Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Ratgeber

Facebook glaubt, ich mag Knete, Frauenärzte und Zauberei: Warum das Auswirkungen auf eure Anzeigenschaltung habe sollte

    Facebook glaubt, ich mag Knete, Frauenärzte und Zauberei: Warum das Auswirkungen auf eure Anzeigenschaltung habe sollte

(Foto: Frederic Legrand - COMEO / Shutterstock.com)

Werbeanzeigen auf Facebook nach Interessen zu schalten, klingt in der Theorie zwar praktisch, in der Praxis scheint das ganze aber längst nicht so gut zu funktionieren, wie es das soziale Netzwerk gerne hätte.

Wie gut kennt uns Facebook?

Facebook gibt Marketern verschiedene Möglichkeiten an die Hand, damit ihre Anzeigen auch bei der gewünschten Zielgruppe ankommen. Eine der einfachsten Möglichkeiten ist es, Werbeanzeigen nach Interessen zu schalten. Das wirft allerdings eine Frage auf: Wie gut ist Facebook überhaupt darin, die Interessen seiner Nutzer zu bestimmen? Theoretisch sollte das weltgrößte soziale Netzwerk durchaus in der Lage sein, aus unseren Likes und Beiträgen ein einigermaßen akkurates Bild von uns nachzuzeichnen. Aber wie sieht das in der Realität aus?

Praktischerweise kann jeder Facebook-Nutzer auf der Seite „Deine Einstellungen für Werbeanzeigen“ nachlesen, wofür er sich nach Meinung der Facebook-Algorithmen interessiert. Genau diese Seite zeigt aber auch, wie oft das Unternehmen dabei falschliegt. In meinem Fall lag Facebook bei gut 40 Prozent vollkommen daneben. Im Gegensatz zu dem, was das Social Network glaubt, interessiere ich mich beispielsweise weder für Pulverlack, noch für Münzen, Autos, Zauberkunst oder Gynäkologie (sic!).

Facebook hat merkwürdige Ansichten, was meine Interessen betrifft. (Screenshot: facebook.com)
Facebook hat merkwürdige Ansichten, was meine Interessen betrifft. (Screenshot: facebook.com)

Ein kurzer Test mit meinen Redaktionskollegen hat ähnliche Ergebnisse zu Tage gefördert. Bei einigen war zwar immerhin ein Großteil der von Facebook erfassten Interessen korrekt, doch fand sich bei jedem Einzelnen immer auch eine Reihe von Dingen auf der Liste, die vollkommen daneben lagen. Auf diese Interessen geschaltete Werbung würden die Kollegen daher kaum zu einem Klick verleiten.

Anzeigen nach Interessen schalten: Wie Facebook die Zielgruppenoption verbessern kann

Letztlich können wir leider nicht sagen, wie hoch der Prozentsatz von Menschen liegt, denen Facebook fälschlicherweise ein bestimmtes Interesse andichtet. Zumal dieser Wert je nach Vorliebe deutlich variieren könnte. Letztlich bleibt aber festzustellen, dass Facebook hier noch einiges an Nachholbedarf hat. Den zugrundeliegenden Algorithmen fehlt einfach das notwendige Verständnis, um aus unseren Aktivitäten ein korrektes Bild unserer Interessen zu erstellen.

Das könnte sich auf absehbare Zeit allerdings ändern. Mit Deeptext hat Facebook erst kürzlich eine Software vorgestellt, die Beiträge auf dem sozialen Netzwerk deutlich besser verstehen soll. Damit will Facebook auch den jeweiligen Kontext unserer Likes und Beiträge entschlüsseln können. Damit könnte sich auch die Qualität der erfassten Interessen deutlich verbessern. Bis dahin dürfte es allerdings noch etwas dauern.

Ebenfalls interessant in diesem Kontext: „Die perfekte Facebook-Ad: 5 Fragen an den Social-Media-Experten Björn Tantau“.

via www.jonloomer.com

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Social Media

Eine Reaktion
Stefan

Im Umkehrschluss sind aber auch 60 % korrekt...

Antworten
Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden