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Fanpage-Verbot: Like-Button sorgt für Wirbel bei Datenschützern

Fanpage-Verbot: Like-Button sorgt für Wirbel bei Datenschützern

Schleswig-Holsteins oberster Datenschützer Thilo Weichert hat ein Fanpage-Verbot ausgesprochen und will auch den Like-Button auf Webseiten verbieten lassen. Bis Ende September sollen Webseitenbetreiber ihre Fanseiten deaktivieren und den Like-Button von ihren Websits entfernen. Bei beiden werden automatisch Daten der Nutzer in die USA übertragen, so der Vorwurf. Neu ist diese Diskussion nicht, denn auch das Webstatistik-Tool musste sich ihr schon stellen. Jetzt bekommt Weichert Unterstützung aus anderen Bundesländern.

Fanpage-Verbot: Like-Button sorgt für Wirbel bei Datenschützern

Fanpage-Verbot: 50.000 Euro Strafe bei Verstoß

Das Fanpage-Verbot soll Konsumenten schützen, doch ob die über die Auswirkungen wirklich jubeln? (© imageteam, Fotolia.com)

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein macht in diesen Tagen mit einer Initiative auf sich aufmerksam, die den Datenschutz der Internetnutzer in Zusammenhang mit garantieren soll. Kritisiert wird dabei, dass der Like-Button ungefragt Daten der Nutzer auf Servern in den USA ablegt. In der Pressemitteilung heißt es dazu:

Bei Nutzung der Facebook-Dienste erfolgt eine Datenweitergabe von Verkehrs- und Inhaltsdaten in die USA und eine qualifizierte Rückmeldung an den Betreiber hinsichtlich der Nutzung des Angebots, die sog. Reichweitenanalyse. Wer einmal bei Facebook war oder ein Plugin genutzt hat, der muss davon ausgehen, dass er von dem Unternehmen zwei Jahre lang getrackt wird. Bei Facebook wird eine umfassende persönliche, bei Mitgliedern sogar eine personifizierte Profilbildung vorgenommen. Diese Abläufe verstoßen gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht

Wie in der Pressemitteilung weiter zu lesen ist, erwartet das ULD von allen Webseitenbetreibern in Schleswig-Holstein die umgehende Einstellung der Datenweitergabe an Facebook in die USA. Sollte dies nicht bis spätestens Ende September geschehen sein, droht den Webseitenbetreibern ein Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro.

Weitere Datenschützer prüfen das Fanpage-Verbot

Derzeit sind davon die Fanseiten und der Like-Button betroffen, aber das soll erst der Anfang sein. Mittlerweile hat die Datenschutzinitiative anscheinend weitere Fürsprecher in anderen Bundesländern gefunden. Nach Informationen von W&V prüfen auch die Datenschutzbeauftragten aus Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Baden-Württemberg und Hamburg das Fanpage-Verbot und die geforderte Abschaltung der automatischen Datenweitergabe des Like-Buttons an Facebook.

Auch Peter Schaar, Bundesbeauftragter für Datenschutz, soll den Vorstoß aus Kiel begrüßen, heißt es bei W&V weiter. Demnach könnte es schon bald ein einheitliches Vorgehen gegen Facebook geben.

Was ist jetzt zu tun?

Verharmlosen sollte man die Situation ganz sicher nicht. Rechtsexperten sprechen dem ULD die Zuständigkeit zu und halten auch die rechtlichen Beurteilungen für durchsetzbar. Da stellt sich gerade vor dem Hintergrund der Ausweitung auf andere Bundesländer natürlich schon die Frage, ob man dem Fanpage-Verbot nachkommt und seine Fanseite abschaltet und den Like-Button gleich mit, oder ob man einfach die weitere Entwicklung abwartet. Sollte es zu einem bundesweiten Verbot der Fanseiten in ihrer jetzigen Form geben, dürfte der Druck auf Facebook sehr groß werden hier entsprechende Änderungen vorzunehmen.

