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Fairphone: Der gerechte Androide geht in Produktion

Fairphone: Der gerechte Androide geht in Produktion

Nachdem die kritische Marke von 5.000 Vorbestellungen übertroffen wurde, verkündeten die Macher: „Das Fairphone geht in Produktion!“ Die Auslieferung soll laut Plan im Oktober beginnen. Wer noch bis zum 14. Juni bestellt, erhält ein Fairphone der „Special Limited Edition“.

Fairphone: Der gerechte Androide geht in Produktion

Das Fairphone ist ein Smartphone für unser gutes Gewissen. Oder wie es die Macher formulieren: „Ein ernsthaft cooles Smartphone, das soziale Werte in den Vordergrund stellt“. Eins jedenfalls steht fest: Das Projekt Fairphone der gemeinnützigen Waag Society unter Leitung von Bas Abels ist ein voller Erfolg. Durch die geglückte Vorfinanzierung können die Macher jetzt „den Entwicklungsprozess im Vorfeld der Produktion starten, alle Pläne bezüglich Software und Hardware vorantreiben und am Support-Center arbeiten“, heißt es im Unternehmensblog. Für das Vertrauen derjenigen, die im Rahmen der Vorbestellung 325 Euro auf den Tisch legten, bedanken sich die Macher freudestrahlend mit folgendem Video.

Auslieferung des Fairphone beginnt im Oktober

Die erste Charge des Fairphone bleibt nicht auf die Zahl der Vorbestellungen beschränkt. 20.000 Smartphones wolle man im ersten Durchgang produzieren, erklären die Macher. Wer noch bis zum 14. Juni bestellt, hat die Chance auf ein Fairphone der Limited Edition. Was diese Version besonders macht, bleibt allerdings geheim. „Ich kann nur sagen, dass die engagierte Gruppe der ersten Unterstützer eine spezielle Nachricht erhält“, erklärt Community Manager Joe Mier. Sie verstecke sich im Fairphone selbst, heißt es weiter.

Fairphone im Promo-Video.
Das Fairphone geht in Produktion. (Screenshot: fairphone.com)

Seit gut einem Monat sind die Hardware-Spezifikationen des Fairphone bekannt. „Wie angekündigt handelt es sich um ein Android-Smartphone der oberen Mittelklasse“, schrieb damals Kollege Jan Tißler. Es wird mit Android 4.2 Jelly Bean sowie speziellen Fairphone-Features ausgeliefert, verfügt über einen Quad-Core-Prozessor und 16 Gigabyte internen Speicher. Das Display ist 4,3 Zoll groß, hat aber nur eine Auflösung von 960 x 540 Pixeln. Die rückseitige Kamera macht Fotos mit immerhin 8 Megapixel, der verbaute Akku zählt laut Unternehmensangaben 2.000 Milliamperestunden.

Fairphone: Das fair(ere) Smartphone auf dem Massenmarkt

Das ein hundertprozentig fair produziertes Smartphone kaum möglich ist, erklärte Kollege Andreas Floemer in seinem Bericht aus dem April. Probleme sieht er hier vor allem im Bereich der Rohstoffe. Sie müssen wohl oder übel aus Krisengebieten bezogen werden. Eine Garantie auf faire Arbeitsbedingungen gibt es dort trotz umfangreicher Kooperationen nicht. „Was aber im Grunde wichtiger ist als das Smartphone selbst, ist das Signal, das mit dem FairPhone gesetzt wird“, schreibt er. Und eben darum scheint es den Machern zu gehen: ein Signal setzen. Aus eben diesem Grund ist die Initiative Fairphone auch durchweg unterstützenswert. Das die ersten Käufer gefunden wurden und die Produktion finanziert ist, sollt Smartphone-Besitzer freuen. Man kann nur hoffen, dass sich daran jetzt auch große Hersteller ein Beispiel nehmen.

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8 Antworten
  1. von JMK am 07.06.2013 (07:50 Uhr)

    ISt es so schwer auf die Fairphone-Seite zu gehen und sich die FAQs durchzulesen?

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  2. von Sabriina am 07.06.2013 (10:39 Uhr)

    Apple > Android

    wers immer noch nicht kapiert hat, dem ist nimmer zu helfen.

