Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Marketing

Facebook-Power-Editor: Das Wichtigste zum Werbeanzeigen-Manager im Überblick

    Facebook-Power-Editor: Das Wichtigste zum Werbeanzeigen-Manager im Überblick
Werbung auf Facebook (Screenshot: Facebook)

Der Facebook-Power-Editor hilft Seitenbetreibern im Sozialen Netzwerk Anzeigen zu schalten. Wir geben allen Interessierten eine Anleitung an die Hand, die erklärt, was das Tool kann.

Was ist der Facebook-Power-Editor und wie installiert man ihn?

Der Facebook-Power-Editor bietet Seitenbetreibern und Marketing-Verantwortlichen die Möglichkeit, Facebook-Anzeigen zu schalten und Werbebotschaften an bestimmte Klientel heranzutragen – auch Sponsored Posts stehen zur Auswahl. Gerade bei letzterem werden einem mit dem Power-Editor im Gegensatz zum einfachen „Bulk-Button“ umfangreichere Möglichkeiten an die Hand gegeben, einen Facebook-Post zu promoten.

Die Installation des Power-Editors geht indes relativ einfach: Interessierte laden ein Chrome-Plugin herunter und installieren es in den Werbeanzeigen-Manager. Im Werbeanzeigen-Manager finden Marketer in der linken Seite der Navigation den Reiter „Power Editor“, klickt man darauf, befindet sich in der oberen rechten Ecke ein „Download“-Button, über den der Installationsvorgang abgeschlossen wird. Hier kann der Seitenbetreiber zudem noch entschieden, welche Werbekonten mit dem Power-Editor verbunden werden sollen.

Sollte es Probleme bei der Installation geben, ist es ratsam, sich die Tipps von Facebook zur Fehlerbehebung im Power-Editor durchzulesen. Oft kollidiert die Installation beispielsweise mit veralteten Browser-Versionen.

5 Gründe für den Power-Editor

  • Zeit sparen: Der Power-Editor lässt Werbetreibende mehrere Kampagnen und Werbeanzeigen für viele verschiedene Seiten gleichzeitig aufsetzen.
  • Zielgruppen finden: Der Power-Editor hilft Werbeanzeigen an potentielle und interessierte Kunden zu streuen, die noch nicht generiert wurden.
  • Analyse: Kampagnen und Werbeanzeigen können ausgewertet und mithilfe statistischer Erhebungen nachträglich optimiert werden.
  • Offline: Analyse-Daten können heruntergeladen und Nutzerdaten in Form einer CSV-Datei hochgeladen werden.
  • Platzierung: Wähle bestimmte Werbeplätze für die Werbeanzeigen im Newsfeed oder in der Facebook-App aus.

Erklärung der einzelnen Bereiche des Power-Editors

Genau genommen, kann man den Power-Editor in fünf Bereiche einteilen, wie ihr im unteren Screenshot sehen könnt. Facebook selbst betitelt die Bereich wie folgt: 1. Linkes Fenster, 2. Reiter, 3. Wechselansicht, 4. Listenansicht und 5. Arbeitsbereich.

Der Power-Editor ist in fünf Teile aufgeteilt. (Screenshot: Facebook)
Der Power-Editor ist in fünf Teile aufgeteilt. (Screenshot: Facebook)

1. Im linken Fenster sind alle Konten und Kampagnen gelistet, die der Seitenbetreiber angelegt hat. Wird ein Konto im linken Fenster ausgewählt, kann er in der Listenansicht die Werbeanzeigen auch nach Kampagne gefiltert vor sich sehen.

2. Im sogenannten Reiter sind die Bereiche Kampagnenkonsole, Bilderverzeichnis, Zielgruppen, Rechnung, Conversion-Tracking und Kontoeinstellungen abgebildet.

3. In der Wechselansicht kann der Marketer zwischen der Ansicht der Werbeanzeigen und der Kampagnen springen. Sie ploppt nur dann auf, wenn im linken Fenster ein Bereich auswählt wurde.

4. Die Listenansicht verändert sich sobald innerhalb der Wechselansicht auf Werbeanzeigen oder Kampagnen geklickt wird. Im ersten Fall zeigt die Listenansicht alle Werbeanzeigen für die Kampagnen und Konten an, die im linken Fenster ausgewählt wurden. In der Kampagnenansicht zeigt sie alle Kampagnen, der im linken Fenster ausgewählten Konten.

(Pro-Tipp: Man kann gleichzeitig mehrere Werbeanzeigen auswählen, indem man die Umschalttaste zur Auswahl zusammenhängender Elemente und die Strg- oder Cmd-Taste für einzelne Elemente verwendet.)

5. Arbeitsbereich Im Arbeitsbereich lassen sich schlussendlich die eingestellten Werbeanzeigen oder Kampagnen bearbeiten. Darin werden zudem die Details der betreffenden Werbeanzeigen oder Kampagnen automatisch angezeigt. Bei Auswahl mehrerer Werbeanzeigen oder Kampagnen, ist es auch möglich, die jeweiligen Vorgänge gleichzeitig zu ändern.

Spezielle Funktionen des Power-Editors

Mit dem Power-Editor können Interessierte sowohl Werbeanzeigen, Kampagnen und Sponsored Posts kinderleicht erstellen. Eine detaillierte Anleitung findet sich bereits im Hilfebereichs von Facebook. Der tatsächliche Mehrwert des Anzeigen-Managers besteht darin, die werblichen Inhalte auch an die entsprechenden Personen zu verschicken. Dafür gibt es spezielle Funktionen, die helfen, eine Zielgruppe zu definieren – die „Gespeicherten Zielgruppe“, die „Benutzerdefinierte Zielgruppen“, die „Zwillingszielgruppen“ und „Partnerkategorien“.

