Facebook: PR-Profi will Einfluss auf deutsche Politiker stärken

Facebook sucht nun ganz offen den Dialog mit der deutschen Politik und hat dafür eine neue Position geschaffen. Gunnar Bender wechselt von E-Plus zu Facebook und soll in Berlin als Lobbyist auf Politik und Verwaltung einwirken.

Facebook: Für Politiker eher ein rotes Tuch

Für die Politiker in Deutschland ist das weltweit führende Social Network eher ein rotes Tuch. Die führende Position beim politischen Beschuss hatte dabei lange Zeit die Bundesministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner. Nach dem sie sich vergeblich um ein Verfallsdatum für Bilder eingesetzt hatte, verließ sie unter Protest die Plattform und ließ ein „Digitales Radiergummi“ entwickeln, mit dem Bilder im Web nach einer definierten Zeit automatisch gelöscht werden sollten. Das Bemühen sorgte aber allenfalls für Heiterkeit und der Facebook-Austritt von Aigner interessierte Facebook auch nicht wie gewünscht.

Etwas mehr Aufmerksamkeit erhielt da schon Schleswig-Holsteins Datenschützer Thilo Weichert, der mit seinem Fanpage-Verbot für ordentlich Wirbel sorgte und eine breite Diskussion auslöste. Um auf solche Krisen künftig besser reagieren zu können oder sie - noch besser - schon im Vorfeld zu unterbinden, hat Facebook nun die Stelle eines „Director Policy“ geschaffen und sie mit dem PR-Profi Gunnar Bender besetzt.

Gunnar Bender wird Facebook in Berlin vertreten

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Gunnar Bender wird als Lobbyist die Interessen von Facebook im Dialog mit der deutschen Politik und Verwaltung vertreten (Bild: Facebook).

Bender wechselt von E-Plus zu Facebook und war zuvor bereits für AOL und Bertelsmann tätig. In der Pressemitteilung von Facebook heißt es:

„Gunnar Bender, 40, wechselt Mitte April 2012 als neuer Director Policy zu Facebook. In der neu geschaffenen Position verantwortet Bender die politische Kommunikation des Unternehmens in Deutschland. Von Berlin aus wird er insbesondere dem Dialog der sozialen Plattform mit Politik und Verwaltung in Deutschland neue Impulse geben.“

Der Dialog mit Politik und Verwaltung meint sicherlich klassische Lobbyarbeit, also die Vertretung der Interessen von Facebook. Erwartungen, dass sich dadurch beispielsweise beim oft kritisierten Datenschutz für die Nutzer etwas ändern wird, dürften daher eher verfrüht sein.

Weiterführende Links zum Thema Facebook und Politik:

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5 Answers

  1. von Andrej Prilipp via facebook 01.02.2012 (17:22Uhr) 1.

    Ansgar Heveling steht schon bereit!

  2. von Synapsenkitzler 01.02.2012 (17:23Uhr) 2.

    Ansgar Heveling steht schon bereit!

  3. von Ochse 01.02.2012 (17:31Uhr) 3.

    Facebook ist und bleibt doof.Ich denke mittlerweile ernsthaft darüber nach, zu google + zu wechseln und das facebook-profil zu LÖSCHEN! Ich habe von g+ schon viel gutes gehört, und mit den neuen agbs googles wird es ja auch einfacher & besser. Viele meiner freunde sind schon dort.
    ALSO GOODBYE FACEBOOK, IN ZWEI WOCHEN BIN ICH SCHON WEG!!!

  4. von Krischtschän Powers via facebook 01.02.2012 (19:02Uhr) 4.

    Mit Geld kommt man in der deutschen Demokratie eben weiter als mit Argumenten....

  5. von Jörg Schöneburg - Web Design & Web Ent… via facebook 05.02.2012 (14:46Uhr) 5.

    Ist das nur in Deutschland so oder jammern andere Länder auch so rum?

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