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Schattenprofile: Warum Facebook auch Daten von Nicht-Nutzern hat

Schattenprofile: Warum Facebook auch Daten von Nicht-Nutzern hat

Auch über Menschen, die kein Mitglied bei sind, legt das Datensammlungen an. Über die Facebook-App oder den Zugriff auf Mail-Konten der Nutzer gelangen Namen, Adressen und Telefonnummern nach Menlo Park.

Schattenprofile: Warum Facebook auch Daten von Nicht-Nutzern hat

Im Juni 2013 hat Facebook in einem Blog-Beitrag bekannt gegeben, dass man eine Sicherheitslücke geschlossen habe, über die Nutzer an Kontaktinformationen von Nicht-Freunden gelangen konnten. Genauer ging es um einen Fehler, durch den beim Export der eigenen Daten auch Informationen zu Menschen enthalten waren, mit denen man nicht befreundet war.

Während von dem Bug laut Facebook nur wenige betroffen waren, hat der Beitrag auf einen anderen Umstand aufmerksam gemacht, den viele Menschen mit gemischten Gefühlen sehen dürften. Nach Angaben des Sozialen Netzwerks haben sich auch Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Menschen auf den exportierten Daten befunden, die keinen Facebook-Account haben.

Wie Facebook an die Daten von Nicht-Mitgliedern kommt

Facebook hat beispielsweise auf Android zugriff auf all eure Kontaktdaten. (Screenshot: Permission Explorer)
Facebook hat beispielsweise auf Android Zugriff auf all eure Kontaktdaten. (Screenshot: Permission Explorer)

Facebook hat verschiedene Wege, an diese Daten zu kommen. Benutzt man – was bei vielen Nutzern der Fall sein dürfte – die entsprechenden Smartphone-Apps, laden sich die euer gesamtes Telefonbuch runter. Immerhin erteilt man vor der Installation der Android-App unter anderem genau dafür eine Erlaubnis – zumindest, wenn die nicht vorinstalliert ist. Auch wer Facebook Zugriff auf Gmail, Outlook.com und Co. gibt, gibt die Kontaktdaten der Menschen frei, mit denen man in Kontakt steht.

Die Begründung für die Sammelwut liest sich harmlos: Laut Facebook nutzt man die Informationen für einen Abgleich mit der eigenen Nutzerdatenbank. So könne man entweder herausfinden, ob Bekannte eines Nutzers schon auf Facebook sind und diese als Freunde vorschlagen, oder empfehlen, die Bekannten zu Facebook einzuladen.

Kaum ein Schutz möglich vor der Facebooks Sammelwut

Die Datenschutzimplikationen sind deutlich weitreichender. Wer sich bewusst dagegen entscheidet, ein Profil bei Facebook einzurichten, wird das vielleicht deshalb tun, weil er dem Dienst keine persönlichen Daten anvertrauen will. Auch kann das Soziale Netzwerk hinter den Kulissen über weit mehr Nutzerdaten verfügen, als diese tatsächlich in ihr Profil eingetragen haben – Informationen, die man der amerikanischen Firma bewusst nicht anvertraut hat.

Die Menge an Daten, die Facebook über Nicht-Mitglieder sammelt, könnte enorm sein. Für Menschen, die partout keine Kontaktinformationen auf den Servern des Anbieters wissen wollen, gibt es praktisch keinen Schutz. Dass mindestens einer der Bekannten oder Freunde, mit denen man regelmäßig in Kontakt steht, einen Account bei Facebook hat, sollte bei über einer Milliarde Mitgliedern weltweit anzunehmen sein.

Weiterführende Links zum Thema „Facebook“

Bildnachweis für die Newsübersicht: Alessio / Flickr Lizenz: CC BY 2.0

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2 Antworten
  1. von Tarulia am 13.08.2013 (12:23 Uhr)

    Der Titel scheint mir nicht ganz treffend, der Artikel beschreibt nicht wirklich "Warum" Facebook die daten sammelt, sondern nur, dass sie das tun und wie sie ran kommen. Das offizielle Statement würde ich jedenfalls nicht als bare Münze nehmen.

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  2. von Baldauf am 17.08.2013 (23:47 Uhr)

    Danke für den guten Artikel.
    Ich finde die Erklärungen sehr gut und du triffst den Nagel genau auf Kopf!

    Markus Baldauf
    Personalberatung

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