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Facebook, es reicht! [Kommentar]

ist zwar das mit Abstand führende , doch seit Jahren verhält es sich selbst alles andere als sozial. Statt die Nutzer als Menschen in den Vordergrund zu stellen und ihre Erwartungen zu erfüllen, geht es Facebook anscheinend nur noch darum, die Daten der Nutzer möglichst effizient und gewinnbringend zu nutzen. Jahrelang nahmen die Nutzer das hin, aber langsam kippt die Stimmung: Facebook, es reicht!

Facebook, es reicht! [Kommentar]

Facebook missachtet sein Kapital und setzt auf Geld

Eines gleich vorweg: Ich bin seit Jahren bei Facebook und nutze die Plattform privat wie beruflich zum Teil sehr intensiv. Ich verstehe auch sehr gut, dass eine gigantische Plattform wie Facebook Geld verdienen muss, um überleben zu können. Dass dies bei Facebook über die persönlichen Daten geschieht, ist seit Jahren bekannt und in Maßen auch akzeptabel. Doch das gesunde Maß hat Facebook längst schon hinter sich gelassen, das Wohl der Nutzer ist weit hinter die Interessen von Mark Zuckerberg zurückgefallen.

Der Börsengang zwingt Facebook dazu, noch mehr Umsätze und Gewinne zu erzielen - das eigentliche Kapital, der Nutzer, bleibt auf der Strecke. (Foto: Lee Coursey / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Mit Kritik musste sich Facebook immer wieder beschäftigen. Allein in Deutschland fordern die Datenschützer seit Jahren massive Veränderungen im Bereich der Privatsphäre, denen Facebook nur widerwillig oder auch gar nicht nachkommt. Jüngst sorgten die automatisierten Posts, die Facebook im Namen unwissender Nutzer als Werbebotschaften für Pages versendet, für neuen Unmut. Nicht jeder möchte ohne eigenes Zutun und ohne Kenntnis Werbung für alle Seiten machen, deren Fan er ist. Ganz neu ist diese Form der Werbung zwar nicht, aber Facebook holte die Sponsored Stories erst jetzt aus der kleinen Nische der rechten Sidebar in den sehr viel prominenteren Newsstream. Zwar lässt sich diese Funktion auch deaktivieren, aber der Durchschnittsnutzer weiß meist gar nichts von der Funktion und kann sie folglich auch nicht deaktivieren.

Als wäre das noch nicht genug, sorgt ein weiterer massiver Eingriff in die Privatsphäre für die nächste Diskussion: Facebook scannt Chats und Nachrichten nach bestimmten Begriffen, um bei der Aufdeckung von Straftaten behilflich zu sein. Das hört sich ja durchaus löblich an, aber wo sind die Grenzen? Welche Begriffe genau gesucht werden, kann natürlich nicht veröffentlicht werden, denn dann könnte die angehenden Straftäter sie einfach umgehen. Und ist das überhaupt mit dem deutschen Recht vereinbar? Mit dieser Frage hat sich Sascha Lobo beschäftigt und kommt zu einer klaren Aussage: Facebook kollidiert mit dem Grundgesetz.

In einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wird ein Fall geschildert, in dem sich ein Mann im Alter von Anfang 30 mit einem 13-jährigen Mädchen treffen wollte. Der Mann wurde daraufhin von der Polizei festgenommen.

Natürlich ist der Schutz von Minderjährigen eine wichtige Aufgabe, ohne Frage. Die Frage, die sich dabei allerdings stellt: Ist es wirklich die Aufgabe von Facebook und darf Facebook wirklich so massiv in die Privatsphäre der Nutzer eingreifen und sie systematisch ausspähen? Wir erinnern uns in Deutschland dabei schnell an Diskussionen um Bundestrojaner oder die Vorratsdatenspeicherung. Natürlich ist das nicht miteinander vergleichbar, denn Facebook ist schließlich ein privates Unternehmen und keine staatliche Behörde, doch das macht die Bedeutung der vorangestellten Frage nur noch deutlicher. Glaubt man einem Unternehmen, dass in der Vergangenheit die Privatsphäre der Nutzer mit Füßen getreten hat, dass die eingesetzten automatischen Scanner nur nach Anzeichen für Straftaten suchen?

Mark Zuckerberg betonte schon vor Jahren, dass er die Privatsphäre der Nutzer am liebsten komplett abschaffen würde, weil er sie für überflüssig hält. Diesen Punkt haben wir nun wirklich bald erreicht.

Auch Unternehmen haben mit Facebook zu kämpfen

Die Kritik der Nutzer und Datenschützer hat bei Facebook ja fast schon Tradition - wirklichen Schaden konnte man bisher aber nicht beobachten. Gefährlich werden könnte Facebook nun aber eine zweite Gewitterfront, die aus der anderen Richtung heranzieht - die Unternehmen. Meldungen wie die ohne Angabe von Gründen abgeschaltete Fanpage der Tierschutzorganisation TASSO e.v. sorgen nicht gerade für ein ungeteiltes Vertrauen in die Plattform.

