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Facebook-Ads: Reichweiten-Angaben sind unglaubwürdig

    Facebook-Ads: Reichweiten-Angaben sind unglaubwürdig
Facebook-Reichweite höher als möglich. Social Bots und Fakes kosten Werbetreibenden bares Geld. (Foto: Shutterstock-Natee Meepian)

Facebook-Werbung lockt mit hohen Reichweiten. Doch die Zahlen im Audience-Tool sind im Vergleich zu offiziellen Bevölkerungszahlen unglaubwürdig.

Die Reichweitenangabe für auf Facebook geschaltete Werbung ist erstaunlich hoch. Zu hoch, meint das australische Fachmedium Adnews. In den wichtigsten Märkten gäbe es sogar mehr Nutzer als Einwohner. Das zeigt ein Vergleich der Daten aus dem Audience-Tool mit den offiziellen Fortschreibungen der Volkszählungen. Facebook-Werbung erreicht nach Angaben des Konzerns hierzulande beispielsweise zwölf Millionen Deutsche im Alter von 20 bis 29 Jahren. Die Bundesrepublik zählt jedoch nur 9,2 Millionen Einwohner in diesem Alter. Das macht eine Übertreibung von circa 30 Prozent aus.

Facebook-Werbung: Social-Bots und Fake-Nutzer sorgen für Reichweiten-Unsinn

Bevölkerungszahlen widersprechen der potentielle Reichweite von Facebook-Werbung. (Grafik: Adnews)

Auch in anderen Ländern sind Ungereimtheiten aufgetaucht. Adnews hat insgesamt zwölf Länder analysiert und dabei neun mit unmöglichen Behauptungen gefunden: Kanada und die USA liegen mit je 142 Prozent Reichweite vorne, dahinter folgen Großbritannien und Nordirland mit 139 Prozent, Frankreich mit 136 Prozent, Australien mit 133 Prozent, Italien mit 132 Prozent, Deutschland mit 130 Prozent und Brasilien mit 126 Prozent. Selbst in kleinen Ländern wie Island erreiche Facebook 140 Prozent der Reichweite. Unter hundert Prozent sollen es lediglich in Japan, Russland und Südafrika sein, wo Facebook wenig genutzt wird.

Laut Adnews sei vielen professionellen Werbetreibenden nicht bewusst, dass die Angaben in diesem Ausmaß unglaubwürdig seien. Die Betreiber des sozialen Netzwerkes verweisen jedoch darauf, dass es sich lediglich um Schätzungen handle, die nicht zum Vergleich mit der Bevölkerungsstatistik taugen würden. Sie zeigten tatsächlich nur, wie viele Facebook-Nutzer die theoretisch geschaltete Werbung sehen würden. Faktoren wie das Nutzungsverhalten der Anwender und deren statistische Angaben und Ortungsdaten der benutzten Geräte, würden ebenfalls in die Schätzung einbezogen.

Somit würden auch Reisende erfasst, die nicht im jeweiligen Land wohnen. Touristen und Wirtschaftsreisende sollen die erheblichen Überschüsse jedoch nur zu einem kleinen Teil erklären. Weitere Fehlerquellen seien Facebook-Nutzer, die falsche Altersangaben gemacht haben sowie Bot-Konten und Fake-Nutzer. Vor allem letztere Gruppen kosten Werbetreibende bares Geld. Im Jahr 2012 hatte das soziale Netzwerk eine größere Säuberungsaktion vorgenommen, die publik wurde. Gelöscht wurden tausende Accounts. Inwieweit Facebook derartige Aktionen regelmäßig durchführt, ist der Öffentlichkeit nicht bekannt.

Übrigens, auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Was muss eine Facebook-Anzeige können? 4 Marketing-Experten geben Tipps

via www.heise.de

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