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Marketing

Facebook Privatsphäre: EU-Kommission nimmt soziales Netzwerk unter Beschuss

    Facebook Privatsphäre: EU-Kommission nimmt soziales Netzwerk unter Beschuss

Personalisierte Werbung ist integraler Bestandteil des Geschäftsmodells von Facebook. Das könnte sich zumindest in der EU bald ändern. Im Januar 2012 legt die Europäische Kommission Vorschläge vor, wie die Datenschutzrichtlinien aus dem Jahr 1995 angepasst werden sollten. Unter anderem soll personalisierte Werbung auch für außereuropäische Unternehmen nur noch mit dem Einverständnis der Nutzer angezeigt werden dürfen.

Einer der weitreichendsten Aspekte der geplanten Änderungen für die Datenschutzrichtlinien, die auch erhebliche Auswirkungen auf Facebook haben dürften, ist laut einem Bericht des Sunday Telegraph die Ausweitung der Anwendbarkeit von EU-Recht auch auf Unternehmen, die ihren Hauptsitz nicht in Europa haben.

Facebook Privatsphäre und personalisierte Werbung

Es ist kein Geheimnis, dass Facebook Informationen über seine Nutzer sammelt. Dabei bedient sich das soziale Netzwerk unabhängig von den Privatsphäre-Einstellungen der Anwender, denn diese Informationen helfen Werbetreibenden (selbst wenn sie anonymisiert weitergegeben werden), jedem Nutzer personalisiert Produkte anzubieten. Das wiederum spült Geld in die Kasse von Facebook. Die EU-Kommission will dieses Gebahren stoppen, indem sie die Datenschutzrichtlinien entsprechend abändert.

Kündigt Mark Zuckerberg auf der kommenden Facebook f8-Konferenz ein Redesign der Nutzerprofile an?
Wie Facebook und Mark Zuckerberg auf den geplanten Vorstoß der EU-Kommission reagieren werden, bleibt abzuwarten.
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Fazit

Prinzipiell ist der Vorstoß der EU-Kommisison zu begrüßen. Allerdings ist fraglich, wie schnell derartige Änderungen in geltendes Recht gegossen werden können. Auch auf der großen EU-Politbühne spielt das Thema Datenschutz nämlich noch immer eine verhältnismäßig kleine Rolle. Hilfreich könnte in diesem Zusammenhang der Fakt sein, dass Datenschutz besonders international mittlerweile auch ein wirtschaftliches Thema ist. Zumindest dürften die Politiker auch auf eine wirtschaftliche Gleichstellung europäischer und amerikanischer Unternehmen abzielen.

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2 Reaktionen
better
better

danke Steffen, du hast mir die Worte aus dem Mund genommen!

Was geht? dann müssen wir ab jetzt 0,10€ pro Google-Suchanfrage zahlen, weil sie sich das alles nicht leisten können, wenn die Werbung nicht mehr personalisiert ist..

außerdem WILL ich personalisierte Werbung, dann kann ich wenigstens noch was Cooles finden :)

Antworten
Steffen
Steffen

"Prinzipiell ist der Vorstoß der EU-Kommisison zu begrüßen"
"Auch auf der großen EU-Politbühne spielt das Thema Datenschutz nämlich noch immer eine verhältnismäßig kleine Rolle"???

Was glaubt Ihr, wie lange viele Dienste (nicht nur Facebook) ihr Angebot kostenlos anbieten können? Um FB muss man sich da die wenigsten Sorgen machen. Aber gerade kleinere Anbieter leben von gut ausgesteuerter Werbung

Warum ist Google wohl mit Plus gestartet? Weil sie ein caritatives Gegengewicht zu FB bilden wollten? Oder weil sie dank dieses Always-Logged-in-Status endlich ein Profil zum User aufbauen können und im kompletten Salesfunnel von Youtube über Gmail bis Search mit soziodemographisch angepassten Ads bepflastern können.

Wie soll die Lösung aussehen? In den AGB der meisten Anbieter wird die prinzipielle Zustimmung zu interessenbasierten Ads schon festgelegt. Soll ich jedem Ad zustimmen? Lachhaft!

Und schön dass wieder einmal das Thema Datenschutz mit Privatsphäre ungefiltert vermischt wird. Privatsphäre, also was ich bereit bin, an Daten von mir Preis zu geben, ist Useraufgabe. Datenschutz ist der Schutz der Daten vor fremden Zugriff. Und in diesem Punkt leisten die G & FB schon aus reinem Eigennutz ihren Beitrag, um zu verhindern, dass a) ein Datengau wie bei Sony entsteht oder das Uservertrauen durch direkte Datenweitergabe an Werbetreibende missbraucht wird.

Nächstes Mal ein konstruktiveres Fazit, bitte!

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