Genau so plötzlich wie sie weg war, kam die Facebook-Fanseite von TASSO auch wieder - einen Grund für die temporäre Abschaltung wurde bis heute nicht bekannt gegeben.

Immerhin lassen sich viele Unternehmen, Marken und Organisationen ihren Facebookauftritt einiges kosten. Doch wenn diese Investitionen von nun auf jetzt plötzlich ins digitale Nirvana verschoben werden, dann ist das nicht nur ärgerlich, sondern kann unter Umständen auch einen Vertrauensverlust nach sich ziehen. Es muss einfach die Sicherheit für die Betreiber von Fanseiten geben, dass ihre Seiten nicht einfach abgeschaltet werden, ansonsten werden die von den Social-Media-Verantwortlichen oft hart erkämpften Ressourcen schnell wieder in andere Richtungen umverteilt.

In die gleiche Kerbe schlagen auch vermehrte Ausgaben für den Facebook-Auftritt, die durch die alles andere als perfekte Informationspolitik von Facebook verursacht werden. Ein Beispiel: Als Facebook die Chronik für Fanseiten ankündigte, hatten die Betreiber noch genau vier Wochen Zeit, um ihre Seiten an die neue Optik anzupassen. Alle Seiten, die gerade erst ein Redesign hinter sich hatten, mussten also gleich wieder ran. Hier wäre eine längere Vorlaufzeit sicher nicht nur nützlich, sondern gerade für Seiten mit schmalem Budget sogar zwingend erforderlich gewesen.

Ebenso unverständlich ist es für Unternehmen mit Fanseiten, dass der Edgerank von Facebook zuerst für eine künstlich erzeuge Knappheit sorgt, indem nicht alle Fans einen neuen Post zu sehen bekommen, Facebook aber auf der anderen Seite eine kostenpflichtige Möglichkeit schafft, diese künstliche Knappheit wieder aufzuheben (Promoted Posts). Erste Social Media Manager, die nach eigener Aussage überhaupt erst durch Facebook zu diesem Job kamen, sind mittlerweile ernüchtert und sauer.

Irgendwann ist auch das Facebook-Fass voll

Ich finde es erstaunlich, dass es Facebook jahrelang geschafft hat, aus jeder Kritikwelle nahezu unbeschadet hervorzugehen. Der sprichwörtlich letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, hätte eigentlich schon längst gefallen sein müssen. Doch Facebook hat es immer wieder geschafft, die Basis so zu vergrößern, dass der eine Tropfen mehr oder weniger kaum ins Gewicht fiel. Was machen schon 100 enttäuschte Nutzer, die sich von Facebook verabschieden, wenn gleichzeitig 100.000 neue Nutzer dazukommen? Richtig, nichts.

Doch langsam verändert sich die Situation für Facebook. Kritik kommt nun nicht nur von den Nutzern, den Datenschützern und den Unternehmen, sondern auch noch von den Aktiönären. Die sehen dem Werteverfall ihrer Anteile nicht tatenlos zu und fordern noch mehr Wachstum und vor allem bessere Unternehmenszahlen. Ich bin überzeugt davon, dass die beiden jüngsten Aufreger bereits daraus resultieren. Die Promoted Posts im Newsfeed bringen sicher mehr ein, als deren Anzeige in einer separaten Box in der kaum beachteten Seitenleiste. Die Nutzer stören sich daran, dass in ihrem Namen unwissentlich Werbung gemacht wird? Ach egal, das nehmen die schon hin, war ja sonst auch so.

Und die Zusammenarbeit mit der Polizei zum Schutz von Minderjährigen bereitet sicher die Freigabe der Plattform auch für Kinder unter 13 Jahren vor - hier hat Facebook noch ein riesiges Potenzial, wobei auch heute schon viele Minderjährige als 13 oder älter ausgeben, um sich bei Facebook registrieren zu können. Ich sehe schon die ersten Neu-Eltern, die ihre Babyfotos nicht mehr über ihren eigenen Account posten, sondern dafür gleich einen neuen Account anlegen. Unsere Jüngsten könnten mit Facebook überfordert sein? Ach egal, die älteren Nutzer wissen auch nicht mehr.

Mal ehrlich: Wann gab es zuletzt mal ein neues Feature bei Facebook, über das man sich uneingeschränkt freuen konnte?

Ach egal, Hauptsache ich treffe dort alle meine Freunde! Ja? Wirklich? Reicht euch das?

Weiterführende Links zur Diskussion um Facebook:

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37 Antworten
  1. von Mel am 19.07.2012 (08:31 Uhr)

    Hat bei euch jemand schlechte Laune?

    Wenn ihr in eine Gaststätte geht und dort essen wollt, dann müsst ihr das wählen was auf der Karte steht. Wenn die Klofrau 50 Cent verlangt, dann könnt ihr euch überlegen, ob ihr auf die saubere Toliette möchtet oder lieber um die Ecke in den Wald!

