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Was passiert, wenn man sein Facebook-Passwort veröffentlicht? Joe Veix hat es ausprobiert

Was passiert, wenn man sein Facebook-Passwort veröffentlicht? Joe Veix hat es ausprobiert

Der Autor und Künstler Joe Veix hat bei die Zugangsdaten für einen frisch erstellten Facebook-Account veröffentlicht. Über 100 Menschen aus der ganzen Welt haben den Account daraufhin übernommen. Ein Spektakel.

Was passiert, wenn man sein Facebook-Passwort veröffentlicht? Joe Veix hat es ausprobiert

Der Startschuss (Screenshot: Twitter)

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Die multiplen Persönlichkeiten des Maximilien Manning (Screenshots: thenextweb.com)

Ein Facebook-Profil für alle, die wollen: Kann das gut gehen?

Während schon Profile sperrt, die nicht unter echtem Namen laufen, hat Joe Veix – Autor und Künstler – einfach mal ein Profil erschaffen, das nicht mal einen richtigen Besitzer hat. Über Twitter hat er die Zugangsdaten für einen frischen Facebook-Account veröffentlicht und dazu aufgefordert, es nach Belieben zu nutzen. Das ließen sich seine Follower natürlich nicht zweimal sagen. Veix hatte einen Borg geschaffen.

Bevor Facebook das Profil mit den sich immer neu entfaltenden Persönlichkeiten entdeckt hat, hat The-Next-Web-Autor Mic Wright es genüsslich beobachtet. Die meiste Zeit lief das Profil unter dem Namen „Maximilien Manning“, aber auch der gute alte „John Smith“ wurde bemüht. Da es bei Facebook möglich ist, von verschiedenen Logins aus die Chatfunktion zu nutzen, konnten alle Nutzer des Profils sich auch schreiben oder die Nachrichten der Anderen mitlesen.

Viele Köche verderben den Brei

Würde man von einer einzelnen Person sprechen, könnte man sagen, dass Maximilien in kurzer Zeit einen turbulenten Lebenswandel durchgemacht hat. Joe Veix wurde als sein Vater hinzugefügt, er schloss neue Freundschaften, nur um sie gleich wieder zu lösen und zog in wenigen Tagen von Ouagadougou nach New Mexico nach Brooklyn nach Bali nach Boca Raton und schließlich nach Lincoln, Nebraska. Beruflich machte er Stationen von Dave & Busters über Uber bis hin zu Taco Bell. Dort „angestellt“, antwortete er dann auch auf der Taco-Bell-Facebook-Seite auf Kundenanfragen.

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Max ist bei Facebook unter die Taco-Bell-Kundenberater gegangen. (Screenshot: thenextweb.com)

135 Menschen aus Frankreich, Schweden, Kolumbien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und New Jersey verschmolzen in dem Account zu einer multiplen Persönlichkeit. Und weil es so schön war, hat Veix das Experiment auf Instagram und Twitter ausgeweitet. Bei Instagram ist allerdings nicht viel passiert. Der Twitteraccount hingegen entwickelte sich – jedoch in eine falsche Richtung. Es wurden bizarre Fotos getwittert und als jemand über den Account eine Jugendliche beleidigte, konnte Veix den Account gar nicht so schnell selbst löschen, wie Twitter ihn wegen „verdächtiger Tätigkeiten“ gesperrt hat.

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Eine Momentaufnahme des digitalen Lebens des Maximilien Manning. (Screenshot: thenextweb.com)

Mic Wright hat mit Joe Veix vereinbart, dass er den Artikel nicht zu früh auf thenextweb.com veröffentlichen würde, denn spätestens dann würde Facebook dem Fake-Profil auf die Schliche kommen und sein Experiment beenden. Heute sagt Veix, sein Versuch zeige, wie unlogisch die Klarnamen-Politik von Facebook sei. Eine „seltsame Borderline-Schöpfung“ wie seine lasse Facebook durchgehen, aber normale Nutzer sperre das Netzwerk, nur weil sie sich mit Fake-Namen anmelden.

Immerhin hat Facebook die Logik in diesem einen Punkt wieder hergestellt. Das Profil ist inzwischen gelöscht.

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2 Antworten
  1. von E. am 14.07.2015 (22:54 Uhr)

    Das Menschen mit Fake-Namen gelöscht werden, (wenn sie nicht mit einem Ausweiß nachweisen, dass sie wirklich so heißen) ist ein Unding bei Facebook und verstößt gegen deutsches Recht. Aber die können machen was sie wollen auf ihrer Insel. Hoffe nur es gibt bald eine Alternative zu dieser blauen Datensammelkrake.

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  2. von P. L. am 16.07.2015 (13:02 Uhr)

    Deine Rechtschreibung ist auch ein Unding.

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