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Digitale Gesellschaft

Facebook und Co: Immer weniger Deutsche nutzen Social Media

    Facebook und Co: Immer weniger Deutsche nutzen Social Media

Social Media in Deutschland weniger beliebt. (Foto: mkhmarketing / flickr.com, Lizenz: CC-BY )

Die Nutzung von Social Media in Deutschland geht zurück. Nur noch 68 Prozent der Deutschen nutzen einer Studie zufolge regelmäßig Facebook, Twitter, Xing und Co.

Social Media: Facebook von Abwärtstrend besonders betroffen

Mit 68 Prozent etwas mehr als zwei Drittel der Deutschen ab 14 Jahren waren im vergangenen Jahr auf Social-Media-Plattformen aktiv – nach 75 Prozent im Jahr 2013 und 70 Prozent im Jahr 2012. Besonders betroffen von dem Abwärtstrend scheint der Studie von Faktenkontor und Toluna zufolge Facebook. 2014 waren nur noch 38 Prozent der deutschen Internetnutzer auf Facebook aktiv. Im Jahr zuvor waren es noch 47 Prozent, 2012 sogar 58 Prozent.

Social Media: Aktive Nutzer bei Facebook in der Minderheit. (Foto: mkhmarketing / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Im Dezember 2014 hatte Faktenkontor bereits unter dem Titel „Facebook stirbt” festgestellt, dass der Anteil der Nutzer, die den Branchenprimus aktiv mit Inhalten füllen, stark gesunken sei. Zwar würden noch 93 Prozent aller Social-Media-User in Deutschland Facebook in ihrer Freizeit nutzen, allerdings seien zum ersten Mal seit Beginn der Erhebungen 2011 diejenigen in der Mehrzahl, die den Dienst passiv nutzen würden – „eine bedrohliche Entwicklung für Facebook“, wie es bei Faktenkontor hieß.

Geht es nach der aktuellen Umfrage, hält der Abwärtstrend auch 2015 an. Ein Viertel der Befragten (nach 20 Prozent 2013) hat angegeben, dass sie in Zukunft keine Social Networks mehr nutzen wollen. 44 Prozent geben als Hauptgrund für ihre Ablehnung den Social Networks gegenüber Sorgen über eine mögliche Verletzung ihrer Privatsphäre an. Freilich ist Deutschland damit noch keine Social-Media-Wüste, da für das laufende Jahr 40 Millionen Nutzer von Social-Media-Plattformen erwartet werden.

Brandenburger sind Social-Media-Muffel

Interessant ist auch die Verteilung der Social-Media-Nutzung innerhalb Deutschlands. Während Berlin, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz hier mit 73 Prozent an der Spitze liegen, erweisen sich die Bewohner von Mecklenburg-Vorpommern (60 Prozent) und Brandenburg (59 Prozent) als Social-Media-Muffel. In Brandenburg ist übrigens Stayfriends deutlich beliebter als anderswo in der Bundesrepublik (39 Prozent versus 24 Prozent im Durchschnitt).

Vielleicht auch interessant: Hier findet ihr Alternativen zu Facebook

via www.adweek.com

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11 Reaktionen
Fanmade
Fanmade

Also ich finde Facebook super und finde die Leute nerviger, die es nicht nutzen.
Ich habe dort ein einfaches Profil angelegt und bin dort fast ausschließlich lesend unterwegs.
Meine eigenen Nachrichten beschränken sich auf (sehr sehr seltene) Likes für mich besonders guter oder interessanter Inhalte, sowie auf Meldungen á la "Handy kaputt, bitte bei Bedarf per E-Mail schreiben.".
Die Leute, welche zu oft irgend etwas uninteressantes oder gar nerviges gepostet haben, habe ich einfach aus meiner Beobachtungsliste entfernt, oder gleich komplett aus der "Freundesliste" geworfen.
Dazu gibt es ein paar Gruppen, wie z.B. die meiner ehemaligen Schulklassen.
Ohne die Seite hätte ich bereits den Kontakt zu vielen Leuten komplett verloren, mit welchen ich so noch zumindest ab und zu schreibe und es teilweise sogar zu Treffen gekommen ist.
Wer mit den Social Networks nicht umgehen kann, der soll halt weg bleiben.

