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Facebook-Privatsphäre: Detektiv-Tool zeigt, wie leicht Nutzer ausspioniert werden können

Facebook-Privatsphäre: Detektiv-Tool zeigt, wie leicht Nutzer ausspioniert werden können

Wie wichtig die Privatsphäre-Einstellungen bei sind, zeigt einmal mehr ein Suchtool eines Ex-FBI-Ermittlers. Damit lassen sich Infos über Facebook-Nutzer ausgraben – eine Fundgrube auch für Privatdetektive.

Facebook-Privatsphäre: Detektiv-Tool zeigt, wie leicht Nutzer ausspioniert werden können

Facebook-Nutzer. (Bloomua / Shutterstock.com)

Facebook: Gratis-Tools durchsuchen Nutzerprofile

Dass Informationen von Facebook-Nutzern, die diese öffentlich teilen, auch für Nicht-Facebook-Nutzer zugänglich sind, ist bekannt. Etwas befremdlich sind aber frei zugängliche Schnüffeltools wie jene des Unternehmens IntelTechniques, die gezielt zum Ausspionieren genutzt werden – auch von Privatdetektiven oder Arbeitgebern. Auf der Website von IntelTechniques hat der ehemalige FBI-Ermittler Michael Bazzell einige Tools zur Informationsbeschaffung gelistet.

Schnüffel-Tool durchforstet Facebook-Nutzerprofile. (Screenshot: IntelTechniques/t3n)
Schnüffel-Tool durchforstet Facebook-Nutzerprofile. (Screenshot: IntelTechniques/t3n)

Mit dem Facebook Custom Search Tool etwa, das kostenlos und frei zugänglich ist, lassen sich private Informationen über Facebook-Nutzer herausfinden. So kann man sich anzeigen lassen, welche Orte ein bestimmter Nutzer des Social Networks (kürzlich) besucht hat, welche Fotos oder Videos er oder sie geliked hat, oder welche Posts kommentiert wurden. Auch Freunde und Verwandte lassen sich so anzeigen. Für Arbeitgeber etwa dürfte es zum Beispiel durchaus interessant sein, ob sich ein krank geschriebener Mitarbeiter woanders als zu Hause aufhält. Auch das Recherchieren in dem Social Network nach dem Privatleben eines Bewerbers vor einem Bewerbungsgespräch wird so erleichtert.

Ermittler nutzen Facebook-Tools zur Recherche

Privatdetektive nutzen solche Tools ebenfalls zur Informationsbeschaffung, wie Lukas Helmberger, Präsident des Österreichischen Detektivverbands dem Standard sagte. Für die Ermittler könne dabei jede Information relevant sein, seien es Fotos, Bekanntschaften, Kontaktdaten oder Aufenthaltsorte. Das Gute für Facebook-Nutzer: Frei zugängliche Schnüffel-Tools wie das Facebook Custom Search Tool können lediglich die Informationen auslesen, die ein User ohnehin öffentlich gepostet hat. Aber Vorsicht: In der Masse kann aber auch eigentlich Unbedenkliches schnell aussagekräftig werden.

Facebook-Nutzer sollten sich daher mit ihren Privatsphäre-Einstellungen auseinandersetzen und sich im Vorhinein überlegen, welche Fotos oder Informationen sie öffentlich teilen wollen. Tipps zur Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook und den Privatsphäre-Einstellungen finden sich unter anderem bei klicksafe.de, der EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz. Auch interessant in diesem Zusammenhang ist der t3n-Artikel: „Facebook-Tool für Stalker: Dieses Python-Script soll ermitteln, wann deine Freunde schlafen“.

via derstandard.at

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