Eine klare Handlungsempfehlung zum Fanpage-Verbot lässt sich mit ruhigem Gewissen derzeit aber nicht aussprechen.

Der Weg des ULD, den Druck nicht direkt auf Facebook auszuüben, sondern über die Nutzer zu gehen, ist zwar äußerst fragwürdig, doch vermutlich auch wirksamer. Bleibt nur zu hoffen, dass Facebook zeitnah einlenkt und eine Lösung entwickelt, die den deutschen Datenschutzrichtlinien entspricht. Sollte das allerdings nicht geschehen, so wäre das ein tiefer Einschnitt in das Social Web in Deutschland. Facebook dürfte dabei auch nur der Anfang sein. Alle Dienste und Netzwerke, die aus den USA zu uns kommen und Daten über den großen Teich schicken, sind latent gefährdet zum nächsten Ziel der Datenschützer zu werden.

Die Frage, die sich dabei stellt: Haben Datenschützer das Recht sich über das Gemeinwohl zu stellen?

Ich persönlich finde, dass das Fanpage-Verbot einen Schritt zu weit geht. Haben sich die Nutzer massenhaft beschwert? Wohl eher nicht. Ist es ein Geheimnis, dass Facebook Daten der Nutzer speichert? Auch eher nicht. Gibt es spezielle Fälle, bei denen von Fanseiten erhobene Daten nachweislich mißbräuchlich einsetzt wurden? Ist mir jedenfalls nicht bekannt. Hinweise darauf sind aber willkommen. Würde ein Ende der Fanseiten den Konsumenten nützen? Ich glaube nicht.

Worum sich die Datenschützer im Sinne der Konsumenten wirklich dringend kümmern sollten, ist die Neuordnung unserer Datenschutzrichtlinien. Die sind mit dem modernen digitalen Zeitalter nicht mehr kompatibel und sollten schleunigst überarbeitet werden. Geschieht das nicht bald, so droht Deutschland der Abstieg in die digitale Zweitklassigkeit.

Weiterführende Links zum Thema Fanpage-Verbot:

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48 Antworten
  1. von Jimmy am 25.08.2011 (17:24 Uhr)

    Lieber Herr Thilo Weichert,
    wenn Sie mit den neuen Medien nicht mehr zurechtkommen, brauchen Sie es doch einfach nur zugeben und Sie können unbeschwert in (Früh)Rente gehen. Damit ist nicht nur Ihnen geholfen, weil Sie sich nicht mehr den ganzen Arbeitstag lang verstellen müssen, um so zu tun als wüssten Sie um was es geht, nein auch allen kommenden Generationen tun Sie damit einen großen Gefallen. Deshalb bitte ich Sie innig: Gehen Sie in Rente...

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  2. von Ben am 25.08.2011 (17:31 Uhr)

    Sicherlich müssen an machen Punkten Deutsche bestimmungen vereändert werden. Aber Anbieter wie Facebook dürfen nicht einfach mit unseren Daten machen, was sie wollen. Das mit dem Fanpage verbot halte ich auch für Übertrieben, bei dem like Button halte ich es allerdings für richtig.

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  3. von felix am 25.08.2011 (17:35 Uhr)

    Weichert whine more!

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  4. von André Roegglen am 25.08.2011 (17:40 Uhr)

    Ich freue mich, dass die deutsche Politik wieder einmal unglaublich schnell ist. Leider ist das Problem wohl noch nicht wirklich in der Bundespolitik angekommen. Vielleicht bekommt Facebook ja bald ein Stoppschild...

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  5. von Cooles T-Shirt am 25.08.2011 (17:54 Uhr)

    Ich halte die Aktion für Überzogen und denke auch nicht, dass alle User nun anfangen ihre Fanseiten, sowie den Like-Button auf ihren Seiten zu entfernen.
    Man sollte den Datenschutz auf jeden Fall mehr im Auge haben, aber ich habe bis jetzt auch nie Beschwerden gehört.

