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Gruselig: Facebook weiß, wenn du offline einkaufst und sagt es weiter

    Gruselig: Facebook weiß, wenn du offline einkaufst und sagt es weiter

(Bild: ©iStockphoto.com/ymgerman)

Für Marketer ist es das Paradies: Facebook will Werbekunden künftig Feedback geben, ob Nutzer nach einer Kampagne offline einkaufen gehen. Für auf Privatsphäre bedachte Nutzer ist das wohl ein Albtraum, aber es gibt einen Ausweg.

Facebook will Online- und Offline-Werbewelt verknüpfen

Facebook weiß schon viel über seine Nutzer, die Daten dienen nicht zuletzt dazu, den Werbekunden möglichst genaue Zielgruppen für ihre Anzeigen zu bieten. Neue Features des Social-Network-Riesen sollen es Marketern künftig ermöglichen, herauszufinden, ob und wie viele Nutzer nach dem Schalten einer Anzeige tatsächlich in dem beworbenen Geschäft einkaufen gehen. Ein Tool soll den Nutzern dabei den Weg weisen.

Facebook-Marketer können bald auch Offline-Shopping-Verhalten analysieren. (Foto: Bloomua / Shutterstock.com)
Facebook-Marketer können bald auch Offline-Shopping-Verhalten analysieren. (Foto: Bloomua / Shutterstock.com)

Über ein Update erlaubt es Facebook Werbetreibenden – vorerst offenbar in den USA – eine interaktive Karte in die Carousel-Ads zu integrieren, über die Nutzer in das entsprechende Geschäft navigiert werden können. Über die Standortdaten kann Facebook dann erkennen, welche und wie viele Nutzer dem Werbeaufruf gefolgt und in den Laden gegangen sind. Diese Daten werden dann an die Marketer weitergegeben, die dadurch die Möglichkeit erhalten, ihre Werbung zu optimieren.

Aber das Facebook-Feature geht noch einen Schritt weiter: Denn über eine neue Facebook-API („Offline Conversions“), die mit Bezahlsystemen von IBM oder Square arbeitet, können die Nutzerdaten und die Anzeigeninformationen verknüpft werden. Facebook ist übrigens nicht das einzige Unternehmen, das versucht, Daten zum Offline-Shopping-Verhalten zu ergattern. Google analysiert das für seine lokale Suche schon seit mindestens 18 Monaten, wie Recode berichtet.

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Google und Facebook im Gleichschritt zu Offline-Daten

Wie Facebook ist auch Google bemüht darum, Werbekunden die Wirkung von Ads zu beweisen. Ob die neuen Facebook-Werbeanzeigen wirklich so akkurat funktionieren, wie der Konzern sich das vorstellt, steht nicht fest. Im Sommer 2015 hat Facebook jedenfalls schon kostenlose Beacons an Händler verteilt, mit denen sich das Einkaufsverhalten von Smartphone-Nutzern messen lassen kann. Der neue Werbeservice soll in den kommenden Monaten gestartet werden. Erste Ergebnisse von Testern sollen schon gute Ergebnisse gebracht haben.

Bisher gibt es für auf ihre Privatsphäre bedachte Nutzer einen Ausweg: Da Facebook auf die Standortdaten (Geolocation) angewiesen ist, die das Smartphone des Nutzers über die App an den Konzern weitergibt, hilft das Abschalten dieses Features.

via www.adweek.com

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4 Reaktionen
Peter
Peter

Ich kann es das rumgeheule nicht mehr hören. Willst du privatsphäre... das logg dich aus und schließ dich ein. Meine Fresse, wen juckt es ob Facebook weiß was ich kaufe, wo ich kaufe, wie ich kaufe.

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Henriette
Henriette

Ach Peterchen, wie wäre es mal mit "FB ausschalten" und "Gehirn einschalten"? Oder antworte ich hier grade einem 12 jährigen?
Schlaf schön weiter ...

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Dirk Spannaus
Dirk Spannaus

Ich betrachte es mal aus Sicht kleiner Unternehmen: Wenn dadurch besser klar wird, welche Kampagne aus dem ohnehin knappen Werbebudget effektiver als eine andere war, ist das ziemlich hilfreich. Werbung für offline Unternehmen ist bislang häufig sehr intransparent.

Es sind zwei Stufen, die beschrieben werden:
1.) ist in meinen Laden gekommen,
2.) hat gekauft.

Allein schon der erste Schritt ist extrem hilfreich. Der zweite Schritt wird zumindest in unserer Region noch etwas dauern: Kassenssysteme von IBM und Square sind zumindest im Bereich kleiner Unternehmen eher noch selten im Einsatz.

Lt. TechCrunch werden die Daten aggregiert und anonymisiert. Wenn dem so ist, ist an dem Thema wahrscheinlich in Sachen Datenschutz nichts auszusetzen.

Zusätzlich können Nutzer die Lokalisierung auch ausschalten, wenn Sie darüber besorgt sind. Facebook kann die Zahlen dann auch wieder extrapolieren, da sie wissen, wie viel Prozent der Clients die Lokalisierung aktiv haben. Wen das Kassenthema ernsthaft sorgt, zahlt eben bar.

Insofern versteh ich die Aufregung nicht so ganz ;)

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Markus Plaum
Markus Plaum

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