1. Gespeicherte Zielgruppe (Saved-Target-Audience)

Die gespeicherte Zielgruppe ermöglicht es Werbeanzeigen an Nutzer zu richten, deren demografische Merkmale bereits von Facebook ermittelt wurden. Das heißt, dass Nutzer, nachdem sie eine Anzeige erstellt haben, festlegen können, ob die Werbung beispielsweise Männer und/oder Frauen oder Personen mit bestimmten Interessen erreichen soll. Auch können Werbetreibende nach bestimmten Altersgruppen oder einem beliebigen Beziehungsstatus filtern.

Über „Zielgruppe erstellen“ und „Gespeicherte Zielgruppe“ können Werbetreibende definierte Nutzergruppen erstellen. (Screenshot: Power-Editor)
Über „Zielgruppe erstellen“ und „Gespeicherte Zielgruppe“ können Werbetreibende definierte Nutzergruppen erstellen. (Screenshot: Power-Editor)

Um eine gespeicherte Zielgruppe einzurichten, klickt man einfach auf den „Zielgruppen“-Button in der linken Sidebar. Danach auf „Zielgruppe erstellen“ und wählt „Gespeicherte Zielgruppe“. Darin können Filterkriterien angelegt und dem Filter auch ein individueller Name gegeben werden. Um die gespeicherten Zielgruppen zu nutzen, wählen Marketer anschließend einfach eine erstellte Kampagne oder eine Werbeanzeige und ordnet den Filter darin entsprechend zu.

2. Benutzerdefinierte Zielgruppen (Customer-Audience)

Benutzerdefinierte Zielgruppen, auch „Customer Audience“ genannt, hat Facebook im vergangenen Jahr eingeführt. Mit der Funktion ist es möglich, CRM-Daten von Personen hochzuladen, die Werbetreibende außerhalb Facebooks generiert haben. Um diese Nutzer auch im Sozialen Netzwerk zu finden können E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Facebook-Nutzer-IDs oder App-Nutzer-IDs abgeglichen werden. Ganz wichtig ist allerdings, dass diese Methode datenschutzrechtlich in Deutschland nur einwandfrei ist, wenn vorab eine Einverständniserklärung des Nutzers (beispielsweise per Opt-in in einem Anmeldeformular) zu der Verarbeitung der Kundendaten in Facebook vorliegt. Wie eine benutzerdefinierte Zielgruppe angelegt werden kann, erfahrt ihr ausführlich im Hilfebereich des Power-Editors.

3. Zwillingszielgruppen (Lookalike-Audience)

Zwillingszielgruppen, oder auch „Lookalike Audiences“, sind die logische Erweiterung der benutzerdefinierten Zielgruppen. Während Marketer die eigenen Kunden zuvor hochgeladen haben, ist es hier möglich, noch nicht erreichte Kunden mit ähnlichen Eigenschaften zu erreichen. Facebook gleicht dafür bereits bestehende Datensätze ab. Dabei kann man auf zwei verschiedene Aspekte optimieren: „Ähnlichkeit“ und „Höhere Reichweite“. Ersteres enthält die Top-1-Prozent der Personen im gewählten Land, die der eigenen benutzerdefinierten Zielgruppe am ähnlichsten sind. Letzteres enthält die Top-5-Prozent der Personen im gewählten Land, die der eigenen benutzerdefinierten Zielgruppe zwar ähneln, jedoch eine geringere Übereinstimmung als bei der Kategorie „Ähnlichkeit“ aufweisen. Wie eine Zwillingszielgruppe angelegt werden kann, erfahrt ihr im Hilfebereich des Power-Editors.

Wir haben uns die Funktion im t3n.de-Artikel „Facebook-Ads: Lookalike Audiences zur Targeting-Erweiterung?“ bereits vor einer Weile genauer angeschaut.

4. Partnerkategorien (Partner-Categories)

Partnerkategorien ziehen Marketer heran, wenn sie Nutzer anhand ihrer Aktivitäten außerhalb Facebooks identifizieren wollen. Da der Zielgruppen-Filter allerdings nur in den USA genutzt werden kann, nennen wir ihn der Vollständigkeit halber, verweisen an der Stelle aber nur in den Hilfebereich des Power-Editors, wo Interessierte sich weitere Informationen holen können.

Tiefergehende Informationen zum Power-Editor für Fortgeschrittene und Profis

Die oben thematisierten Punkte sind die Basics, mit denen sich Anfänger auseinandersetzen sollten, sobald sie den Power-Editor für ihre Facebook-Anzeigen verwenden möchten. Selbstverständlich gibt es aber noch viele weitere Punkte, die Werbetreibende im Umgang mit dem Werbeanzeigen-Manager lernen und ausprobieren können. Wer bereits erste Schritte in dem Power-Editor getan hat, der findet in dem umfangreichen 21-seitigen Facebook-Guide zum Power-Editor noch viele weitere Tipps und Erklärungen – zum Beispiel wie man ein Conversion-Tracking aufsetzt oder wie Interessierte angelegte Werbeanzeigen auf weitere Accounts übertragen können.

Finde einen Job, den du liebst

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen