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Fanpage-Splitting: Warum ImmobilienScout24 sich für verschiedene Fanpages entschieden hat

Fanpage-Splitting: Warum ImmobilienScout24 sich für verschiedene Fanpages entschieden hat

Fanpage-Splitting wird oft kritisch gesehen. ImmobilienScout24 allerdings sieht das anders und hat auf der erklärt, warum es sinnvoll ist, verschiedene Fanpages für verschiedene Zielgruppen anzulegen.

Fanpage-Splitting: Warum ImmobilienScout24 sich für verschiedene Fanpages entschieden hat

Fanpage-Splitting nach Zielgruppen: Passgenaue Ansprache für b2b- und b2c-Kunden

Es gibt Unternehmen wie ImmobilienScout24, die sowohl eine b2c-, als auch eine b2b-Kundschaft haben – Wohnungssuchende und Makler. Beide Zielgruppen im Rahmen einer Facebook-Fanpage auf Augenhöhe zu begegnen, fällt nicht selten schwer – insofern steht man vor der Entscheidung: Splittet man die Fanpages nach Zielgruppe? Stellt man sich der Aufgabe, beiden Parteien unter einer Flagge gerecht zu werden? Oder konzentriert man sich lieber auf eine der Zielgruppen – womöglich eher der b2c-Kundschaft?

In einer Master-Class auf der Social Media Week Berlin hat sich Christiane Lehmann von ImmobilienScout24 diesen Fragen gewidmet und wissbegierigen Community-Managern sowie anderen Interessierten am lebendigen, hausinternen Beispiel, gezeigt, warum es sich lohnt zweigleisig zu fahren und mehrere Fanpages nach den Bedürfnissen der verschiedenen Zielgruppe aufzusetzen. Gleich zu Beginn erklärt sie ihren Zuhörern: „Facebook scheint mehr für b2c-Zielgruppen gemacht, ist aber ebenso gut für b2b-Kunden geeignet.“ Folglich muss es nicht immer „b2c“ sein.

ImmobilienScout24 Profis - eine eigene Fanpage für die b2b-Follower. (Screenshot: Facebook)
ImmobilienScout24 Profis - eine eigene Fanpage für die b2b-Follower. (Screenshot: Facebook)

Das Unternehmen ist seit geraumer Zeit mit zwei Fanpages auf Facebook vertreten: ImmobilienScout24 und ImmobilienScout24 Profis. Das hatte vor allem auch den Grund, dass Wohnungssuchende und Makler im Facebook-Kosmos schlecht miteinander zu verbinden waren. Auf gut Deutsch gesagt, konnten „beide Parteien sich schlichtweg nicht riechen“, erklärte Christiane Lehmann ihrem Auditorium. Doch es gab noch weitere Gründe beziehungsweise Vorteile, warum man sich zu diesem Schritt entschieden habe. So bringt sie an, dass die Spitze b2b-Zielgruppe extrem an der Marke interessiert sei und man mit ihr über einen eigenen Kanal hervorragend ins Gespräch kommen kann – auch für Testimonials im hauseigenen Blog oder anderen Projekten.

Zudem weiß Lehmann den Vorteil zu genießen, mit den Followern zusammen an Produkten zu arbeiten, die man später nicht zuletzt an die Wohnungssuchenden heranträgt. Beispielhaft bringt sie an, wie man sich Feedback bezüglich der Maklerbewertung über die Facebook-Profi-Fanpage eingeholt hat. „Da hagelte es seitens der Makler einiges an Kritik“, gab sie zu. Andererseits half der Schritt kritische Themen kennen zu lernen, sie zu analysieren und an konstruktiven Lösungen zu arbeiten. Klar, dass man dieses Thema nicht noch zusätzlich mit einer b2c-Followerschaft diskutieren wollte – womöglich hätten die Zielgruppen aufgrund des Images der Branche und der Sinnhaftigkeit sowie dem Umfang eines solchen Bewertungssystems mehr auf einander eingehauen, anstatt konstruktives Feedback zu geben.

In der Master-Class hat Christiane Lehmann interessante Einblicke in das Innenleben des Community-Managements von ImmobilienScout24 gegeben und anhand eigener Erfahrungen skizziert, wie man vollwertige Kanäle für unterschiedliche Zielgruppen aufbaut. Fanpage-Splitting wird vielerorts kritisch gesehen, da man Gefahr läuft, viel Aufwand in verschiedene Plattformen zu stecken und im Zweifel nur mit wenigen Followern zu kommunizieren. Für ImmobilienScout24 überwiegen allerdings die Vorteile einer passgenauen Ansprache, einen Dialog auf Augenhöhe führen und dadurch nicht zuletzt eine fruchtbarere Community für die einzelnen Belange um sich scharren zu können. Ein interessanter Ansatz.

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Eine Antwort
  1. von verschiedene Fanpages am 25.09.2013 (21:32 Uhr)

    Endlich mal Leute die das auch so sehen: Verschiedene Rollen bzw. Zielgruppen sollten verschiedene Seiten haben.

    Das man aber Arbeit, Hobbies, Politische Ämter, sonstige Projekte getrennt anbieten möchte, ist bei google+ wohl nicht möglich.

    Karl Lagerfeld macht Mode, Fotografiert, sammelt Bildbände und hat eine wohl recht beliebte Katze. Alle vier Rollen sollte man ruhig separat präsentieren können.
    Oder Angelina Jolie als Filmschauspielerin und Unesco(?)-Botschafterin interessiert nicht beides alle Fans/Follower/Interessierte so das zwei getrennte Seiten wohl hilfreich wären.

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