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  6. von Thomas am 25.08.2011 (17:55 Uhr)

    Na super–Schlagzeilen auf BILD-Niveau: "Fanpage-Verbot"

    Es war überhaupt nie die Rede von Abschaltung der Fanpages, lediglich von einem Einbau selbiger in die eigene Webseite auf einem Wege, der mit den deuschen Datenschutzgesetzen übereinstimmt. Dies ist zwar aufwendiger als den fertigen Facebook-Code zu nutzen, jedoch weder besonders schwierig oder gar unmöglich. Sie schreiben es ja selbst in ihrem Artikel: "Wie in der Pressemitteilung weiter zu lesen ist, erwartet das ULD […] die umgehende Einstellung der Datenweitergabe […]".

    "Bleibt nur zu hoffen, dass Facebook zeitnah einlenkt und eine Lösung entwickelt, die den deutschen Datenschutzrichtlinien entspricht."
    Diese Lösungen kursieren bereits seit ca. zwei Jahren als Selbstbauanleitung und Wordpress-Plugins im Netz. Kann doch keiner was dafür, dass die breite Bevölkerung im Jahre 2011 scheinbar vergessen hat, wie Suchmaschinen genutzt werden.

    Und weiter im Text: "Haben sich die Nutzer massenhaft beschwert? Wohl eher nicht. Ist es ein Geheimnis, dass Facebook Daten der Nutzer speichert? Auch eher nicht."
    Das heißt, wenn sich niemand über Gesetzesbrüche beschwert, sind diese auch nicht weiter schlimm? Sehr eigenartiges Rechtsverständnis.

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  7. von grobian am 25.08.2011 (18:31 Uhr)

    @thomas
    Doch es geht auch um die vollständige "Abschaltung" der Fanpages. Bitte genauer informieren:
    "Dem ULD ist momentan keine Möglichkeit bekannt, Fanpages datenschutzkonform zu nutzen."
    (https://www.datenschutzzentrum.de/facebook/)

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  8. von Nächste Wahl am 25.08.2011 (18:50 Uhr)

    Wieso mahnt man kleine Amazon-Marketplace-Verkäufer mit den üblichen Gebühren ab, statt einfach von Amazon (EU-Firma in Luxemburg) zu fordern, das sie bei "Buch:NEU" automatisch den offiziellen seit Schröder und Trittin (vorher war es freiwillige Selbstverpflichtung) gesetzlichen Verkaufspreis einzutragen ? Na also.

    Davon abgesehen befolgt er im Prinzip nur seine Gesetze. Die Urheber dieser Gesetze sitzen woanders und alle Facebookler sollten bei der nächsten Wahl daran denken.

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  9. von Richtig so am 25.08.2011 (19:18 Uhr)

    Über das genaue Vorgehen lässt sich sicher streiten, richtig ist aber überhaupt der Schritt.

    Ich nutze bewusst kein Facebook und darf mich trotzdem in deren Datenbanken wiederfinden (man verteile ne E-Mail-Adresse an diverse Leute, die z.B. ihr Adressbuch Facebook präsentieren und melde sich dann dort mal an. Na sieh mal einer an, warum zufälligerweise die erwähnten Personen vorgeschlagen werden).

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  10. von Sebastian am 25.08.2011 (19:55 Uhr)

    Ich sehe die Verhältnismäßigkeit hier wirklich ad absurdum geführt. Nimmt man noch die Impressumspflicht, Rechtsvorschriften zu eCommerce etc. hinzu, ist es für den Normaluser nur noch mit erheblichen Anstrengungend und Fachkenntnissen möglich, sich rechtskonform im Web2.0 aufzuhalten, Präsenzen einzurichten oder ein kleines Business zu starten. Das kommt langsam einer Kriminalisierung weiter Teile der Bevölkerung gleich, sollte diese Position Allgemeingut werden.

