von , 11.01.2010

Web 2.0: Ist Privatsphäre im Netz inzwischen verzichtbar? Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sieht es so

Die soziale Norm im Internet habe sich in den letzten Jahren sehr deutlich verändert und die Menschen verbreiten heute immer mehr persönliche Informationen, und das immer offener, erklärte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im Gespräch mit Michael Arrington. Würde er heute Facebook gründen, so würde er auf die Einstellungen zur Privatsphäre ganz verzichten.

Als er Facebook im Februar 2004 gründete, fragten ihn die Leute, warum man denn überhaupt persönliche Informationen ins Internet stellen sollte. Dann kamen die vielen neuen Möglichkeiten des Web 2.0 wie Blogs, Social Networks und andere Dienste, die bei der Verbreitung von Informationen hilfreich waren. Heute wollen die User möglichst komfortabel unterschiedlichste Arten von Informationen für immer mehr Menschen bereitstellen. Daher habe man die Privatsphären-Einstellungen von dieser neuen sozialen Norm angepasst.

Hintergrund: Facebook hatte im Dezember die Privatsphären-Einstellungen geändert und dafür Kritik geerntet, da sich auch die Standardeinstellungen des Privatsphären-Assistenten geändert hatten. Wer diese dann einfach übernommen hat, gab anschließend möglicherweise mehr von sich preis als zuvor.

Weiterführende Links zu aktuellen Facebook Privatsphäre-News auf t3n.de:

Bildnachweis für die Newsübersicht: Mark Zuckerberg von deneyterrio auf Flickr.com. Lizenz: CC BY

Weitere Artikel zu Facebook



Empfohlene Produkte

Empfohlene Artikel

10 Antworten

  1. von Edo Z. 11.01.2010 (11:10Uhr) 1.

    Ich würde eher sagen: Facebook ist verzichtbar.

  2. von _dwf 11.01.2010 (11:26Uhr) 2.

    Die Schweinerei ist, daß in der WindowsMobile-Facebook-App gar nicht nach den Einstellungen gefragt wird. Es wird einfach alles öffentlich für alle online gestellt.
    Wusste ich erst nicht, weil ich eingestellt habe, daß Bilder z.B. nur Freunden sichtbar gemacht werden soll.

    Als ich am WE ein Pic hochgeladen habe, hab ich nicht schlecht gestaunt, als ein Bekannter (kein Freund! auch nicht bei Facebook!) mich darauf angesprochen hat...

  3. von Webdesigner 11.01.2010 (11:39Uhr) 3.

    Dann sollten wir Herrn Zuckerberg mal das Buch 1984 schenken und zusätzlich ein paar Nachhilfestunden in Sachen Privatsphäre geben. Vielleicht kapiert er es dann, warum Privatsphäre durchaus mal von Vorteil sein kann.

  4. von BaGoKa 11.01.2010 (13:35Uhr) 4.

    @Webdesigner: Ich glaube Herr Zuckerberg interessiert sich nicht so sehr für Dystopien aus dem letzten Jahrhundert, sondern für das Verhalten seiner User.
    Wir geben doch sowieso schon alles mit weit geöffneten Händen Preis, was wir verschwörerisch unsere Privatsphäre nennen.
    Wenn die Einstellung da ist, bleibt sie an. Und interessieren tuts auch niemanden.
    Ausser vielleicht uns.
    Wenn ich mein Passwort jetzt noch wiederfinde, bin ich da weg ... ;-)

  5. von sven.eisenschmidt 11.01.2010 (15:15Uhr) 5.

    @Webdesigner dein Ratschlag mit 1984 ist etwas abwägig. Wirst du von facebook gezwungen es zu nutzen, deine Daten preiszugeben und 24h kontrolliert, etwa sogar gefoltert? Facebook nimmt sich die Daten die du durch deinen eigenen Willen freigibst, wenn du dann merkst das es dir doch zu heikel ist, dann lass es, lösch deinen Account oder passe die Privatsphäre-Einstellungen an. Das hat nichts mit 1984 zu tun.

  6. von leemo media » Blog Archive »… 11.01.2010 (21:29Uhr) 6.

    [...] mediengestallter ihren web 2.0 umgang reflektieren und stellung beziehen, habe ich heute eine sehr interessante stellungname vom facebook-gründer [...]

  7. von Color: Neues Social Network verbindet Nu… 24.03.2011 (15:34Uhr) 7.

    [...] Web 2.0: Ist Privatsphäre im Netz inzwischen verzichtbar? Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sieht e... - t3n News Kommentieren 0 Twittern 0 Teilen 0 24.03.2011 Schau dir doch unsere Neusten Artikel und News an. [...]

  8. von redmountn.ch » Randi Zuckerberg ge… 31.07.2011 (11:21Uhr) 8.

    [...] Web 2.0: Ist Privatsphäre im Netz inzwischen verzichtbar? Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sieht e... – t3n News [...]

  9. von Facebook will Marktführer in Sachen Pri… 30.11.2011 (11:18Uhr) 9.

    [...] Privatsphäre. In einem Gespräch mit TechCrunch erklärte er dann auch Anfang 2010, dass für ihn die Privatsphäre inzwischen verzichtbar [...]

  10. von Google+ Privatsphäre: Wie sicher ist si… 11.01.2012 (12:21Uhr) 10.

    [...] selbst kein großer Freund jeglicher Privatsphäre ist. So verkündete er schon im Januar 2010, die Privatsphäre im Netz sei inzwischen verzichtbar. Und genauso handelte Facebook in der Folge auch als Plattform. Immer wieder sorgten neue [...]

Deine Meinung


(wird nicht veröffentlicht)