    Facebook macht nicht alles richtig, das wäre falsch zu behaupten! Aber sie haben das Hausrecht und niemand zieht sowas auf ohne den Hintergedanken zu haben damit Geld zu verdienen! Würde wohl kein vernünftig denkender Mensch machen oder? Wisst ihr, dass es in Foren auch teilweise technisch möglich ist den Chat zu überwachen? Wer nicht möchte, dass etwas von ihm bekannt wird, das niemand wissen soll, der sollte es vielleicht mit telefonieren versuchen.

    Facebook hat immerhin 4 Wochen Zeit gegeben das Layout anzupassen, g+ hat es einfach von heute auf morgen gemacht - ohne Vorwarnung!

    Es gibt etliche Verbesserungen von fb, die - zumindest den Social-Media-Leuten - die Arbeit erleichtern z.B.: die zeitliche Steuerung von Beiträgen, die Tabs u.v.m.

    Es sind auch schon andere Seiten einfach abgestellt worden und daran muss dringend gearbeitet werden, aber wem es bei fb stinkt, der sollte einfach so konsquent sein und sich dort abmelden! Niemand muss dort schreiben oder posten....das geschieht freiwillig und umsonst!

    LG

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  2. von reraiseace am 19.07.2012 (08:31 Uhr)

    Ach egal, es ist ja nur Facebook ;)

    Guter Artikel, der wahre, wenn auch teilweise harte Worte spricht. Der Artikel von Sascha Lobo bei Spiegel Online war wie immer super geschrieben. Ich selbst setzte mich auch sehr kritisch mit dem Datenschutz bei Facebook auseinander. Wenn Facebook so weiter macht, dann schaufeln sie sich irgendwann ihr eigenes Grab. Das ist jedenfalls die Hoffnung. Ein Netzwerk muss sozial zu seinen Nutzern sein und Datenschutz und sozialer Gedanke gehören eng zueinander.

    Deine Identität gehört Facebook
    Soziale Netzwerke und der Datenschutz

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  3. von Laurent am 19.07.2012 (08:36 Uhr)

    Facebook soll sinnvolle Monetarisierungsmodelle starten. Warum nicht endlich eine Zahlungsmöglichkeit wie bei Paypal? Es wäre doch super via Facebook Payments zu machen. Das würde die Kassen füllen und FB müsste nicht fragwürdige Werbemodellen umsetzen.

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  4. von Sascha am 19.07.2012 (08:41 Uhr)

    Ich finde es ja erstaunlich, dass die gesamte Welt sich jetzt darüber aufregt, wenn bei Facebook ein Chat-Protokoll gescannt wird. Die Regierung zeichnet munter Verbindungsdaten von Handy und Internet auf und teilweise werden sogar Gespräche ohne richterlicher Anordnung durch die Polizei gescannt bzw. aufgezeichnet. Das nehmen aber scheinbar alle einfach so hin...

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  5. von Peter am 19.07.2012 (08:44 Uhr)

    @Sascha
    Sie nehmen es nicht so hin.
    Der Großteil der Gesellschaft ist um es krass auszudrücken zu dumm um es zu wissen.
    Warum sind sonst über 900 Millionen Menschen auf Facebook?

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  6. von Martin V am 19.07.2012 (08:56 Uhr)

    Facebook ist jetzt an der Börse und somit primär den Anlegern verpflichtet, so wie jedes andere börsennotierte Unternehmen auch. Wir User sind nur Mittel zum Zweck.

    Es wird ja auch niemand dazu gezwungen Facebook zu nutzen, und wer zu faul ist sich die gefühlten 23.000 Seiten AGBs durchzulesen muss halt damit leben, dass immer wieder böse Überraschungen kommen.

    Zudem gibt es sehr wahrscheinlich unzählige Seiten im Netz, die ihr Tracking nicht so offen zugeben - mal ganz abgesehen von den Smartphones und deren Herstellern... wer glaubt, dass nur Facebook so agiert, der lebt in einer digitalen Traumwelt.

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  7. von Tobi am 19.07.2012 (09:06 Uhr)

    Word!

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  8. von Peter am 19.07.2012 (09:12 Uhr)

    Die Frage ist hier eigentlich eher welchen Mehrwert Facebook denn überhaupt noch bietet, mit dem Gegensatz was wir denen verkaufen.
    Und diesen "Dann benutzt es nicht " oder "niemand zwingt dich dazu"-Spruch hat noch niemanden weitergebracht. Es sind endliche Aussagen, die weitere Diskussion im Keim ersticken wollen.
    Wie Sepp Blatters momentane Aussagen oder die Regeln des Vatikan oder des Korans.

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  9. von BiBaBimmelbahn am 19.07.2012 (10:06 Uhr)

    Eigentlich bin ich froh, dass wir hier in Deutschland einen (gesunden) Datenschutz haben. Aber anstatt sich immer wieder über neue und alte Funktionen aufzuregen, sollte doch besser mehr Aufklärung betrieben werden.

    Immer wieder heißt es in den Artikeln:
    "Die meisten User wüssten gar nicht, wo diese Einstellungen zu finden seien"
    geschweige denn
    "Viele Nutzer wissen gar nicht, dass es diese Funktion gibt, bzw. was sie tut".

