Facebook-Rechtsstreit: Winklevoss-Zwillinge wollen mehr Geld

Der Facebook-Rechtsstreit geht in eine weitere Runde. Die Winklevoss-Zwillinge, die mittlerweile eine große Bekanntheit erlangt haben dürften, setzen ihre Klage gegen Mark Zuckerberg fort, mit der Begründung, Facebook habe seinen Unternehmenswert nicht korrekt angegeben. Cameron und Tyler Winklevoss erheben damit auch weiterhin Anspruch auf die Erfindung Facebook und wollen von einem 2008 verabschiedeten Urteil nichts mehr wissen. Der „Supreme Court of the United States", das höchste Gericht der USA, soll sich jetzt mit dem Fall beschäftigten.

Winklevoss-Zwillinge geben im Facebook-Rechtsstreit nicht nach

Im Jahr 2008 sprach das Bostoner Bezirksgericht den Winklevoss-Zwillingen noch eine Summe von 65 Millionen US-Dollar zu, wenn diese sich auf einen Vergleich mit Mark Zuckerberg und einigen würden. Die Summe sollte eine Barzahlung und ein Aktienpaket beinhalten. Denn die ConnectU-Gründer erhoben schwere Vorwürfe gegen den Facebook-Gründer, in denen es im wesentlichen um Vertrauensbruch, Diebstahl und Betrug ging. Ihnen sei die Idee für ein Social Network à la Facebook geklaut worden. Zuckerberg, das ist soweit unstrittig, hatte als Entwickler für ein Plattform-Projekt von Divya Narendra und Cameron und Tyler Winklevoss gearbeitet. Zeitnah veröffentlichte er dann mit Facebook sein eigenes Projekt. Und das wurde weltweit erfolgreich.

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Die berühmten Winklevoss-Zwillinge wollen den Facebook-Rechtsstreit jetzt vor das oberste Gericht der USA bringen, den Supreme Court. (Foto: TexasGOPVote.com / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Doch der Vergleich und die damit verbundenen Millionen schienen den Klägern nicht genug. Im Januar 2011 zogen sie vor ein Berufungsgericht, um den Vergleich annullieren zu lassen. Doch das beauftragte Gericht erklärte im April 2011 das drei Jahre alte Urteil für rechtsgültig. Richter Alex Kozinski argumentierte seinen Beschluss, dass die Winklevoss-Zwillinge nicht die ersten seien, die von einem Wettbewerber geschlagen wurden und dann auf dem Klageweg erreichen wollen, was sie auf dem freien Markt nicht bekommen konnten. Doch es gebe einen Punkt, an dem die Forderungen enden müssen. Dieser Punkt sei jetzt erreicht, so Kozinski weiter.

Das sehen die Winklevoss-Zwillinge allerdings anders. Sie erheben zusammen mit ihrem Geschäftspartner Narenda einen neuen Vorwurf, der das Urteil ungültig mache: Facebook habe seinen Unternehmenswert nicht korrekt angegeben. Statt der mittlerweile spekulierten 50 Milliarden US-Dollar berufe sich das Urteil „lediglich" auf 15 Milliarden US-Dollar. Und jetzt, so die vertretende Kanzlei „Howard Rice", soll das höchste Gericht der USA sich des Facebook-Rechtsstreits annehmen. Doch ob der „Supreme Court of the United States" sich mit einem solchen Fall beschäftigen wird, ist noch offen. Denn allgemein sollen dort nur Präzedenzfälle verhandelt werden. Und eine mit solcher Routine vorgetragene Posse, wie die der Winklevoss-Zwillinge, will man wohl nur ungern zu einem Musterfall erklären.

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3 Answers

  1. von App-Flash » Facebook-Rechtsstreit:… 19.05.2011 (02:43Uhr) 1.

    [...] hier den Originalbeitrag weiterlesen: Facebook-Rechtsstreit: Winklevoss-Zwillinge wollen mehr Geld » t3n … [...]

  2. von Felix Jankowski via facebook 19.05.2011 (11:19Uhr) 2.

    Jetzt spinnen sie komplett

  3. von Torben Tschechne via facebook 19.05.2011 (13:55Uhr) 3.

    Sie sind so lächerlich.

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