Was Kinder angeht, ist es natürlich ein etwas schwierigeres Thema. Hier liegt die Verantwortung aber hauptsächlich bei den Eltern, welche sich allgemein mit den modernen Kommunikationsmöglichkeiten gut vertraut machen und ihre Kinder entsprechend schulen müssen.
Denn wie sagt man so schön;
Heutzutage haben Eltern 2 große Ängste: Was ihre Töchter hochladen und was ihre Söhne runterladen.

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Stephan Jaeckel

Der Tag hat 24 Stunden und selbst Churchill und Thatcher brauchten mindestens ihre zwei Stunden Schlaf pro Nacht. Der Durchschnittsmensch benötigt rund sieben Stunden Schalf, was 17 Stunden für alle Aktivitäten übrig lässt, die nicht im Schlaf erledigt werden können und sei es nur das Befüllen von buffer & Co fürs nächtliche Posting.

Selbst der unökonomischste Mensch wird bemüht sein seine 17 Stunden Wachzustand irgendwie optimal zu nutzen. Und dialogisch (also "Social Media") erscheint allemale lohnender als passiv TV oder Internetinhalte zu konsumieren. Denn bei "Social Media" kann man Dank Likes, Shares und Kommentaren mehr Ruhm erhoffen, als uns Andy Warhol einst versprach.

Es gehört wohl zu den Vorurteilen meiner (älteren) Generation, dass ein durchschnittliches Wannabe-It-Girl heutzutage mehr Selfies and einem Wochenende auf Toiletten von Clubs von sich macht und postet, als Neil Armstrong vom Mond zurück brachte. Aber wenn sie dafür etwas zurück bekommt, dann "lohnt" es sich für sie. Und es lohnt sich auch Paul McCartney eine großartige Karriere auf Twitter vorherzusagen, nachdem ihn Kayne West "entdeckt" hat und in Postings den Rapper zu loben, wie er junge Talente entdecke und fördere. Das gibt Linkes, Shares und Komentare - insbesondre auch von Beatles-Fans :-D

Im geschlossenen Bereich von What's APP fällt man mit solchen Kommentaren nicht negativ auf zumindest wenn Mama und Papa nicht unter den Angeschriebenen sind. Gleichzeitig ist hier die Bindung durch den SMS/MMS-Ersatz-Charakter höher, da die Freundesbeziehungen enger sind. facebook wusste warum es die APP kaufte. Da sind heute viele Nutzer, die bei facebook weg sind, obwohl die APP hinter Viber oder Line zurück hängt (m.E.).

Das XING inzwischen ständig Postings von Gruppenleitern in meiner Mailbox promotet lässt vermuten, dass hier die Erkenntnis eingezogen ist, dass Verkäufer unter Verkäufern nur schwer zu Ruhm und noch schwerer zu Geld gelangen. Meine These ist, dass dieses "Werbeangebot" verhindern soll, dass zu viele Gruppen ein jähes Ende finden, während die kaum wachsende Plattform damit befasst ist nicht zu verstehen, wie sie für berufliche Kontaktsuche, -pflege, Geschäftsanbahnungen und die potenzierten 15 Minuten Ruhm im begrenzten 17-Stunden-Tag relevanter werden könnte, bevor LinkedIn massebedingt Monopolist wird.