    Dabei sind es m.M. nach gerade die jüngeren Jugendlichen, die einfach leichtgläubig alle ihre Daten freigeben und mit ihnen rumwerfen, ohne überhaupt eine leise Ahnung davon zu haben, was für konsequenzen das haben kann.

    Aufklärung ist allemal besser als ständig nur rumzumeckern, zumal FB darauf eh nicht, oder nur unzulänglich reagiert.

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  10. von Dominik am 19.07.2012 (10:28 Uhr)

    Wenn man sich mal die letzten Änderungen anschaut sieht, kann man ganz genau sehen was hier schief läuft:

    - Timeline
    Vor der Timeline konnte man noch einstellen wer überhaut Zugriff auf das Profil erlangen soll. Seit der Einführung ist das nicht mehr möglich. Viele Dinge können jetzt von allen gesehen werden, Umfragen z.B. lassen sich überhaupt nicht für Fremde verbergen.

    Dazu kommt die ganze Umstellung, man muss jeden Beitrag einzeln umstellen, wer hier viele Daten in den letzten Jahren preisgegeben hat, hatte mehrere Stunden mit der Bereinigung bzw mit den Einstellungen zu tun. Sich einfach ein neues Profil anlegen war hier weitaus sinnvoller, da man so auch direkt mal seine Daten bereinigen konnte.

    - "Freunde mit Bekannte" wurde zu "Freunde"
    Das war auch eine still heimliche Aktion. Einestages gab es nur noch "Freunde" und "Freunde ohne Bekannte". Plötzlich war alles, was bisher nur für die eigenen Freunde bestimmt war auch für die Freundesfreunde öffentlich.

    - Aktivitätenstream
    Wohl der größte Reinfall aller Zeiten.
    Stasi lässt grüßen und präsentiert nun alles auf dem goldenen Teller um noch mehr Verbindungen zu bekommen und noch mehr Seitenaufrufe generieren zu können. Wer gerne Freunden hinterherschnüffelt ist mit diesem Feature sehr gut bedient. Wie bei den meisten Einstellungen gibt es auch hier kein Entkommen, man steht drin ob man möchte oder nicht.

    - Sponsored storys
    Auch hier sieht man wieder einmal: Man kann es zwar ausstellen, standartmäßig ist es aber wieder einmal so eingestellt, dass Facebook einen Nutzen draus zieht.
    Das ist nichts neues, immerhin ist bisher alles, was nachträglich einstellbar ist zum Nachteil der Nutzer eingestellt.

    - Privatsphäreeinstellungen
    Früher konnte man das meiste Einstellen, es war alles untereinander schön übersichtlich, man musste nicht lange Suchen.
    Heute, wo die Privatsphäöreeinstellungen "zum Wohle der Nutzer" "verbessert" wurden, findet man nichts. Alles unter anderen und komplizierten Einstellungen verschwunden, vieles kann man nicht mehr einstellen und so wird uns das Leben schwer gemacht.

    Mit fällt auch nach langem Überlegen kein neues Feature ein, was ausschließlich dem Nutzer dient und keine Privatsphäreeinschrenkungen bringt.
    Alles, was neu ist wird so gemacht, damit alles noch öffentlicher ist.

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  11. von pooly am 19.07.2012 (11:00 Uhr)

    Warum kaufen Menschen bei Supermärkten ein, Mitarbeiter schikaniert und überwacht werden?
    Warum kaufen wir Produkte die offensichtlich unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert werden?

    Der Kunde hat es letzten Endes in der Hand.i

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  12. von Basar Seven am 19.07.2012 (11:12 Uhr)

    Ich muss zugeben, dass ich an der Zukunft von Facebook zweifele. Nicht nur wegen dem Umgang mit seinen Kunden, sondern auch wegen dem ganzen System von Google.

    Viele glauben noch nicht so richtig an Google Plus. Jedoch müsst Ihr euch das Ganze vorstellen; also das ökologische System Google.
    Hier eine plakative Darstellung:

    - wer weiß, was wir mögen und suchen (95% der Suche für unsere Produkte über google)?
    - wer weiß, wo wir uns bewegen und in Kombination was für mögen und wollen (Android mit google now)
    - welches System hat in nur wenigen Jahren geschafft alles in den Schatten zu stellen? (Android, wird in Zukunft auf allen Geräten sein, dass kommunizieren soll und wird bspw. Heizung, Auto, Radio, TV, Licht zu Hause etc)
    - Google Mail, wer weis was wir kommunizieren?
    - wo haben wir angefangen zu speichern, drive:)

    ---Das wichtigste kommt. USA haben die schon angefangen Test mit folgendem zu machen. Rechts bei der Suche erscheint nicht mehr Adwords , sondern Inhalte aus Google Plus, die im direkten Zusammenhang mit dem Suchbegriff stehen und die meisten + Klicks haben. Damit zwingt Google früher oder später alle Unternehmen zu Google Plus. Dann kommt der nächste Schachzug. Google Suche wird 100% in Google Plus integriert.

