Social Networks Warum man bei Facebooks neuen Privatsphäre-Einstellungen genau hinschauen muss

Falk Hedemann, 10.12.2009 - 11:08 | 6 Kommentare |
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Facebook bietet seinen weltweit 350 Millionen Nutzern jetzt deutlich mehr Kontrolle über die eigene Privatsphäre an. Nutzer können nun für jeden ihrer Inhalte genau festlegen, wer sie auf der Plattform sehen darf und wer nicht. Doch was sich zunächst sehr positiv für die Nutzer anhört, hat auch eine Schattenseite, wie bei der Electronic Frontier Foundation (EFF) zu lesen ist.

Grundsätzlich ist das Bemühen von Facebook, den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Inhalte zu geben, natürlich positiv zu sehen. Gerade die Möglichkeit, die Freigaben für jeden einzelnen Inhalt einzeln zu festlegen zu können, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Partyfotos, die in der Vergangenheit schon mal zu Problemen am Arbeitsplatz geführt haben sollen, könnten so den Arbeitskollegen verborgen bleiben und nur für den privaten Freundeskreis einsehbar werden.

Allerdings hat die Art und Weise der Umsetzung auch eine gravierende Schattenseite: Wer in dem guten Glauben, seine Privatsphäre besser zu schützen, die Standardeinstellungen des Privatsphären-Assistenten einfach übernimmt, der gibt in vielen Fällen im Anschluss mehr von sich preis als vorher. Besser wäre hier sicher eine nutzerabhängige Voreinstellung mit den bisherigen Privatsphären-Vorgaben aus dem Nutzerprofil gewesen. So bleibt ein übler Nachgeschmack hängen.

Wer seine Privatsphäre-Einstellungen bereits aktualisiert hat und dabei nicht auf die Voreinstellungen geachtet hat, sollte also noch mal sein Facebook-Profil besuchen und die Einstellungen überprüfen. Facebook bietet dazu auch noch einmal ausführlichere Informationen an.

Startfenster des Privatsphären-Assistenten

Startfenster des Privatsphären-Assistenten

Die Voreinstellungen des Assistenten sollte man sich sehr genau ansehen

Die Voreinstellungen des Assistenten sollte man sich sehr genau ansehen

Bildnachweis für die Newsübersicht: © Evgeniya Ponomareva - Fotolia.com

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6 Antworten zu “Social Networks: Warum man bei Facebooks neuen Privatsphäre-Einstellungen genau hinschauen muss”

  1. #1 Michael R.

    Die neuen Privatsphären-Einstellungen bei Facebook sind eine Frechheit.
    Da wird mit mehr Privatsphäre und Transparenz geworben, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Mein gesamter Freundeskreis ist jetzt für alle öffentlich ebenso mein Profilbild (auch für User, die nicht bei Facebook registriert sind).
    Es ist eine absolute Unverschämtheit, was Facebook mit seinen Mitgliedern macht. Ich werde die Konsequenzen ziehen und mich bei Facebook abmelden.

  2. #2 it's a hoomygumb

    Ein Meer an Privatsphäre...Mehr Privatsphäre versprach Mark Zuckerberg in seinem offenen Brief auf Facebook. Gestern wurde ich mit den neuen Privatsphären-Einstellungen konfrontiert und spielte ein wenig damit herum. Das Ergebnis brachte in mir eher Ernüchterung und Verärgerung ...

  3. #3 Online-Rückblick auf KW 50 #Linksammlung « Gedankensolo

    [...] Facebooks neue Einstellungen. Lieber noch einmal genau hinschauen. (t3n) [...]

  4. #4 Die neuen Privatsphären-Einstellungen bei Facebook » Coach-im-Netz

    [...] das geht? Das zeigt ein Beitrag des t3n-Magazins. Verwandte [...]

  5. #5 Der Puls der Zeit geht an den Journalisten vorbei ! « SpreeSee

    [...] Nun teile ich Euch auch meine Gedanken bezüglich Zuckerberg mit. Die Privatsphäreeinstellungen waren auch vor der großen PR-Aktion recht gut! Die zwei, drei kleinen Änderungen sind nicht weltbewegend (aber Achtung: Niemals einfach auf “Alte Einstellungen übernehmen” klicken. Alles nochmals neu überprüfen!! Siehe dazu auch folgenden Artikel). [...]

  6. #6 Social Privacy: Wie haltet Ihr es mit der Privatsphäre bei Facebook & Co? » t3n News

    [...] Klaus-Dieter Knoll war wenig begeistert von der Änderung der Privacy Settings und dem von Mark Zuckerberg ausgerufenen Ende der Privatsphäre. Konsequenterweise änderte er [...]

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