwichtig, haben die Betreiber herausgefunden.

Der neue News Feed-Algorithmus wirkt zwar nutzerfreundlicher, setzt aber Publisher und Betreiber von Facebook Pages stark unter Druck. Das Unternehmen warnt sogar offen davor, dass der Referral-Traffic möglicherweise sinken könnte, da Links zu externen Artikeln weniger aufscheinen werden. Seitenbetreiber sollen weiterhin relevanten und bedeutsamen Content für ihre Nutzer posten, lautet die offizielle Empfehlung. Mit der Änderung impliziert das Portal aber vor allem, dass Publisher künftig mehr Geld in die Hand nehmen sollen, um ihre Reichweite nicht zu verlieren.

Die große Änderung des News Feeds könnte auch mit dem Gerücht zu tun haben, dass Medien ihre Inhalte in Zukunft direkt auf Facebook veröffentlichen sollen.

via newsroom.fb.com

Newsletter

Bleibe immer up-to-date. Sichere dir deinen Wissensvorsprung!

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
Eine Antwort
  1. von Herr Pörner am 22.04.2015 (09:15 Uhr)

    Das "alte" Facebook mit seinem Newsfeed ist immer mehr zu einer Informationskloake verkommen, die glücklicherweise für eine steigende Nutzerzahl an Bedeutung verliert, während das "neue" Facebook (also Messenger & Co.) gerade unter jungen Leuten an Bedeutung gewinnt. Viele junge Menschen kennen die FB-Homepage oder die FB-App nicht mal mehr richtig. Deshalb hat FB den Messenger zu einer separaten Anwendung gemacht und WhatsApp gekauft.

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Facebook
Warum Facebook langfristig zur wichtigsten digitalen Werbeplattform wird
Warum Facebook langfristig zur wichtigsten digitalen Werbeplattform wird

Ist Facebook schon wieder out? Stehen der Plattform Massenabwanderungen von Nutzern bevor – und damit ein Verlust an Relevanz fürs Marketing? Immer wieder werden solche Prognosen in der Branche … » weiterlesen

8 versteckte Facebook-Funktionen, die Seitenbetreiber kennen sollten
8 versteckte Facebook-Funktionen, die Seitenbetreiber kennen sollten

Versteckte Facebook-Funktionen? Ja, davon gibt es einige und zwar nicht nur für Nutzer, sondern auch für Seitenbetreiber. Wir haben sieben Beispiele gesammelt, die euch den Berufsalltag erleichtern.  » weiterlesen

Zalando macht auf Facebook: Mode per Messenger
Zalando macht auf Facebook: Mode per Messenger

Zalando springt auf den Messenger-Zug auf und testet den Zalon-Messenger. Dort sollen Kunden persönliche Beratung von Stylisten beim Kauf von Bekleidung erhalten – auch mit Bots wird experimentiert. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?