    Das nennt man strategischer Aufbau von einem ökologischen System.. Perfekt:)
    Ein kleiner Beitrag

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  13. von Cordula am 19.07.2012 (13:12 Uhr)

    Bei manchen Kommentaren hier kann man wirklich ein Schleudertrauma kriegen, so sehr musste ich mit dem Kopf schütteln über geballte Unwissenheit.

    Diejenigen, die hier so rumheulen haben sich anscheinend noch nie wirklich mit den Privatssphäreeinstellungen beschäftigt.
    Wenn man alles auf "öffentlich" stehen hat, dann kann natürlich Gott und die Welt den täglichen Stuhlgang von "Superhotbabe2012" lesen.

    Ich kann mich da nur den vernünftigen Kommentaren anschliessen, wer keine Ahnung hat und Sorge hat, dass Daten im Netz gespeichert werden, der sollte seinem Internet Provider eine Kündigung schreiben, denn sobald man den PC anschmeisst und ins Netz geht werden Daten gesammelt.

    Wer keine Ahnung hat.. einfach mal..... ne?

    Noch eins zu den "Stasi-Vorwürfen":
    Lieber Dominik, wenn Du deinen täglichen Stuhlgang bei Facebook postest, wenn Du dein Smartphone mit Facebook versorgst, damit Du auch überall in Facebook einloggen kannst und posten kannst.. Wenn Du noch dazu alles auf öffentlich gestellt hast... DANN wunder Dich nicht, wenn deine Daten im Internet kursieren.

    Wenn sich ein Mensch mal ein paar Minuten Zeit nehmen würde und sich um Einstellungen kümmern würde, gäbe es weniger Geheule.

    Wer weint über Ebay, weil sie Kaufprotokolle erstellen und einem rein zufällig Angebote passend zum bereits gekauften Gegenstand machen?

    Wer beschwert sich bei Gewinnspielfirmen, die niemals nen Gewinn auszahlen, aber fleissig Daten sammeln...
    ...und zwar von denjenigen, die ihnen diese Daten auch geben!!!

    Merkst Du was?

    Du selber bist verantwortlich für deine Daten, nur Du.
    Wenn Du deine Daten öffentlich machst und andere diese verwerten und weiterverwenden, dann ist das Geheule gross.

    Wie wäre es mal damit, vorher das Ding zwischen den Schultern zu benutzen und Privatssphäre zu schützen indem man nichts preisgibt?

    Muss doch nicht jeder wissen welche Farbe deine Boxershorts hat.

    Google wird viel schlimmer...überleg mal was Du benutzt, wenn Du deine neue Boxershorts in deiner Lieblingsfarbe suchst... wer weiss das wohl als erstes?
    ;)

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  14. von Fred am 19.07.2012 (13:52 Uhr)

    Liebe Cordula,

    warum gleich beleidigend werden, hm?
    Findest Du es okay, wenn ich Dir 50 Euro klaue, nur weil schon 5 andere Leute Dir 50 Euro geklaut haben? Niemand behauptet hier, das Google, Amazon oder Ebay besser wären.

    Ja, jeder ist für seine Daten selbst verantwortlich. Aber leider vergisst Du, dass das Internet eben in Zukunft kein freier Raum und auch keine Spielwiese für Hobbys aller Art sein wird. Im www geht es nicht erst seit gestern um Monetisierung. Wenn Bewerbungen nur noch als pdf erwünscht sind oder Du zwangweise etwas online zahlen musst, dann hat sich das Argument: Wer dasunddas nicht will, der soll eben offline bleiben auch ganz schnell erledigt.

    Im Übrigen gibt es durchaus Mittel und Wege, Google nicht an die Daten kommen zu lassen, aber das nur am Rande.

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  15. von Dominik am 19.07.2012 (13:54 Uhr)

    "Lieber Dominik, wenn Du deinen täglichen Stuhlgang bei Facebook postest, wenn Du dein Smartphone mit Facebook versorgst, damit Du auch überall in Facebook einloggen kannst und posten kannst.. Wenn Du noch dazu alles auf öffentlich gestellt hast... DANN wunder Dich nicht, wenn deine Daten im Internet kursieren."

    Leider verstehst du es nicht, vielleicht willst du es auch nicht verstehen?

    Es geht darum, dass man früher jeden Furz einstellen konnte, man konnte bestimmen wer überhaupt Zugriff aufs Profil erlangen kann.
    Wenn man früher Inhalte für Seine "Freunde" geteilt hat, war der Inhalt auch nur für Freunde zu sehen. Nur Facebook ist dann auf den Trichter gekommen diese Einstellung zu verändern und plötzlich verstand Facebook unter "Freunden" zusätzlich die Freunde von Freunden.

    "Wer weint über Ebay, weil sie Kaufprotokolle erstellen und einem rein zufällig Angebote passend zum bereits gekauften Gegenstand machen?"

    Es ist etwas vollkommen anderes, ob eine Firma für mich Werbung anhand meiner Daten zuschneidet oder ob in meinem Namen Werbung bei meinen Freunden gemacht wird.
    Oder erhalten deine Freunde auch Werbung bei Ebay von Gegenständen, die du da gekauft hast?
    "Dein Freund XY hat sich YZ gekauft, wäre das auch nich was für dich?"
    Klingelts?

