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Facebook: Wie das soziale Netzwerk nerviges Clickbait unterbinden will

    Facebook: Wie das soziale Netzwerk nerviges Clickbait unterbinden will

(Bild: Shutterstockshockfactor.de

Mit Überschriften wie „Was dann geschah, ist unglaublich“ oder „Du wirst nie glauben, was dieser Mensch gemacht hat“ wollen Websites ihre Klicks in sozialen Medien in die Höhe treiben. Facebook will dem Clickbait nun einen Riegel vorschieben – mit einem neuen Algorithmus.

(Foto: Facebook)
(Foto: Facebook)

„Was dann geschah, ist unglaublich“ – wem dieser Satz bekannt vorkommt, der dürfte sich häufiger in sozialen Netzwerken aufhalten. Die Worte finden sich so oder so ähnlich immer wieder in Überschriften diverser Medien. Das Ziel: möglichst viele Klicks einzusammeln, völlig ungeachtet des Inhalts. So kommt es vor, dass die vermeintlich unglaubliche Geschichte am Ende nur eine langweilige Alltäglichkeit erzählt, die niemand je gelesen hätte, wäre da nicht der reißerische Titel gewesen.

Dass Medien auf solche Tricks zurückgreifen, liegt auch daran, dass Facebook ein großer Traffic-Treiber für Onlineportale ist. Und in unserem Facebook-Newsfeeds werden die Geschichten besonders weit oben angezeigt werden, die besonders viele Kommentare, Likes, Shares und eben Klicks erhalten. Um möglichst weit vorne mitzumischen, greifen deshalb viele Plattformen auf Clickbait zurück.

Facebook will dieses Problem nun lösen – und seinen Algorithmus ändern: Das soziale Netzwerk berücksichtigt künftig auch, wie lange ein Text tatsächlich gelesen wird. Das hat das Unternehmen in einem Blogpost angekündigt. „Das Ranking-Update bemisst, wie wahrscheinlich es ist, dass du auf einen Artikel klickst, und wie lange du ihn lesen wirst“, schreibt Facebook.

Facebook und der lange Kampf gegen das Clickbait

Die Ladezeiten rechnet das Netzwerk dabei nicht als Lesezeit mit ein. Um sicher zu gehen, dass plötzlich nicht nur noch lange Artikel im Newsfeed angezeigt werden, beschränkt Facebook die Verweildauer so, dass auch kürzere Artikel noch relevant bleiben.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Plattform dem Clickbait einen Riegel vorschieben will. In den vergangenen Jahren hatte Facebook bereits mehrere Updates installiert, die „Was dann geschah, ist unglaublich“-Überschriften reduzieren sollten. So wird heute auch einkalkuliert, wie schnell wir nach einem Klick auf einen Artikel wieder in unseren Newsfeed zurückkehren oder wie lange wir bei einem Post in unserem Newsfeed verharren.

Für Medien, die ihren Traffic vor allem aus sozialen Medien beziehen und deren enorme Klickzahlen sich aus solchen Überschriften herleiten, ist das Update eine schlechte Nachricht – Facebook könnte ihnen das Geschäft ordentlich verhageln.

Ganz abschaffen können wird das soziale Netzwerk das Clickbait allerdings auch mit dem neuen Algorithmus nicht: Die Funktion beschränkt sich auf Instant Articles und Texte, die wir mobil im Facebook-Browser lesen. Wie lange wir auf Artikeln in unserem Web-Brower bleiben, kann Facebook sehr viel schlechter tracken – und somit auch schlechter Klick-Schleudern im Newsfeed unterbinden.

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Eine Reaktion
Schwere Aufgabe
Schwere Aufgabe

Bei Browser-Tabs weiss man auch nicht genau wie lange die offen bleiben bis man sie anschaut und ggf. schnell wieder schliesst.

Wichtiger wäre vielleicht ob der Text bis zum Ende gelesen wird. Der Counter eines Browsers müsste also Stoppen wenn der Tab im Hintergrund ist.

Für Google-News und evtl. auch normale Google Suchergebnisse wäre einer von mehreren sinnvollen Faktoren bei der Sortierung auch, wie lange die Verweilzeit ist also ob der News-Artikel bis zum Ende gelesen wird oder man sofort wieder auf Google-News bzw. Google-Websuche das nächste interessante Suchergebnis anzeigt oder schon als Tab im Hintergrund geladen hatte. Wie oft etwas überhaupt angeklickt wird, ist aber auch relevant. Mit der Zeit kennt man seine Pappenheimer und meidet bestimmte Medien und würde sie am liebsten bei Google-News als letztes ganz unten unter allen relevanten Ergebnissen anzeigen lassen.

Eigentlich motiviert das neue System aber vielleicht dazu, kurze Aussagen unnötig aufzublähen und z.b. endlose Scrollen durch Werbe-Banner in Instant-Message-Artikel einzubauen um den Leser unnötig lange auf dem Text zu halten. Sumly hätte die Semantik-Menge messen können und das auch als Messfaktor einkalkulieren. An einem Vollkornbrot kaut man auch länger als an einem Weissbrot.
Sogenannte "Wassertomaten" sind ja auch nicht so beliebt. Erdbeeren können und sollen hier wohl hingegen groß (und somit mit durchschnittlich wenig Eigengeschmack) sein. Vermutlich weil sie als Träger für Schlagsahne, Fruchtsoße usw. dienen sollen.

Wegen Werbung viel scrollen zu müssen ist auch nicht vorteilhaft.
Wie üblich ein Beispiel für Gödel: Ein begrenzter Algorithmus hat nur begrenzte Möglichkeiten. Ein schlauerer Algorithmus kann ihn also ausspielen. In diesem Fall das SEO-Ziel, möglichst oben in der Liste reinsortiert zu werden.

In Verbindung mit Multi-Wahrheits-Wikis wird klar, das die Sortierung individualisiert sein sollte: Ein Trump-Fan will bei Politik-Themen andere Sortierung und auch andere Artikel als ein Kasick-, Cruz-, Clinton-, Sanders-Fan.
Schlaue Medien würden einen rechten und einen linken und einen neutralen Artikel für ihre jeweiligen Zielgruppen produzieren. Oder einen neutralen Artikel, einen für WINTEL-Marktführer-Fanbois und einen für Apple-Fans bzw. Android-Fans. Bei McDonalds gibts ja auch Salat und nicht nur Lebensmittel mit Geschmacks-Optimiert hohen Fett- bzw. Zucker- (oder beidem wie Smoothies oder Speise-Eis) Anteilen.

Wenn man absichtlich Kommentare erzeugt ist das auch nicht gut, erweckt aber einen guten Eindruck für Tippfehler, Übersetzungs-Fehler oder auch offene Fragen. Eigentlich müsste man seine Empfehlung austauschen können wenn man einen besseren Text zum Thema findet.

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