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Seitenbetreiber: Das müsst ihr über Facebooks Nutzungsbedingungen wissen

Seitenbetreiber: Das müsst ihr über Facebooks Nutzungsbedingungen wissen

Die beiden Rechtsanwälte Dr. Carsten Ulbricht und Jenny Hubertus haben sich mit den Nutzungsbedingungen von befasst und ein umfassendes Whitepaper vorgestellt. Worauf Seitenbetreiber bei der Nutzung des sozialen Netzwerks achten müssen, verraten wir euch in unserem Artikel.

Seitenbetreiber: Das müsst ihr über Facebooks Nutzungsbedingungen wissen

Facebook-Nutzungsbedingungen. (Foto: Marcin Wichary / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Facebook: Nutzungsbedingungen sind als AGB zu werten

Wer sich auf Facebook bewegt, der hat sich an die Nutzungsbedingungen des sozialen Netzwerkes zu halten. Immerhin hat der Anbieter das virtuelle Hausrecht und kann daher die Regeln aufstellen, nach denen sich Seitenbetreiber und private Nutzer verhalten müssen. Die Nutzungsbedingungen sind nach geltendem deutschen Recht als allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) auszulegen und müssen sich demnach auch nach dem deutschen AGB-Recht richten.

Wie das bei solchen Texten allerdings so ist, sind die Nutzungsbedingungen nicht wirklich eine leichte Lektüre und werden daher von den meisten Nutzern kaum in Gänze gelesen. Daher ist es erfreulich, dass der Jurist Dr. Carsten Ulbricht auf seinem Blog Recht 2.0 gemeinsam mit seiner Kollegin Jenny Hubertus ein umfangreiches Whitepaper zum Thema Facebook-Nutzungsbedingungen veröffentlicht hat. Auf 26 Seiten finden sich dort in verständlicher Sprache alle wichtigen Details zu den von Facebook aufgestellten Verhaltensregeln. Ergänzt werden sie durch einige praktische Tipps.

Mark Zuckerberg stellte auf der f8-Entwicklerkonferenz die neuen Login-Features vor. (Foto: Moritz Stückler)
Facebook: Mark Zuckerberg und sein Team bestimmen die Regeln auf dem Netzwerk. (Foto: Moritz Stückler)

Facebook-Nutzungsbedingungen: Was Seitenbetreiber beachten müssen

Wie die Autoren des Whitepapers anführen, gilt für Facebook-Nutzer die strikte Trennung zwischen einem persönlichen Account und einer kommerziellen Facebook-Seite. Titelbilder dürfen generell zu nicht mehr als 20 Prozent aus Text bestehen. Hinweise auf Facebook-Funktionen wie „Like“ oder „Share“ sind im Seiten-Header verboten – tatsächlich dürfen Titelbilder überhaupt keine Handlungsaufrufe wie „Jetzt kaufen“ oder etwas Ähnliches enthalten. Werden Bilder oder auch Links mit einem Vorschaubild geteilt, erteilt ihr Facebook eine Nutzungslizenz. Daher ist vorher zu klären, ob ihr für diese Bilder überhaupt die Genehmigung zur Unterlizenzierung vom Urheber habt. Viele Bidportale schließen das in ihren AGBs aus.

Auch bei der Anzeigenschaltung auf Facebook räumt ihr dem sozialen Netzwerk das Recht ein, eure Inhalte zu Marketing- oder Werbezwecken zu verwenden. Auch in diesem Fall sollte also vorher geprüft werden, ob ihr die Rechte überhaupt abtreten könnt. Übrigens ist auch der Einsatz gekaufter Kommentare höchst problematisch – nicht nur für die eigene Reputation, sondern auch aus rechtlichen Gründen. Sie könnten im Zweifelsfall sogar zu Schadensersatzansprüchen führen.

Daten aus der Facebook-App müssen nach der Nutzung gelöscht werden

Weil der europäische Firmensitz von Facebook in Irland liegt, muss sich das Unternehmen auch nur an die irischen Datenschutzbestimmungen halten. Deutsche Firmen, die auf Facebook aktiv sind, müssen sich allerdings an den hiesigen Datenschutzregelungen orientieren. Das ist vor allem in Bezug auf Facebook-Gewinnspiele oder Apps wichtig. Auf diesen Weg ermittelte Daten dürfen weder weitergegeben noch verkauft werden. Auch müssen die über eine Facebook-App gewonnenen Daten nach der Nutzung gelöscht werden, sofern keine Einwilligung des Nutzers zum Speichern der Informationen vorliegt. Außerdem muss der Nutzer eine Möglichkeit erhalten, eine solche Einwilligung zu widerrufen, woraufhin auch die gesammelten Daten gelöscht werden müssen.

Das vollständige Whitepaper zu den Facebook-Nutzungsbedingungen könnt ihr euch im PDF-Format kostenlos herunterladen.

via www.thomashutter.com

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Eine Antwort
  1. von HectorPablo am 30.01.2015 (14:58 Uhr)

    Wow...Wenn man das als Seitenbetreiber nicht weiss kann man ganz schön in die Schei...e kommen. Danke an t3n das ihr das mitgeteilt habt. Ihr seid und bleibt number 1 für uns ;-). Facebook sollte sich echt mal wieder Gedanken machen über das grundprinzip von Facebook...LG Hector

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