    "Du selber bist verantwortlich für deine Daten, nur Du."
    Ich bin für meine Daten verantwortlich, aber wenn ich etwas einstelle und Facebook das dann nach X Tagen so abändert, dass die Einstellung, die mal vorgenommen wurde auf einmal wieder unwirksam ist, dann liegt es eben nicht in meiner Hand.

    Wenn ich die Pinnwand früher nur für meine Freunde sichtbar hatte, schön Sachen gepostet habe und auf einmal wird die neue Timeline eingebunden, wo plötzlich alle Zugriff auf die Pinnwand bekommen und es keine Möglichkeit mehr gibt diese für spezielle Personen nicht ersichtlich zu machen muss ich alles mühsam ändern, obwohl es früher nur für einen eingestellten Personenkreis war?
    Finde den Fehler.

    Und da kommen wir zum Punkt. Facebook murkst viel zu viel mit dem Datenschutz rum, was du einmal eingestellt hast kann auf einmal von Facebook wieder umgeworfen werden, weil etwas neues eingefügt wurde.

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  16. von Silke am 19.07.2012 (14:04 Uhr)

    Dem kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen - und Millionen anderer Nutzer garantiert auch, zumindest kenne ich keine einzige Person, die positiv über Facebook denkt ...!

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  17. von Ley am 19.07.2012 (14:22 Uhr)

    Jammern hilft nicht...

    da gibts nur eine Lösung -> Facebook Account löschen!

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  18. von Klaus am 19.07.2012 (14:31 Uhr)

    "Natürlich ist das nicht miteinander vergleichbar, denn Facebook ist schließlich ein privates Unternehmen und keine staatliche Behörde"

    *lol* Was für ein albernes Argument! Schließlich sind selbst unsere "staatlichen Behörden" nur private Unternehmen und um Bürgerrechte schert sich in Deutschland doch eh keine Sau! Wer sollte sich in einem rechtsfreien Raum auch darum kümmern?

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  19. von Semih Akalin am 19.07.2012 (14:35 Uhr)

    Die kombination Facebook+Google sollte uns Angst machen.

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  20. von Falk Hedemann am 19.07.2012 (14:35 Uhr)

    @Klaus: „Schließlich sind selbst unsere "staatlichen Behörden" nur private Unternehmen“ - echt? Welche meinst Du denn damit? Und mit „rechtsfreien Raum“ meinst Du das Internet? Dann kann ich im Internet also alles machen was ich will, ohne dafür belangt werden zu können? Kann ich mich da auf Dich berufen? ;-)

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  21. von Fabian am 19.07.2012 (14:49 Uhr)

    Naja die Debatte über den Datenumgang bei Facebook wird wahrscheinlich nie abreißen. Ob dagegen Google eine bessere Alternative ist, mag ich auch stark zu bezweifeln.

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  22. von Facebook ist groß am 19.07.2012 (14:54 Uhr)

    In Ländern mit Fair-Use könnte mein ein Browser-plugin schreiben um alle Einstellungen oder andere Views auf seine öffentlichen Daten zu kriegen.

    Davon abgesehen ist das Beklagen nicht sehr wirksam.
    Es gibt viele Firmen die wenig Freunde haben. Andere werden in Foren sofort verteidigt wie z.b. einige aus der folgenden Liste:
    Ebay, Paypal, Nokia, Sony (PS3), AOL, M$ (Vista, 8Arm. Phone6.5), Adobe (Flash, SVG, PDF), Android-Phone-Anbieter, Skype, ICQ, Google, Amazon, Yahoo.
    Facebook ist also nur das neue ... (insert-alte-unbeliebte-Firma-here) .
    Piraten sind die neuen Grünen sind die neuen SPD. Rot-Grün war auch nicht besser als Schwarz-Gelb. Beides "Monopolisten" mit Stimmenmehrheit.

    Wer ein Monopol hat, braucht nur den überlegenen deutschen Verbraucherschutz und die vebraucherfreundlichen EU-Kommissare die für den Bürger und nicht für Firmen arbeiten zu fürchten.

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  23. von AndiBN am 19.07.2012 (15:11 Uhr)

    Die Teilnahme bei Facebook ist wie das meiste im Leben (ausser GEZ-Gebühren) freiwillig!!
    Wer sich über den Datenschutz bei Facebook aufregt, der soll es doch einfach verlassen!
    Ich für meinen Teil gebe Facebook die Daten preis, die eh jeder weiß und einsehen kann!

    Wer nun über prekäre Dinge sich in Chats unterhält, der ist doch nun selbst schuld! Intime Gespräche führt man am Besten persönlich und nicht über das ach so unsichere Internet!

    Wer das sagen hat bei Facebook ist Herr Zuckerberg! Und wem das nicht passt, der schliesst sich halt einem anderen oder keinem Social Network an!

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  24. von TG am 19.07.2012 (16:17 Uhr)

    Facebook nützt nur die Macht, die wir ihm geben. Und monetarisiert dabei ohne moralische Rücksicht unsere Daten, denn die Regel ist einfach: Entweder wir zahlen für das Produkt oder wir sind das Produkt.

