t3n News Marketing

Facebook bringt neuen Filter ins Nachrichtensystem – und testet Bezahloption

Facebook bringt neuen Filter ins Nachrichtensystem – und testet Bezahloption

testet einen neuen Filter für die Inbox-Nachrichten. Er soll nur noch Nachrichten von Freunden zulassen und andere Benachrichtigungen in den „Sonstiges“-Ordner leiten. Über eine Bezahloption soll es aber die Möglichkeit geben, den Filter zu umgehen und auch an unbekannte Menschen Facebook-Nachrichten zu verschicken. Dies soll zu einer besseren Unterscheidung zwischen wichtigen und unwichtigen Nachrichten führen.

Facebook bringt neuen Filter ins Nachrichtensystem – und testet Bezahloption

Facebooks neuer Nachrichten-Filter: nur noch Nachrichten von Freunden in der Inbox

Facebook wagt einen neuen Versuch, den eigenen Dienst zu monetarisieren. In einem Testmodell mit einer kleinen Gruppe US-amerikanischer Mitglieder sollen Nutzer dafür bezahlen, Facebook-Nachrichten an Menschen zu verschicken, die nicht zu den direkten Freunden gehören. Dementsprechend wird ein neuer Filter dafür sorgen, dass nur noch solche Nachrichten in der eigenen Inbox landen, die von direkten Freunden („Strict Filtering“) oder Freunden und Bekannten („Basic Filtering“) stammen. Bisher können Nutzer in den Einstellungen selbst festlegen, welche Nachrichten in der persönlichen Inbox landen sollen und welche im „Sonstiges“-Ordner.

Facebooks neuer Nachrichten-Filter: Nutzer können nur noch zwischen "Basic Filtering" und "Strict Filtering" wählen, keine sonstigen Einstellungen mehr vornehmen.

Facebooks Nachrichten-Filter: Mehr Relevantes, weniger Spam

Facebook selbst stellt den Vorstoß als eine sinnvolle Möglichkeit dar, um noch besser zwischen relevanten und unrelevanten Nachrichten unterscheiden zu können. Es gebe von Nutzern immer wieder die Rückmeldung, dass relevante Nachrichten nicht in der Inbox gelandet seien, dafür aber unerwünschte Spam-Nachrichten. Bisher nutzt Facebook einen bestimmten Algorithmus sowie soziale Aspekte, um Nachrichten als relevant oder weniger relevant einzustufen.

Die Erklärung klingt schlüssig: Relevante Nachrichten sind zunächst einmal solche, die von den eigenen Freunden stammen. Darüber hinaus kann es aber auch von externen Menschen relevante Mitteilungen geben, zum Beispiel wenn zu einer Überraschungsparty für einen gemeinsamen Freund eingeladen wird oder jemand nach einer Konferenz Kontakt zum Redner aufnehmen will. Die Bezahloption gewährleistet, dass der Nachrichten-Schreiber ein echtes Anliegen hat und nicht einfach eine Massen-Nachricht oder Nonsense verschickt. Damit es mit den bezahlten Nachrichten nicht ausartet, beschränkt Facebook diese zunächst auf eine Mitteilung pro Woche.

Für Facebook selbst ist die Aktion ein Testlauf, ob sich über die Nachrichten-Funktion eine weitere Möglichkeit zur Monetarisierung ergibt. Da Kontaktaufnahmen immer häufiger auch über Facebook geschehen, könnte dies durchaus zutreffen. Allerdings ist fraglich, ob Menschen wirklich bereit sind, für private Benachrichtigungen zu bezahlen (dies kommt bisher nur im Dating-Bereich vor). Im beruflichen Kontext gibt es andere Plattformen wie Xing und LinkedIn – wobei auch LinkedIn nicht das Anschreiben von Menschen zulässt, zu denen noch kein Kontakt besteht, die Option gibt es nur für Premiummitglieder. Was eine gekaufte Facebook-Nachricht kosten soll, hat das Unternehmen noch nicht offiziell bekannt gegeben. AllThingsDigital spricht aber davon, dass die Bezahloption bei einem Dollar beginnt und anschließend variiert.

Weiterführende Links

Foto: iStockphoto.com/foto-ruhrgebiet

Newsletter

Bleibe immer up-to-date. Sichere dir deinen Wissensvorsprung!

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
Eine Antwort
  1. von Basti am 21.12.2012 (13:32 Uhr)

    Frage: Private Nachrichten von Menschen, die nicht in der Kontaktliste sind, landen bereits seit Monaten nur noch unter "Sonstiges". Im Gegensatz zur hier skizzierten Bezahlfunktion ist das also nichts wirklich Neues...

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Facebook
Virtual Reality: Facebook beobachtet deine Bewegungen
Virtual Reality: Facebook beobachtet deine Bewegungen

Bisher haben nur wenige Personen eine Oculus Rift - doch laut Mark Zuckerberg wird sich dies ändern. Die Brille sorgt aktuell für Aufregung, denn Datenschützer befürchten, die … » weiterlesen

Facebook: Wie das soziale Netzwerk nerviges Clickbait unterbinden will
Facebook: Wie das soziale Netzwerk nerviges Clickbait unterbinden will

Mit Überschriften wie „Was dann geschah, ist unglaublich“ oder „Du wirst nie glauben, was dieser Mensch gemacht hat“ wollen Websites ihre Klicks in sozialen Medien in die Höhe treiben. » weiterlesen

9 versteckte Facebook-Funktionen, die Nutzer kennen sollten
9 versteckte Facebook-Funktionen, die Nutzer kennen sollten

Versteckte Facebook-Funktionen? Ja, davon gibt es einige! Wir haben neun interessante Beispiele gesammelt, die weitestgehend unbekannt sind. Kennt ihr alle? » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?