Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Marketing

Facebook-Studie: Hashtags wirken sich negativ auf die virale Reichweite aus

    Facebook-Studie: Hashtags wirken sich negativ auf die virale Reichweite aus

Wie wirken sich Hashtags in Facebook-Updates auf die Reichweite aus? Der Frage ist „EdgeRank Checker“ nachgegangen und hat keine positive Antwort gefunden.

Potential von Facebook-Hashtags: So ganz gezündet haben sie nicht

Facebook Hashtags im Einsatz. (Quelle: Facebook)
Facebook-Hashtags im Einsatz. (Quelle: Facebook)

Es ist einige Zeit her, dass die Hashtags auf Facebook eingerichtet wurden. Über Sinn und Unsinn haben Marketer sich bis heute oft und gerne gestritten. Der eigentliche Sinn des Ganzen ist es, die eigenen Beiträge mit einem Schlüsselwort zu versehen, so dass man beim Anklicken zu weiteren Inhalten dieser Art geleitet wird. Dass die Verschlagwortung  an sich einige Potentiale für das Auffinden von Inhalten oder ein besseres Targeting von Werbung birgt, steht zwar außer Frage, doch ob die kleinen Schlagwörter tatsächlich für mehr Reichweite sorgen, blieb bisher offen. Gefühlt war höchsten klar: So ganz gezündet haben sie nicht.

Das Facebook-Analytics-Unternehmen „EdgeRank Checker“ hat sich jetzt die Mühe gemacht und in einer Studie ermittelt, wie sich die Reichweite von Updates mit Hashtags zu Updates ohne Hashtags verhält. Zwei bittere Pillen müssen wir laut den Ergebnissen jetzt schlucken. Erstens: Die Hashtags sorgen nicht für mehr Reichweite. Und zweitens: Sie führen eher zum Gegenteil. Dazu schreibt das Unternehmen im hauseigenen Blog: „Die Daten zeigen, dass Beiträge, die keine Hashtags enthalten, besser liefen, als Beiträge mit Hashtags [...]. Beiträge mit Hashtags erhöhen die virale Reichweite nicht.“

Tweets mit Hashtag werden häufiger retweetet

Im Vergleich dazu hat man sich das gleiche Thema auch auf Twitter angeschaut. Hier zeichnete sich ein ganz anderes Bild ab. Twitter-Nutzer, die ihr Gezwitscher mit Hashtags ausstatten, werden laut „EdgeRank Checker“ häufiger retweetet – enstprechend mehr Potential zeichnet sich für eine hohe Viralität ab. Interessant wäre gewesen, wie sich Hashtags auf die Reichweite von Google+-Updates auswirken. Denn auf die Frage, ob sie nun per se gut oder schlecht sind, kann man anhand von zwei Plattform-Beispielen nicht repräsentativ antworten.

Hashtags: Weniger Reichweite auf Facebook, mehr auf Twitter. (Bild: EdgeRank Checker Studie über Hashtags)
Hashtags: Weniger Reichweite auf Facebook, mehr auf Twitter. (Bild: EdgeRank Checker Studie über Hashtags)

Ein Grund für die unterschiedliche Performance könnte beispielsweise darin liegen, dass sich die Plattformen grundlegend unterscheiden. Während man auf Facebook die sozialen Kontakte pflegt und mit Freunden, Bekannten und Verwandten kommuniziert, liegt das Hauptaugenmerk bei Twitter auf dem Informationsaustausch. Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass es den Otto-Normal-Facebook-Nutzer mehr interessiert, was die Freunde so treiben, als dass er in dem Sozialen Netzwerk seinen Nachrichtenkonsum stillt. Doch eine Antwort auf die Frage, warum die Reichweite durch Hashtags sogar gekürzt wird, gibt diese Theorie freilich nicht.