    Solange wir keine (brauchbare) Alternativen haben (und nein, G+ ist keine, da Google genauso auf Gewinn ausgerichtet ist), werden wir FB wohl weiter benützen.

    Die Frage, ist, wie wir das tun. Der Artikel ist hervorragend, weil er uns bewusst macht, wie das System FB funktioniert.

    Ist es nicht erstaunlich (und oft furchterregend), wie sehr Facebook (ein einzelnes Unternehmen!) unser Leben und unsere Kommunikation verändert?
    http://www.tg-text.com/2010/04/kommunikation-30-face-to-face-statt.html

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  25. von Lissy am 19.07.2012 (17:46 Uhr)

    Es geht doch noch nicht mal unbedingt darum, was andere Leute auf Facebook von einem selbst lesen oder sehen können, sondern dass Facebook fußballfeldergroße Anlagen voller Rechner hat, die ALLE Daten sammeln, die sie nur sammeln können. Da hilft auch keine "Privateinstellung", Facebook hat alles.
    Und, ja, sicher, momentan benutzen sie die Daten "nur" für Werbung o.ä., aber die Möglichkeiten, die sie mit diesen Daten haben, will ich mir gar nicht vorstellen, da wird mir kotzschlecht.

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  26. von Erik am 19.07.2012 (22:33 Uhr)

    Fratzbuch und seine Millionen Deppen

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  27. von Alex Hei am 20.07.2012 (00:01 Uhr)

    Wir sind 'ne schweigende Armee
    Macht euch auf was gefasst
    Wir sind die graue Masse
    Die kein Geheimnis hat
    Weil man alles von uns weiß
    Und uns ständig kontrolliert
    Unsere Wege verfolgt und einstudiert

    Auf der Suche nach der Norm
    Forscht man uns akribisch aus
    Speichert Informationen
    Über unseren Lebenslauf
    Was wir tun und was wir lassen
    Wie wir denken, wie wir fühlen
    Was wir mögen
    Was wir hassen am System

    Ihr könnt uns jagen wie ihr wollt
    Lernt uns ruhig noch besser kennen
    Beim Versuch uns zu manipulieren
    Doch ihr habt euch schwer getäuscht
    Wenn ihr glaubt, dass man uns lenkt
    Die letzte Schlacht gewinnen wir
    Weil wir euch einzeln
    Durch die Netze geben

    Was fahren wir für ein Auto
    Wie oft stehen wir im Stau
    Wie viel Sex pro Kopf wir haben
    Untersucht man ganz genau
    Was wir verdienen und bezahlen
    Wie wir wohnen, wo wir stehen
    Wovon wir träumen
    Und ob wir gläubig sind

    Ihr könnt uns jagen wie ihr wollt
    Lernt uns ruhig noch besser kennen
    Beim Versuch uns zu manipulieren
    Doch ihr habt euch schwer getäuscht
    Wenn ihr glaubt, dass man uns lenkt
    Die letzte Schlacht gewinnen wir

    Wir sind im Mittelmaß zu Hause
    Wir scheren nie zu weit aus
    Es gibt kein Unten und kein Oben
    Niemand bricht zur Seite aus
    Wir verlieren uns in der Menge
    Keiner kennt unser Gesicht
    Ihr werdet niemals wirklich wissen
    Wer wir sind...

    Ihr könnt uns jagen wie ihr wollt
    Lernt uns ruhig noch besser kennen
    Beim Versuch uns zu manipulieren
    Doch ihr habt euch schwer getäuscht
    Wenn ihr glaubt, dass man uns lenkt
    Die letzte Schlacht gewinnen wir, weil wir euch einzeln durch die Netze gehen!
    (Toten Hosen)

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  28. von Thomas Hutter am 20.07.2012 (00:01 Uhr)

    Ein paar Gedanken zum Artikel habe ich als Blogbeitrag aufgearbeitet:
    Facebook: es reicht! [Kommentar] - eine Frage der Sichtweise.

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  29. von Struppi am 20.07.2012 (11:19 Uhr)

    "Du selber bist verantwortlich für deine Daten, nur Du." - Das ist natürlich Unsinn. Keine Frage, wer seine Daten in andere Hände gibt, geht damit ein Risiko ein, aber die Verantwortung, was der Anbieter mit meinen Daten macht, kannst du doch nicht mir aufbürden. Soll jeder FB Nutzer in die USA fahren und dort die Dursicht seiner Daten fordern?
    Völliger Unsinn! Die Firmen die Daten sammeln müssen gesetzliche Vorgaben bekommen was sie dürfen und was nicht. Und wenn sie, wie in dem Artikel beschrieben, private Gespräche "belauschen" wollen, dann muss es darüber eine Bestimmung geben inwieweit dieser eingriff erlaubt ist oder nicht.

