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Sinkende Engagement-Rate: So schlimm steht es wirklich um die großen Marken auf Facebook

Sinkende Engagement-Rate: So schlimm steht es wirklich um die großen Marken auf Facebook

Mit sinkender organischer Reichweite auf verringert sich auch die Engagement-Rate. Laut einer neuen sank sie im Fall von zehn Top-Marken um durschnittlich 40 Prozent in einem Jahr.

Sinkende Engagement-Rate: So schlimm steht es wirklich um die großen Marken auf Facebook

Engagement-Rate auf Facebook. (Foto: FACEBOOK(LET) / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Engagment-Rate und die Anzahl der Posts von zehn großen Marken auf Facebook. (Grafik: Simply Measured)
Engagment-Rate und die Anzahl der Posts von zehn großen Marken auf Facebook. (Grafik: Simply Measured)

Facebook: Engagment-Raten großer Marken sinken deutlich

Es ist kein Geheimnis, dass die organische Reichweite von Seiten auf Facebook seit 2013 deutlich sinkt. Dass dadurch auch die Engagement-Rate dieser Seiten absinkt, ist ebenfalls klar. Eine neue Studie zeigt jetzt, wie dramatisch sich die Veränderungen auf zehn große Marken auswirken.

Simply Measured hat sich die Entwicklung der Engagment-Rate von Unternehmen wie Disney, Mercedes Benz, Starbucks oder Intel angeschaut. Das Ergebnis ist klar: Insgesamt sank die Engagment-Rate der untersuchten Marken in einem Jahr um 40,41 Prozent. Und das trotz einer Steigerung der Gesamt-Posts um 20,1 Prozent im selben Zeitraum. Mit MTV und Harley-Davidson schafften es dennoch zwei der untersuchten Marken, ihre Engagment-Rate entgegen dem Trend zu erhöhen.

Marken auf Facebook: Sinkende Engagement-Rate. (Grafik: Simply Measured)
Marken auf Facebook: Sinkende Engagement-Rate. (Grafik: Simply Measured)

Facebook: Engagement-Rate pro Post steigt lediglich bei Harley-Davidson

Betrachten wird nicht die gesamte Engagement-Rate sondern lediglich die Engagment-Rate pro Beitrag dann konnte mit Harley-Davidson sogar nur eine Firma einen Aufwärtstrend verzeichnen. Die Gründe für den atypischen Erfolg des Motorradherstellers sieht Simply Measured in verschiedenen Faktoren begründet.

Zum einen soll Harley-Davidson sehr regelmäßig und zu den immer gleichen Tageszeiten posten. Zum anderen bestehen die Posts zu einem Großteil aus Bildern, was auf Facebook natürlich immer gut ankommt. Andererseits dürften auch Beiträge von Stars wie Kid Rock und ZZ Top mit Verweis auf den Motorradbauer zu dem Erfolg beigetragen haben. Vor allem aber hat es Harley-Davidson geschafft, eine wahre Gemeinschaft aus Marken-Fans auf ihre Seite zu locken.

Engagement-Rate: Harley-Davidson ist der einzige Gewinner unter den zehn Marken. (Grafik: Simply Measured)
Engagement-Rate: Harley-Davidson ist der einzige Gewinner unter den zehn Marken. (Grafik: Simply Measured)

Auch wenn das für kleinere Marken erstmal schwieriger zu erreichen sein dürfte, lässt sich dennoch etwas daraus lernen. Neben dem notwendigen Kapital, um die Reichweite der Beiträge zu erhöhen, helfen qualitativ hochwertige Inhalte, die den Interessen der Fans entsprechen, dabei dem allgemeinen Trend Einhalt zu gebieten.

via contently.com

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8 Antworten
  1. von Martin am 16.06.2014 (19:58 Uhr)

    Letzter Absatz "Neben dem notwendigen Kapital, um die Riechweite der Beiträge zu erhöhen..." Riechweite ist auch schön. ;)

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  2. von maddin am 16.06.2014 (21:51 Uhr)

    sorry, aber ich poste über nix anderes wie das was meine user interessiert und dennoch erreiche ich von 20.000 nur 800.
    hier kann es nur an fb liegen da ich nicht spamme oder sonstiges.der laden schafft sich langsam und für mich ab.

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  3. von Kim Rixecker am 17.06.2014 (09:36 Uhr)

    @Martin:

    Oh, danke für den Hinweis. Wurde korrigiert.

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  4. von Niko am 17.06.2014 (11:18 Uhr)

    Ich finde es einfach nur traurig. Ich erinnere nur an die frühen naiven Worte Zuckerberg's "Es wird niemals Werbung auf Facebook geben" und jetzt schwingt er die Businesskeule bis zum eigenen Untergang. Deutschland ist nachwievor Facebookaffin, weil die Nutzer davon aktiv nichts merken. Die kleinen Communities, Blogs und Entertainment Sites haben hingegen keine Möglichkeit mehr die eigene Reichweite organisch zu erhöhen. Und schon rollt der Rubel. Die Frage ist nur: Wie lange noch?

    Wird Zeit, dass Facebook abgelöst wird.
    Mich würde es freuen.

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  5. von Geigo am 17.06.2014 (11:52 Uhr)

    Man kann ein soziales (!) Netz wahrscheinlich eher non-profit betreiben und weniger als Kapitalmaschine. Klar, dann müssen sich die Werbefuzzies was neues suchen.

    Ob Fratzenbuch bald weg ist oder nicht werde ich persönlich wohl kaum bemerken da kein Konto dort. Für den allgemeinen geisteszustand der gesellschaft wäre es wohl wünschenswert ;-)

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  6. von ben_ am 17.06.2014 (13:29 Uhr)

    Oh. Interessant. Gibt es auch Vermutungen über die Gründe, warum die Zahlen sinken? Gilt das nur für große Marken, oder ist das ein allgemeiner Trend?

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  7. von Marina am 17.06.2014 (16:44 Uhr)

    Bitte, lieber Kim, entscheide dich, wie du Engagement schreiben möchtest ;-).

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  8. von Falk D. am 18.06.2014 (08:59 Uhr)

    Ich teile einzig die Analyse bezüglich Harley-Davidson nicht so ganz. Ich sehe den Anstieg bei Harley eher darin, dass Harley einen Kundenschwerpunkt über 50 und bei typischen Late-Adopters ("Zahnwälte") hat, dass sind die Gruppen, bei denen Facebook auch in den USA steigende noch steigende Reichweiten hat.

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