    Bislang hat auch noch niemand den wirtschaftlichen Aspekt behandelt. Hat mal jemand errechnet, wie viele Millionen/Milliarden in den letzten Jahren in den Aufbau von (demnächst abzuschaltenden) Social-Media-Präsenzen investiert haben? Wie sieht es mit Umsatzeinbußen aus? Denn selbst wenn hier nur ein Exempel statuiert werden soll, werden doch viele Verantwortliche zur Rettung ihrer Haut und zur Herstellung einer Rechtssicherheit einen generellen Ausstieg empfehlen.

    Schon wegen der Kriminalisierung der Bevölkerung und dem wirtschaftlichen Schaden halte ich die FORM, wie die Datenschützer hier vorgehen (unabhängig von der Rechtslage), für völlig indiskutabel. Ginge es hier wirklich um das Wohl des Users, hätte man eher Energie in eine kreative Aufklärungskampagne gesteckt.

    Oder reagiere ich jetzt zu hysterisch?

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  11. von Falk Hedemann am 25.08.2011 (20:28 Uhr)

    @Sebastian: Ich kann Dir nur voll und ganz zustimmen. Wenn unsere Datenschützer so weiter machen, sind wir bald nicht mehr wettbewerbsfähig im Web. Und ja ich habe mich auch gefragt, was wohl eine komplette Abschaltung aller Fanpages und ähnlicher Präsenzen im Social Web kosten würde. Die Antwort kann Dir aber keiner sagen.
    Das ist ein so vielschichtiger Markt geworden, dass man das ohne Mithilfe der Unternehmen nie wird sagen können. Wie Du schon richtig sagst, geht nicht nur um Einbußen bei den Einnahmen, sondern auch um die zum Teil sicherlich hohen Investitionen in den Aufbau der Strukturen und auch in die personellen Ressourcen.
    Wie viele Menschen verdienen denn heute schon ihr Geld mit Social Media? Und ich meine jetzt nicht die „Social Media Berater“, sondern die vielen Leute, die die Unternehmen über eine Agentur im Bereich SoMe betreuen.

    Sollten sich die Ansichten von Thilo Weichert so durchsetzen und Facebook nicht reagieren, fallen wir um Jahre in der Entwicklung zurück. Das kann kein Schutz der Konsumenten sein.

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  12. von Pixmac3Cmanager am 25.08.2011 (21:30 Uhr)

    Und was ist mit die I LIKE buttons auf deutschen Webseiten welche aber ausländischen Unternehmen mit Sitz im Ausland angehören ?

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  13. von Richard Kelsey am 25.08.2011 (22:41 Uhr)

    Herr Weichert, das ist der Anfang von Ende der Demokratie. Freedom of Speech? Frei Meinungsäusserung? Schon mal davon gehört? Ausserdem vergisst man rasch, für was alles das gut sein kein, das Gefällt Mir Knopf usw.

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  14. von Sebastian am 25.08.2011 (22:43 Uhr)

    @Falk: Es beruhigt mich, dass ich nicht als Einziger beunruhigt bin. Und ich wundere mich über die öffentliche Diskussion: Der Like-Button ist m.E. garnicht das Haupt-Problem, denn A) gibt es die facebook sharer.php (biete Google ja nicht) und B) gibt es die datenschutzrechtlich saubere Einbindung des Buttons (auch wenn die ggf. gegen die Facebook-Policy verstoßen könnte). Jedoch sind C) die Facebook-Accounts eine ganz andere Liga und D) die Pressemitteilung ziehlt mit ihren Ankündigungen und Drohungen klar darauf ab, in Bezug auf alle Web2.0-Dienste eine größtmögliche Rechtsunsicherheit zu produzieren. Ich hab das am Anfang nur für eine regionale, wahlbedingte Einzelaktion gehalten. Sollte das aber wirklich die bundesweite Linie werden, dann werd ich wohl noch auf Anwalt umschulen ...

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  15. von Jan am 25.08.2011 (22:47 Uhr)

    Ich bin zwar auch gegen die Entscheidung der sogenannten 'Datenschützer', dennoch finde ich den Artikel nicht gut recherchiert geschweige denn sachlich geschrieben.