    Das führt aber zu der Frage, welche Funktion hat ein soziales Netzwerk?
    Ist es ein privates Unternehmen, das lediglich seine kommerziellen Ziele verfolgt und die Kunden als ihr Kapital sieht, mit dem die Firma machen kann was sie will?
    Dann kann man es so sehen, wie die meisten Kommentatoren hier. Dann ist jeder selbst Schuld, wenn er oder sie private Daten FB zu Verfügung stellt. Und FB hat auch alle Rechte diese Daten für ihre Zwecke zu benutzen.

    Anderseits kann man soziale Netzwerke auch als Infrastruktur sehen - wie z.b. auch Telefongesellschaften - um Menschen die Möglichkeit zu geben, im Internet miteinader zu kommunizieren.

    Und in dem Fall sollte und muss eine private Kommunikation geschützt sein und darf nicht in irgendeiner Form ausgewertet werden. D.h. die Verantwortung die Daten zu schützen ergibt sich aus dem Grundgesetz und der Staat hat dafür Sorge zu tragen, dass Firmen diesen Schutz nicht unterlaufen, wie es momentan FB macht.

    Und in dem Fall ist es auch unerheblich ob es Menschen gibt, denen es egal ist wieviel privates sie in die Öffentlichkeit tragen. Es geht nicht um das was öffentlich wird, sondern dass zumindest heutzutage es noch Konsens ist, dass wir Menschen nicht in einem Überwachungsstaat leben möchten.

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  30. von Michael Konjevic am 20.07.2012 (11:54 Uhr)

    Also wir hatten uns bereits vor einigen Tagen entschlossen zu Google+ zu wechseln. Da ist zwar noch nicht wirklich viel Interaktion, doch wir haben Facebook als Privat-Plattform bewertet. Ob Google+ besser sein wird, wird sich zeigen. Doch zumindest ist Google nicht so sehr auf den Profit bei Google+ angewiesen, kann es sich doch immer am großen Topf von AdWords bedienen...

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  31. von Raoul^ am 23.07.2012 (15:31 Uhr)

    Den Anmerkungen des Beitrages kann ich voll und ganz beipflichten. Nur wird dies nicht viel bringen, denn den 900 Millionen Usern - im übrigen interessiert mich mal die Zahl der bereinigten Accounts - wird es in der Mehrzahl dann doch egal sein. Es ist ein Tauschgeschäft zwischen dem Nutzer/ Facebook und solange die Balance auch für die Masse der Nutzer noch einigermaßen in der Balance ist wird Facebook der Platzhirsch bleiben. Die schiere Anzahl der Nutzer und damit das Netzwerk wird jeden Mitbewerber klein halten.

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  32. von debbie am 24.07.2012 (15:36 Uhr)

    auch wenn das angebot auf fb's startseite sehr verlockend klingt:

    "Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen."

    (mein gott, die meisten scheinen offline dazu gar nicht mehr in der lage zu sein. nüchtern betrachtet ist dieser 'USP' ein witz)

    ich selber bin nicht, war nie und werde auch nie auf fb sein. nennt es trotz - ich nenne es 'fehlendes selbstdarstellungs-gen', das offensichtlich eine grundisposition der menschheit ist. und weitsicht.

    und jetzt mal klartext, falk: bis du wirklich kein facebooker mehr? oder reicht es dann doch "seine freunde (freunde in GROSSEN anführungsstrichen!) dort zu teffen?

    die ironie wird vollendet durch den obligatorischen hinweis, ohne den sowieso keine website mehr auszukommen scheint: "100.000+ Community-User. Mach mit!"

    ich sage - nach wie vor - nein, danke.

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  33. von debbie am 24.07.2012 (15:40 Uhr)

    (die frage konnte ich mir auch selbst beantworten - offenbar hat das posten von bewaffneten gartenzwergen dann doch höhere priorität, als etwas wirklich durchzuziehen. schade.)

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  34. von Falk Hedemann am 24.07.2012 (15:44 Uhr)

    @debbie: Wieso muss ich denn gleich meinen Account löschen, wenn ich einen Dienst kritisiere? Gibt es in Deutschland nur noch schwarz oder weiß? Ich kann doch nur was kritisieren, was ich auch selbst kenne und nutze!

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  35. von debbie am 24.07.2012 (16:10 Uhr)

    @falk: ich kann auch sehr gut raucher kritisieren, ohne jemals an einer zigarette gezogen zu haben.
    das funktioniert wunderbar. etwas nicht nutzen oder tun ist nicht gleichzusetzen mit unkenntnis.

    und ich kann dich beruhigen, ich bin ebenfalls gegen schwarz-weiß-malerei. dann habe ich dein entschlossenes 'es reicht!' wohl falsch interpretiert. bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens ein bruchteil der fb-user auch nur halb so kritisch über dieses 'soziale' netzwerk denkt wie du.

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  36. von exhomedesign am 17.09.2012 (14:31 Uhr)

    Also ich hatte letzte Woche so eine Namensabfrage zu einer Freund bekommen. Das ist für mich zumindest damit bestätigt

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  37. von spiegel.badezimmer am 20.01.2013 (03:00 Uhr)

    Was sonst noch so ärgert kann man auch hier gut nachlesen: Facebook es reicht!! Facebook missachtet sein Kapital und setzt auf Geld!

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