Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Fundstück

Woran hat’s gelegen? Diese Gründer scheiterten kolossal – und erklären, wieso

Die Geschäftsidee von Julia Enthoven scheiterte kolossal. Auf failory.com erklärt sie, warum. (Foto: Julia Enthoven)

Die meisten Startups legen eine Bruchlandung hin, doch nur wenige von ihnen sprechen darüber. Eine neue Website will das ändern.

Mehr als 80 Prozent aller Neugründungen scheitern innerhalb der ersten drei Jahre, einige Zahlen gehen auch von 90 Prozent aus. Darüber weiß heute fast jeder Bescheid. Viel Geheimniskrämerei unter Gründern gibt es dagegen noch, wenn es darum geht, nach einer Insolvenz offen über die gemachten Fehler zu sprechen. Scham und Angst vor Stigmatisierung sind häufig der Grund für die Verschwiegenheit.

Failory gibt gescheiterten Gründern eine Stimme

Die neue Website failory.com will das jetzt ändern – und der Name ist Programm: Jede Woche werden auf der Website neue Interviews mit gescheiterten Gründern veröffentlicht, in denen sie offen und ehrlich über ihre Fehler sprechen.

Auf failory.com sprechen Gründer über das Scheitern. (Screenshot: t3n.de)

Warum führte die erdachte Idee nicht zum Erfolg? Was war der entscheidende Fehler? Was würden die Gründer anders machen, wenn sie das Geschäftsmodell noch einmal an den Start bringen würden? Auf diese Fragen hat failory.com bereits Antworten von mehr als einem Dutzend Gründern erhalten.

Zu ihren Fehlern äußert sich unter anderem Julia Enthoven. Die 24-jährige Amerikanerin gründete Hot Barber, eine Online-Plattform für Friseure und Haarstylisten mit dem Ziel, sie schneller und einfacher mit Kunden zusammenzubringen. Doch Enthovens Idee scheiterte schnell. Nicht einen einzigen US-Dollar Umsatz konnte ihr Unternehmen erwirtschaften.

Anzeige

„Wir hatten keine Monetarisierungsstrategie“

„Wir hatten keine kurzfristige Monetarisierungsstrategie“, erklärt die Gründerin auf der Website. „Zuerst dachten wir, dass wir Hot Barber zu einem Buchungsportal machen könnten, auf dem Kunden ihre Friseurtermine online reservieren und bezahlen. Aber in Interviews mit Branchenexperten haben wir festgestellt, dass die Terminplanung und Zahlungsabwicklung doch sehr komplex ist“, so Enthoven. Außerdem seien die Margen geringer gewesen als erwartet und Friseure hätten vielmehr die persönliche Beziehung und Beratung mit dem Kunden geschätzt. „Wir hatten Schwierigkeiten, genügend Stylisten auf die Plattform zu bekommen“, sagt Enthoven.

Aus dieser Zeit habe sie jedoch einiges gelernt. „Ich habe gelernt, dass das erste Startup eine kurzfristige Monetarisierungsstrategie haben sollte, damit ich Vertrauen in meine eigenen Entwicklungs- und Wachstumsfähigkeiten gewinnen kann, bevor ich mehrere Jahre Arbeit und viel Geld aufs Spiel setze“, so Enthoven. Außerdem habe sie erkannt, wie schwierig der Aufbau eines Online-Marktplatzes sei, und dass sie lieber erst ein lukratives Angebot für Kunden hätte schaffen müssen, bevor sie Geschäftskunden an Bord holt. Inzwischen hat sie mit einem Freund ein neues Startup gegründet.

Zum Weiterlesen:

Finde einen Job, den du liebst

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Eine Reaktion
Thomas Weber
Thomas Weber

... und sie wird wieder scheitern..!

völlig falsch das "Versagen" analysiert. Nicht das kurzfristige Monetarisierungsstrategie hat gefehlt.

Porter 5 Forces
8P des Marketing
und vor allem Strategie-Management

sind Ansätze um Erkenntnisse zu erhalten

Unternehmer sein, ist nicht nur - ich habe 'halt' eine Idee und bastle/schraube/kommuniziere/programmiere etwas...

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Hinweis

Du hast gerade auf einen Provisions-Link geklickt und wirst in Sekunden weitergeleitet.

Bei Bestellung auf der Zielseite erhalten wir eine kleine Provision – dir entstehen keine Mehrkosten.


Weiter zum Angebot