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Startups

Konkurrenz für Siri und Now? Facebook übernimmt Spracherkennungsexperten

    Konkurrenz für Siri und Now? Facebook übernimmt Spracherkennungsexperten

Facebook kauft wit.ai. (Foto: Tim Pierce / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Facebook hat den Spracherkennungsanbieter wit.ai übernommen. Die Plattform, die eine API für sprachgesteuerte Interfaces anbietet, bleibt weiterbestehen und soll ab sofort für alle Entwickler kostenlos sein.

Facebook übernimmt wit.ai: Spracherkennungs-API wird kostenlos

Egal ob Siri von Apple, Google Now oder Microsofts Cortana: Sprachsteuerung ist heute ein zu erwartender Bestandteil von mobilen Betriebssystemen. Zumal es oft einfacher ist, Eingaben per Sprachbefehl statt über die Bildschirmtastatur vorzunehmen. Das scheint auch Facebook erkannt zu haben. Das Unternehmen, das immerhin fast 60 Prozent seiner Werbeeinnahmen über Mobile-Ads verdient, hat jetzt den Spracherkennungsdienst wit.ai für eine unbekannte Summe übernommen.

Vereinfacht ausgedrückt, bietet das Unternehmen eine Spracherkennungs-API für Entwickler an. Damit können sie auf einfache Art und Weise ein Sprach-Interface in ihre Apps integrieren. Schon jetzt sollen mehr als 6.000 Entwickler hunderte Apps auf Basis der Plattform entwickelt haben. Bisher konnten sie wit.ai nur für Projekte kostenfrei nutzen, die dann auch allen anderen Entwicklern der wit.ai-Community zugänglich waren. Laut einem Blog-Beitrag des Unternehmens soll die Plattform jetzt für alle Nutzer kostenlos sein.

Spracherkennung: Welches Ziel Facebook bei der Übernahme von wit.ai verfolgt ist unklar. (Grafik: wit.ai)
Spracherkennung: Welches Ziel Facebook bei der Übernahme von wit.ai verfolgt ist unklar. (Grafik: wit.ai)

Facebook und wit.ai: Wie das Soziale Netzwerk die Plattform nutzen könnte

Facebook könnte die übernommene wit.ai-Technologie natürlich in ihren eigenen Mobile-Apps nutzen. Da die Plattform jedoch weiterbestehen soll, scheint das Unternehmen auch andere Pläne zu haben. Möglich wäre eine ähnliche Vorgehensweise wie beim 2013 übernommenen Backend-as-a-Service-Anbieter Parse. Nach der Übernahme des Anbieters wuchs die Zahl der Apps, die darauf aufbauen, von 60.000 auf eine halbe Million. Genaue Angaben von Facebook gibt es zu diesem Thema indes nicht. Dennoch könnte auch wit.ai von der Hilfe des Sozialen Netzwerks profitieren.

Der bekannte Startup-Accelerator Y Combinator hatte wit.ai im Rahmen der „Winterklasse 2014“ unterstützt. Das Unternehmen konnte später in einer Seed-Finanzierungsrunde 3 Millionen US-Dollar Kapital von Andreessen Horowitz, New Enterprise Associates und SV Angel einsammeln. Gegründet wurde wit.ai vor 18 Monaten von Alexandre Lebrun, Laurent Landowski und Willy Blandin. Lebrun und Landowski waren zuvor schon an dem Spracherkennungsdienstleister VirtuOz beteiligt, der 2013 an Nuance verkauft wurde.

via www.theregister.co.uk

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