    "Haben sich die Nutzer massenhaft beschwert? Wohl eher nicht." - Das bedeutet, wenn sich niemand beschwert, ist es egal, dass man jemandem etwas antut? Blödsinn!
    "Ist es ein Geheimnis, dass Facebook Daten der Nutzer speichert? Auch eher nicht." - Wenn ich falschparke und einen Zettel ans Auto klebe mit der Aufschrift: "Ich weiß, dass ich hier nicht stehen darf!" bekomme ich dann keinen Strafzettel?
    "Gibt es spezielle Fälle, bei denen von Fanseiten erhobene Daten nachweislich mißbräuchlich einsetzt wurden? Ist mir jedenfalls nicht bekannt." - Achso, nagut. Wenn eine Tat nicht bekannt ist, dann ist diese wohl auch nicht zu bestrafen.

    Ich hoffe auf weitere (aber bessere) Artikel zu diesem Thema.
    So long, Jan

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  16. von Richard Kelsey am 25.08.2011 (22:49 Uhr)

    P.S. Ich weiss sowieso nicht was diese ganze Panik ist...Datenschutz...Hab ich Geheimnisse oder hab was zu verbergen? Und dieses ständige Generve mit, oh meine Daten...ich weiss nicht was damit gemacht wird, oh neee... So ein quatsch. Am besten nicht aufstehen. Und den PC anmachen. Oder das Handy.

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  17. von Sebastian am 25.08.2011 (23:05 Uhr)

    @Jan
    Genau das finde ich an dem Artikel gut, denn genau das sind die Fragen, die man eben auch stellen muss. Dass Facebook und fasst alle Web2.0-Dienste dem deutschen Datenschutzrecht nicht genügen, ist ja nun ein Fakt an dem es nichts zu rütteln gibt. Doch wenn die Konsequenz ist, dass ein komplettes Land von einer Technologie abgeschnitten wird, muss man eben auch mal fragen, ob der Datenschutz dessen Bürger mehr schadet als nutzt. Das ganze hat doch eine deutlich größere Dimension, als reine Paragraphenreiterei...

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  18. von Jan am 25.08.2011 (23:14 Uhr)

    @Sebastian
    Versteh' mich bitte nicht falsch - Ich bin GEGEN die Vorgehensweise unserer Pseudo-Datenschützer! Die Aktion ist fast so lächerlich wie der Streetview-Sommerlochstopfen letztes Jahr! (Allein aufgrund der Tatsache, dass Facebook auch für den normalen Nutzer unsichtbaren Code einbauen könnte, der Daten ausspioniert) Dennoch sind diese Fragen von Herrn Hedemann doch etwas salopp, meiner Meinung nach.

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  19. von Sebastian am 25.08.2011 (23:17 Uhr)

    @Jan
    Danke, hatte ich gelesen, von daher sind wir in der Sache einer wohl Meinung, nur in der Beurteilung des Artikels nicht ;-)

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  20. von [Iro] am 25.08.2011 (23:55 Uhr)

    Die Datenschützer sind echt der Hammer. Es ist meine freie Entscheidung, ob ich mich ins Telefonbuch eintragen lasse und es ist meine freie Entscheidung,, ob ich irgendwo auf "gefällt mir" klicke. Da werfen wir mal die nächste Diskussion auf: macht für solche Dinge ein Volksentscheid Sinn?

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  21. von lineman am 26.08.2011 (00:54 Uhr)

    Ich muss sagen, dass Fanpages abgestellt werden sollen halte ich auch für überzogen. Aber: Falls Ihr es alle noch nicht mitbekommen habt... (so hört sich das für mich leider an, auch im Artikel) Facebook verfolgt Eure Internetaktivitäten (und zwar alle, solange Ihr den Cookie nicht sofort löscht) auch, wenn Ihr eben nicht auf den Button klickt. Allein das vorhanden sein reicht hier aus, um den entsprechenden Cookie zu setzen. Solltet Ihr zufällig auch noch in Facebook angemeldet gewesen sein (auch wenn ihr Euch ausgeloggt habt), werden hier wirklich personenbezogene Daten, weit über die Nutzung der eigentlichen Seite wo der Button präsent war hinaus, in die USA geschickt und mindestens 90 Tage gespeichert. (Laut Facebook höchsten ;)

