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Facebook Places: Facebook stellte eigenen Location-Based-Service offiziell vor

Facebook Places: Facebook stellte eigenen Location-Based-Service offiziell vor

Lange hatte es Gerüchte gegeben, nun ist es offiziell: hat in der letzten Nacht per Live-Stream seinen Location-Based-Service Places vorgestellt, der noch im Laufe des heutigen Tages in den USA an den Start gehen soll. Facebook-User sollen mit Places ihren Freunden mitteilen können, wo sie sich gerade aufhalten und können dann ebenfalls sehen, wer von den Freunden sich gerade in der Nähe aufhält. Das Ziel dabei: Facebook soll zur mobilen Check-in-Zentrale werden.

Facebook Places: Facebook stellte eigenen Location-Based-Service offiziell vor

Damit dieses Ziel möglichst schnell erreicht werden kann, setzt Facebook nicht nur auf das eigene Places, sondern bietet den Konkurrenten wie Foursquare oder Gowalla eine API an, mit der deren Check-Ins in den Facebook-Dienst integriert werden können. Statt also die Konkurrenz aktiv zu verdrängen, will Mark Zuckerberg lieber mit ihnen zusammen arbeiten. Ob sich das am Ende auch für die anderen Location Based Services auszahlt, wird sich zeigen. Die anfänglich noch geschlossene API soll erstmal die Check-Ins ausgewählter Dienste in Places sichtbar machen. Ob es auch umgekehrt läuft – also ob beispielsweise die Check-Ins von Places auch bei Foursquare zu sehen sein werden – ist noch unklar.

Places wird in Deutschland „Orte“ heißen.

Wie funktioniert Places?

Einen sehr schönen und ausführlichen Bericht über Places hat Martin Weigert bei netzwertig.com geschrieben. Hier die wichtigsten Fakten:

Technisch wird sich Places, das in Deutschland „Orte" heißen wird, nicht groß von den anderen Diensten unterscheiden. Die Nutzer finden in ihrer Facebook-Anwendung ein neues Places-Menü, über das sie sich an einem beliebigen Punkt einloggen können. Die Orte bekommen dann eine eigene Profilseite. Alle Check-Ins erscheinen sowohl auf der eigenen Pinnwand, als auch im Aktivitätsfeed der Freunde bei Facebook. Außerdem wird der Check-In auch auf dem jeweiligen Profil der Location gepostet, so dass Nutzer einen Überblick darüber bekommen, wer sich aktuell noch an diesem Ort aufhält, auch wenn man nicht befreundet ist. Diese Funktion lässt sich aber in den Einstellungen zur Privatsphäre deaktivieren.

Eine weitere Funktion könnte bei einigen Facebook-Nutzern für Verwunderung oder gar Ärger sorgen. Places bietet auch die Möglichkeit, Freunde zu taggen. Ähnlich wie es bei Fotos der Fall ist, können Freunde, die sich gerade am gleichen Ort befinden, markiert werden. Getaggte Nutzer werden dann zwar von Facebook darüber benachrichtigt, aber eine aktive Freigabe des getaggten Freundes ist nicht notwendig. Wer solche Markierungen verhindern möchte, kann die Funkton in seinem Profil deaktivieren. Standardmäßig wird diese Funktion aber aktiviert sein.

Welche Privatsphären-Einstellungen man in Bezug auf Places im Auge behalten sollte, wird bei Gawker Valleywag gezeigt.

Places ist auch eine Chance für das Business

Die iPhone-App hat Places schon integriert.

Mit der zunehmender Verbreitung von internetfähigen Mobiltelefonen und entsprechenden Diensten wie eben Places, werden lokale Angebote immer interessanter. Der neue Facebook-Dienst bringt hier für Unternehmen eine besonders schöne Möglichkeit mit. Ein Cafe, ein Kino oder auch ein Restaurant kann eine von Places-Nutzern angelegte Location für sich beanspruchen und sie nach einer Verifizierung durch Facebook mit ihrer Fanpage verknüpfen. Dadurch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten der Vermarktung, die sie in dieser Form bei anderen Diensten nicht bekommen.

Fazit:

Zwar ist Facebook Places zum Start noch auf die USA beschränkt, aber in aller Regel werden solche Dienste auch schnell in weiteren Ländern gestartet. Natürlich ist der Markt schon jetzt sehr umkämpft und Foursquare, Gowalla & Co. besitzen bereits einen gewissen Vorsprung. Allerdings verfügen diese Dienste nicht über eine etablierte Plattform mit über 500 Millionen Nutzern, über die sich Freunde schon seit Jahren austauschen. Da ist ein CheckIn-Dienst nur ein logischer Evolutionsschritt. Facebook möchte letztlich dafür sorgen, dass sich Freunde auch in der realen Welt begegnen können, wann immer sie in unmittelbarer Nähe zu einander befinden.

Den Live-Stream zur Vorstellung von Facebook Places gibt es auch in einer Aufzeichnung:

Watch live streaming video from facebookinnovations at livestream.com

Weiterführende Links zu aktuellen Facebook-News:

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Eine Antwort
  1. von Jean am 13.10.2010 (21:58 Uhr)

    Ist ja wieder typisch Facebook: Da wird eine neue Funktion frei geschaltet und dann genehmigt sich Facebook erst mal alle Rechte, bzw. stellt die Voreinstellungen so lax ein, dass man als User erst mal selbst Hand anlegen muss, um denen nicht gleich alle Daten auf dem Silbertablett zu liefern.

    Hab Places erst mal komplett die Rechte entzogen. Eine Anleitung dazu gibts unter http://www.jetzt-sicher-online.com/blog/soziale-netzwerke/facebook/facebook-places-weiss-nicht-mehr-wo-du-bist/

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