Unternehmen stehen schlussendlich vor der Frage, bis zu wie wenig Nutzern oder bis zu welchem ROI herunter sich der Betrieb eines Social-Media-Kanals für sie noch rentiert und welche der neuen Kanäle man zu welchen Kosten an meist völlig veraltete CRM-Systeme anbinden sollte. Zu oft fehlen Kriterien und Konzepte - neben verwertbaren Schnittstellen. Wie - falls überhaupt - soll man Reddit - oder Pinterest-Daten mit einem Legacy-System von IBM verknüpfen? Was nützt agile Softwareentwicklung oder neuerdings "Over Agile" (weil agil nicht mehr reicht), wenn die Flexibilität dann nur zu einem Gordischen Knoten in der CRM-IT und den Prozessen führt?

Lösungen für diese technischen Fragen (die sind fast immer eine Frage von Zeit und Geld) sind keine Antworten auf die betrieblichen und unternehmerischen Fragen. "Man muss heute überall präsent sein," aber warum wird nicht gesagt: Der Verkäufer des Beraters will Arbeitsstunden verkaufen. Was, wann, wo und wie zu tun ökonomisch zuträglich ist, bleibt eine individuelle Frage. So schwer wie sich Deutsche Unternehmen (älteren Gründungsdatums) an Social Media gewöhnten (jenseits des Anzeigenschaltens), so sehr muss man ihnen fast wünschen, dass die Kunden geschlossen zu E-Mail-Kommunikation zurückkehren.

Und selbst dann könnte man Twitter noch immer dafür nutzen, parallel zum Gute-Nacht-Tweet an die Mitarbeiter via IFTTT das Licht im Büro zu dimmen ;-)

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derXare
derXare

Robert Brors (Post vom 19.1.) hat es auf den Punkt gebracht: "...die Chancen ... Dumme zu erwischen ist halt dort am grössten". Wie sollen wir aber nun die fallenden Prozentzahlen interpretieren:
Sterben Dumme etwa aus? - Das wäre ja toll, aber ich fürchte, die kommunizieren nur noch über Whatsapp, denn da ist es völlig legitim, die gleiche Minimalorthografie wie bei SMS zum Besten zu geben. Warum eigentlich heißt es immer noch "soziales Netzwerk"? Folgt man hier dem Zuckerberg-Diktat und lässt einfach das führende "a" weg, das zweifellos vorangestellt werden müsste? Ich kenne niemanden mit einer gesunden Psyche, einer einigermaßen normalen Einstellung zu realen Beziehungen und Freundschaften und einem halbwegs ausgeprägtem Intellekt, der privat Facebook oder ähnliche asoziale Medien nutzt.
Klar verschwende ich jetzt auch meine Zeit mit diesem Post, aber man stelle sich mal vor, wieviel Lebenszeit bei der Pflege eines Facebook-Accounts draufgeht - wenn diese Zeit in Bildung investiert würde, würde das Zuckerberg-Vermögen noch dem Volk gehören und würde den Dummen nicht noch zusätzlich Armut bringen.

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Jan
Jan

Vielleicht ist der Abwärtstrend ja auch ein Zeichen dafür, dass die Leute sich nach einigen Jahren Rumgetwitter die Sinnfrage stellen. "Sozial" ist in Facebook und Co. nix (das ist ja auch nur ein Übersetzungsfehler) und 50, 500 oder 5000 virtuelle "Freundschaften" produzieren immer noch keine menschliche Wärme. Im Gegenteil haben sie eine Menge Potential, sich wie ungeliebte Verwandschaft zu entwickeln, mit hohem Nerv- und Mobbing-Faktor. Irgendwann steckt man mehr persönliche Energie und das Netzwerk hinein als man heraus bekommt, und dann sollte man das "Gesetz der zwei Füße" anwenden und verschwinden.
Vielleicht passiert das ja gerade. Es würde mich freuen :-)

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Andreas

Als Brandenburger muss ich sagen, natürlich nutzen wir weniger social media, das Internet ist ja fast nirgends erschlossen.
Aber selbst da - wo in Brandenburg (wie bei uns) LTE in voller Pracht läuft (danke Vodafone) - es ist so schön in Brandenburg, ich gehe raus und treffe Leute ganz in echt, statt auf Facebook. Ich meine ich wohne im Unesco Weltnaturerbe mitten in einem Naturschutzgebiet....