Habt ihr eine Idee? Und nutzt ihr Hashtags auf den jeweiligen Plattformen? Eure Meinung interessiert uns – in der Umfrage und in den Kommentaren.

via edgerankchecker.com

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Social Media, Online Marketing

5 Reaktionen
Jensmb
Jensmb

Meiner Einschätzung nach muss man versuchen eigene starke Hashtags zu etablieren, auf die sich dann Leute, die sich für Dich, Deine Seite, Deine Themen interessieren beziehen können. Wie so oft, sind Schnellschüsse, z.B. durch mit Hashtags versehene virale Killerposts, nicht nachhaltig. Eigene Themen redaktionell zu bilden viel wichtiger. Die daraus resultierenden Hashtags helfen, eigenen Mitarbeitern/Redakteuren/Supportern die Möglichkeit zu geben Themenstreams zu entwickeln, denen Fans dann gezielt folgen können und die Chronologie dazu sehen können. Das ist wie eine erzählte "#-Geschichte", die sich dann auch viral entwickeln kann. Aber auch da liegt der Schwerpunkt auf den organsichen Reichweiten, das sind die Leute, die das Hashtag erst einmal anerkennen müssen, selbst benutzen und im Idealfall teilen. Der übliche Prozess, dies zu etablieren dürfte bei ein paar Wochen bis sogar Monaten liegen. Je nach Fananzahl, Reichweite, Durchklickrate, etc..Dafür hat man dann Themen definiert, die wirklich interessieren. Reichweite durch Hashtags erhöhen, nicht unbedingt, wenn man nicht auf Streuverlust steht und sich an erfolgreiche Hashtags anderer "ranhängt", die dann irgendwen weltweit interessieren,. Aber inhaltliche Qualität des eigenen Contents erhöhen und nach Themen sortiert für seine Fans aufzubereiten ist damit sehr gut möglich.

Antworten
tobias_claren
tobias_claren

Ich markiere einige Worte innerhalb des Textes als Hashtags.
Damit ist zumindest belegt, dass sie Teil des Textes sind.
Aber völlig Themenfremde Hashtag müssen wirklich nicht sein.

Seltsam, wenn ich einen Namen als Hashtag markiere, im Falle von Vor und Zuname mit Unterstrich dazwischen, führt das testweise anklicken ins Leere. auch wenn es nur der Nachname ist. Bei allen anderen Begriffen finde ich meinen Beitrag gleich ganz oben. Z.B. "#imsupermarkt" oder "#krautreporter".
Übrigens, bei Twitter finde ich meinen Tweet nach dem Absenden nicht über die Hashtags (die anderer Leute schon). Sehr seltsam.
Ich bin da seit evtl. 6 Jahren registriert, habe aber nur ein paar Tweets verfasst. Gibt es da eine Mindestanzahl an Tweets, bis man über die verwendeten Hashtags gefunden werden kann?

Antworten
Alexander

Wie setzt man denn Hashtags richtig ein, Mike?

Antworten
Mike
Mike

Wenn ich schon Edgerankchecker lese bekomme ich einen Brechreiz. Weiß zwar nicht wie die heute sind aber damals waren sie Verbrecher.

Wie Richard schon sagte Amerikanische Zahlen sind sowas von uninteressant.

Ich glaube Hashtags failen nur in Deutschland weil die meisten SoMe-Manager nicht wissen wie man sie richtig einsetzt. Wenn ich mir die Vorschläge von unsere Agentur immer anschaue weiß ganz genau das sogar die, die sagen sie kennen sich mit Social Media aus einfach keine Ahnung haben.

Antworten
Richard Joerges

Naja, es lohnt sich durchaus den Originaltext zu lesen. Abgesehen davon, dass es eine amerikanische Studie ist, die also beschränkte Relevanz für den deutschsprachigen Raum hat. Denn Amis sind Hashtags in Werbe-Tweets gewohnt. Und so sehen sie dann auch die Hashtags in Facebook-Posts:
"We hypothesize that hashtagged posts don’t have the expected increase in Viral Reach due to how brand’s are using them. After examining how hashtags are being used, hashtags are often used in promotional material. For some brands, they’ve created campaigns around particular hashtags and use them in all posts associated with the campaign. By nature, campaigns are promotional, therefore more likely to drive less engagement, less clicks, and ultimately less Reach."

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen