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Facebooks (Nicht-)Reaktion auf die aktuelle Wurmplage

Facebooks (Nicht-)Reaktion auf die aktuelle Wurmplage

Die aktuelle Wurmplage auf der Facebook-Plattform ebbt scheinbar langsam wieder ab und nun gibt es dazu auch eine erste offizielle Reaktion von . Wer jetzt aber entschiedene Maßnahmen gehen Würmer und Spam erwartet, wird enttäuscht. Facebook ruft stattdessen alle Nutzer zur Mithilfe auf und gibt allgemeine zur Eindämmung von Spam und zur eigenen Sicherheit. Etwas mehr hätte es schon sein dürfen.

Facebooks (Nicht-)Reaktion auf die aktuelle Wurmplage

Facebook: Die Community soll beim Kampf gegen den Spam helfen

Nick Bilogorskiy aus dem Security Team von Facebook reagierte auf die Kritik an der erneuten Spamwelle auf der Plattform mit einem Eintrag auf der Pinnwand der Facebook Security Seite:

 

Facebook is a large community and we can all do our part to fight spam and improve security of both ourselves and others, by guiding our friends when they are having issues.

 

Facebook bittet seine Nutzer um Mithilfe im Kampf gegen Spam und Co. (Foto: Robert S. Donovan / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Im Klartext bedeutet das: Facebook spielt den Ball zurück zur Community, also den Nutzern. Die sollen mithelfen, Spam und Malware zu identifizieren und andere Nutzer über die Gefahren und mögliche Fallen aufzuklären. Im Anschluss folgen konkrete Tipps, wie man seine Freunde instruieren kann, damit sie keine Probleme mit Spam, Malware, Betrügereien und Clickjacking bekommen.

Facebook arbeitet an automatisierten Abwehrsystemen

Auch wenn es momentan so aussieht, als wenn Facebook etwas hilflos gegen Attacken wie durch den aktuellen Wurm „WOW Jetzt kannst du sehen wer sich dein Profil ansieht!“ zu sein scheint, wird nach eigener Aussage hart an automatischen Systemen im Kampf gegen Spam, Phishing und Malware gearbeitet. In einer Stellungnahme einer Facebook-Sprecherin ist sogar davon die Rede, dass diese Mechanismen bereits im Einsatz sind:

 

Facebook has built numerous defenses to combat spam, phishing, and malware, including complex automated systems that work behind the scenes to detect and flag Facebook accounts that are likely to be compromised (based on anomalous activity like lots of messages sent in a short period of time, or messages with links that are known to be bad). Once Facebook detects a phony message, we delete all instances of that message across the site. Facebook also blocks malicious links from being shared and work with third parties to get phishing and malware sites added to browser blacklists or taken down completely. Users who’ve been affected are put through a remediation process so they can reset their password and take other necessary steps to secure their accounts.

 

Bisher scheinen diese automatischen Systeme allerdings noch nicht voll ausgereift zu sein, denn immer wieder gelingt es Spammern und Betrügern mit neuen, manchmal aber auch bekannten Maschen für längere Zeit von Facebook unentdeckt zu bleiben. Eine der großen Stärken von Facebook, die Vielfältigkeit der Plattform, ist scheinbar auch die größte Achillesferse. Nachdem es schon einige Anwendungen mit dem verlockenden Blick auf Profilbesucher geschafft haben, sich zu verbreiten, sind jetzt eben Eventeinladungen und Personenmarkierungen dran.

Es bleibt uns bis auf weiteres wohl nichts anderes übrig, als genau und möglichst zweimal hinzuschauen, bevor mal einen Link bei Facebook anklickt.

Weiterführende Links:

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10 Antworten
  1. von S. Willig am 28.04.2011 (14:40 Uhr)

    wieso eigentlich ein Wurm?
    Die Aktion wird doch aktiv durch einen - tut mir leid: saublöden - Nutzer ausgelöst.
    Er klickt an, dass ihm etwas gefällt, er ein Event dazu erstellen will und eine Nachricht an alle Freunde senden möchte.
    Klar sieht er das nicht offensichtlich - aber im Quelltext von solchen Seiten steht doch alles.

    Bei mir macht sich da Unverständnis breit.