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Karsten
Karsten

Na, das ist doch mal eine gute Nachricht. Back to the roots - wenn ich etwas von jemanden will rufe ich Ihn an oder schreibe Ihm eine Mail. Facebook, Twitter & Co. braucht eigentlich kein Mensch. In 10 - 20 Jahren wird man über diese Dienste wahrscheinlich nur noch den Kopf schütteln...

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wefwefqweqw
wefwefqweqw

Selbst Mail oder Telefon ist neumodischer Dreck, der sich langfristig nicht behaupten kann. Die Brieftaube dagegen ist viel besser.

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Marvin
Marvin

Könnt Ihr Euch noch erinnern, als Facebook dazu aufgerufen hat, die Klarnamen von Freunden zu verraten? Durch den Zukauf von Whatsapp hat Facebook nun endlich eine Verknüpfung zu den echten Namen der Nutzer und den echten Namen des Freundeskreises gleich mit. Nicht umsonst ist das erste was die App tut, erst mal das Telefonbuch des Smartphones auszulesen. Die Whatsapp-Daten in Verbindung mit den Facebook-Daten, damit lässt sich richtig was anfangen. Die Metadaten sind das eigentlich interessante daran.

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Robert Brors

Die Verletzung der Privatsphäre findet ja auch bei allen anderen sozialen Netzwerken statt, also ein Pädophiler wird dort sein wo am Meisten los ist und die Chancen Unvorsichtige oder Dumme zu erwischen ist halt dort am grössten.
Bleibt noch die Frage ob wir wirklich alles "teilen" müssen, ist doch grösstenteils eh langweilig: "XXX hat einen Link geteilt" oder "YYY hat sein Profil aktualisiert" etc. zugegeben um mit Gruppen zu kommunizieren sind Facebook&Co einfach superpraktisch, wenn die Adresse geheim bleibt kann man sich sogar trauen zu posten:"ich fahre morgen für zwei Wochen nach...".
Was mich betrifft, finde ich diese Netzwerke nur dann interessant, wenn auch Wissenswertes gepostet wird, ist es nicht genauso wie beim Papier:"Kommt darauf an was darauf gedruckt wird" BILD oder FAZ!

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Marie

Mir fällt auf, dass besonders in meinem Bekanntenkreis immer mehr Leute immer weniger posten - von daher kann ich den Abwärtstrend bestätigen.
Ich kenne jedoch auch einige "Facebook-Verweigerer", die Facebook tatsächlich absolut verweigern egal wie sehr andere es ihnen empfehlen. Ich denke schon, dass es auch zu einer Verletzung der Privatsphäre kommen kann, vorallem wenn jemand seine Einstellungen nicht richtig eingestellt hat. Wenn dann der Chef Posts liest, die einem eher peinlich sein sollten, ist das schon eine Verletzung der Privatsphäre an der man aber in diesem Fall selbst schuld ist. Ich sehe aber ein weitaus größeres Risiko für Kinder als für Erwachsene. Hier sollten die Eltern auf jeden Fall immer die Kontrolle über den Account haben! Eine Bekannte hat es miterlebt wie ein älterer Mann ihre 13jährige Tochter angeschrieben hat. Da möchte man gar nicht weiter drüber nachdenken... Also besser auf der sicheren Seite sein und die Privatsphäre ordentlich schützen, indem man zum Beispiel festlegt wer einem Nachrichten schreiben kann.

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Nico Saborowski

" 44 Prozent geben als Hauptgrund für ihre Ablehnung den Social Networks gegenüber Sorgen über eine mögliche Verletzung ihrer Privatsphäre an. "

Also quasi die Angst vor sich selbst?

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