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  3. von JMK am 07.06.2013 (14:46 Uhr)

    Irgendwie absonderlich. Bei Fairphone wird genau hinterfragt und kritisch beäugt, was und wie sie ihr Geschäft aufziehen. Bei den großen Herstellern legt man darauf gar keinen Wert. Vielleicht ändert sich dadurch ein wenig die Sichtweise.

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  4. von Dirk am 07.06.2013 (15:20 Uhr)

    @Sabriina: Wer es nicht verstehen will, hat offenbar einen niedrigen IQ. Apple ist in der Regel viel fairer als Android. Die Produktionsbedingungen oder Rohstoffe sind zwar nicht fairer, aber alle Produkte von Apple sind viel umweltfreundlicher. Kommt nicht mit dem Schwachsinn vom verklebtem Akku. Schließlich hält ein Akku von Apples Produkten sogar immer länger als bei PC-Notebooks und muss in der Regel nicht mind. einmal am Tag neu aufgeladen oder getauscht werden. Klar, Akkus altern und müssen irgendwann gewechselt werden, aber dies kann problemlos ein von Apple zertifizierter Händler und muss nicht weggeworfen werden. Zudem halten die MacBooks mehr als 2-3 Jahre. Meines ist schon knapp 6 Jahre alt und läuft noch immer super. Der Akku hält mittlerweile nur 2-3h, aber so ist das in der Regel schon beim Neukauf eines PC-Notebooks.
    Insofern ist vielleicht das Fairphone fairer als ein iPhone. Aber auch dort kommt es darauf an, ob ein Fairphone auch fair zur Umwelt ist und nicht nur zu den Arbeitnehmern.

    @JMK: Du bist absonderlich, dass du die darüber Gedanken machst, dass andere logischerweise sich über die Fairness des Telefons Gedanken machen. Für den Fall, dass du es noch immer nicht verstehst: Das Fairphone wirbt dafür, dass es angeblich fair produziert wurde. Man muss ziemlich dumm sein, wenn man der Werbung ohne Überprüfung sofort glaubt.

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  5. von JMK am 07.06.2013 (15:51 Uhr)

    Dirk. Als Tipp: einfach mal auf die Fairphone-Seite gehen. Das Apple-Geschwafel ist natürlich kompletter Blödsinn.
    Davon abgesehen, In der Schule kein Mathe gehabt? Sonst wüsstest Du das Vergleichszeichen zu deuten.

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  6. von Schlüsseldienst Dortmund am 07.06.2013 (16:31 Uhr)

    Wirklich schöne Idee. Großes Lob an die Produzenten, die versuchen auch mit hochwertiger Elektronik neue Wege zu gehen. Jedoch glaube ich das dieses Phone an den großen Massen unbemerkt vorbeiziehen wird und deshalb am Ende nicht viel an dem Vorgehen der marktbeherrschenden Unternehmen verändern wird, auf die es aber ankommen würde.

    Dieser Satz hat mich jedoch zum stutzen gebracht:
    "Eine Garantie auf faire Arbeitsbedingungen gibt es dort trotz umfangreicher Kooperationen nicht."
    Soll das heißen das ist wieder nur so eine Scheinprodukt, das dem Endverbraucher gute Taten vorspielt?!

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  7. von Burns am 07.06.2013 (17:42 Uhr)

    @JMK: Du hast wohl nur die Hauptschule oder Realschule besucht, aber nichts Höheres. Denn sonst wüsstest du, dass ein > vor allem im Text sehr viele Bedeutungen haben kann. Und wenn du sogar etwas studiert hättest, was irgendetwas mit Naturwissenschaft zu tun hat, dann wüsstest du mit dem Thema Lineare Algebra, dass du nicht behaupten kann, dass 1+2=3 ist. Es ist ein von uns erfundenes Zahlensystem. Mathematik kannst du nicht als existent beweisen. Es ist ein riesiges aufgebautes Gebäude. Wenn du einen elementaren Pfeiler zerstören kannst, dann kannst du das gesamte Gebäude Mathematik zerstören. Nur hat bis jetzt niemand einen zerstörbaren elementaren Pfeiler gefunden. Wenn du nicht nur die Hauptschule besucht hattest, solltest du die Metaphorik verstehen.

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  8. von JMK am 09.06.2013 (10:34 Uhr)

    Was denn nun Dirk oder Burns? Dass Du aus Vulgarien kommst ist nicht schlimm, die Transferleistung zu erbringen und zu erkennen für was das Vergleichszeichen hier steht sollte nicht all zu schwer sein.

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