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  2. von Falk Hedemann am 28.04.2011 (14:51 Uhr)

    Also wenn ich mir die Nutzer anschauen, die aus meinem fb-Freundeskreis auf den WOW-Wurm hereingefallen sind, dann wissen davon geschätzte 0 Prozent etwas von Quelltexten ;-) Facebook ist mit seinen 600 Millionen Nutzer eben vor allem ein sehr heterogenes Netzwerk, indem auch viele Nutzer mit geringerem technischen Verständnis diesen Dingen gegenüberstehen. Daher auch der ja eigentlich gute Ansatz von Facebook, die Community für die Aufklärung miteinzubeziehen.
    Besser wären natürlich funktionierende automatische Systeme, die Würmer & Co. schon im Ansatz erkennen und beseitigen, so dass sie sich gar nicht erst über die Masse an Nutzern verbreiten können. Darauf warten wir momentan wohl alle sehnsüchtig...

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  3. von Peter am 28.04.2011 (15:10 Uhr)

    Texte die über Facebook geschrieben werden und sich hauptsächlich um neue Features, Spams, Sicherheitsmaßnahmen drehen, haben immer mehr das Konjunktiv.
    Allein dieser Text hat aus meiner Sicht zu viele "scheinbar" und "scheint". Sind mir alles zuviele Vermutungen.

    Die allzuoft übertriebene Zurückhaltung von FB geht bald in den Minusbereich- arg bedenklich.

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  4. von Tim am 28.04.2011 (15:32 Uhr)

    Blöde Frage, aber hat irgendjemand den Code zur Hand? Ich hab da nichts gesehen und bin jetzt auch nicht von vorgestern.

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  5. von Nils am 28.04.2011 (15:49 Uhr)

    Es wäre doch ein leichtes für Facebook, auf der Event- oder App-Page des Wurms ein Feature einzubauen, welches Nutzer warnt, dass dieses Event oder diese App unseriös ist. Und zwar immer dann, wenn andere Nutzer die App vorher als Spam oder Scam an Facebook gemeldet haben. In etwa "Achtung: diese App wurde von anderen Nutzern als unseriös bewertet. Bitte seien Sie besonders vorsichtig im Umgang mit dieser App. Sofern Sie auch denken, dass die App unseriös oder Spam ist, melden Sie das bitte hier...."

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  6. von Christian Gehrig am 28.04.2011 (17:09 Uhr)

    Die Techniker entwerfen immer "Narren" sichere Geräte/Software/Internetseiten... die Natur entwirft immer bessere Narren... So ist das halt mal ! Ich für meinen Teil kann nur sagen das ich genug Spam von Leuten bekommen habe die eigentlich Quelltext lesen können. Jetzt geht es um Anzeige der User die mein Profil besuchen... nächstes mal um die Brüste von Shakira... und es werden wieder genug klicken. Vielleicht sollte FB einen Spamfilter einführen (kostenpflichtig) oder eine Virenscanner Firma nimmt sich dem Thema an.

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  7. von Miriam am 28.04.2011 (18:20 Uhr)

    @ Tim

    "Blöde Frage, aber hat irgendjemand den Code zur Hand? Ich hab da nichts gesehen und bin jetzt auch nicht von vorgestern."

    Ob das der Code ist, weiss ich als Laie nicht, könnte aber für jemanden der "nicht von vorgestern" ist interessant sein. Untenstehender Link führt zur cache Seite, die Originalseite liess sich leider nicht mehr öffnen.

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  8. von Stephan am 29.04.2011 (11:06 Uhr)

    Facebook ist halt "uncool", was das Thema Kommunikation und Diskussion angeht (ausser man kann tolle neue Features promoten).

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  9. von Dominik am 02.05.2011 (12:36 Uhr)

    Ich finde es ist nicht der richtige Weg zu sagen, man solle aufpasse was man öffnet und fertig. Dadurch wird nur immer mehr Misstrauen geschaffen und seriöse Angebote finden kaum Verbreitung nur weil alle voll Misstrauen sind. Man muss hier einfach klare Aussagen machen, dass man beispielsweise keine Codes, welche mit "javascript:" etc. anfangen in die Adresszeile kopieren soll. Das ist hilfreich und zielführend. Alles andere ist Panikmache mit Schadenfolge für alle.

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