    Von datenschutzzentrum.de:
    "Wer einmal bei Facebook war oder ein Plugin genutzt hat, der muss davon ausgehen, dass er von dem Unternehmen zwei Jahre lang getrackt wird. Bei Facebook wird eine umfassende persönliche, bei Mitgliedern sogar eine personifizierte Profilbildung vorgenommen."

    Das ist ja z.T. scheinbar nicht mal Euch bewußt? Oder doch? und es ist euch egal, weil ihr jeden Tag 50 mal eure Cookies löscht und Euch dann sicher fühlt? Das wird OttoNormalUser aber nicht tun, und es wird ihm/ihr auch nicht bewußt sein, dass Facebook, sämtlichen Internetverkehr mittrackt... Ich glaube nicht, dass alle User immer nur auf BieneMaja.de unterwegs sind.

    Ich für meinen Teil finde die Idee hinter SocialNetworks gut, aber Facebook nimmt sich einfach zu viel raus... aber ich vergas unser aller Wohl scheint ja an Facebook zu hängen, und unser Geld ja sowieso... also mal ehrlich... Wie, wenn nicht so, soll Facebook denn bewegt werden etwas an seiner unsäglichen und nach unseren Gesetzen eben kriminellen Praxis zu ändern?

    Das Argument... mimimi, ich habe aber nichts zu verbergen ist so, als würde man jedem erlauben seine persönlichen Briefe zu lesen, Telefone freiwilig abhören zu lassen und sich Kameras in der eigenen Hütte installieren zu lassen... Ich würde es nicht wollen, dann kann ich ja gleich eine Postkarte hernehmen oder ins BigBrother Haus einziehen... (und ausserdem ist das der Standardausredesatz eines jeden, der keinen Bock hat mal hinter die Kulissen zu schauen).

    Nein, ich bin froh, dass wir Gesetze haben, die bestimmte Dinge eben nicht zulassen... und nur weil da so ein pickliger Wurstnasenkopf mit ner guten Idee daher kommt, der hintenrum meint uns seine Sicht der (Internet)Weltordnung aufdrücken zu müssen... kann ich das nur unterstützen, was da gerade passiert.

    Ich kann dieses Mimimi: Wir wollen mit Mark profitieren (für alle Businessleute), oder Ihm ganz freiwillig unsere Trackingdaten, Telefonbücher, Kommunikation usw. schenken, damit er sie monetarisieren kann gequatsche nicht mehr hören...

    Ich mag Selbstbestimung und eben genau die wird einem zu einem Teil genommen und das nicht nur von Facebook... Werbenetzwerke, Google, Yahoo und Co. sind ja auch nicht besser (mit dem Unterschied, dass bei Facebook eine echte personalisierung möglich ist.) Interessenten für all diese Trackingdaten gibt es mit Sicherheit genug...

    Tja, und wenn dann all Eure Businessmodelle flöten gehen... naja, dann müsst Ihr halt überlegen, was genau da wohl falsch lief?

    Sorry... ;)

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  22. von Ino am 26.08.2011 (07:30 Uhr)

    Natürlich sollte man Facebook in gewisser hinsicht einschränken, aber doch nicht gleich so?!

    Hatte Deutschland nicht erst neuliche in abkommen mit den USA, dass sämtliche Kontobewegungen zu denen geschickt wird?

    Also wenn der Datenschutz gelebt werden soll, dann bitte auch richtig und konsequent, und nicht ein larifari, der darf das, aber die dürfen nichts. Wie schon in einem Kommentar sinngemäß erwähnt, kommen die Politiker anscheinend nicht mit den neuen Medien klar. Dass diese auch für das Geschäft in gewisser Weise wichtig ist, sehen sie nicht...

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  23. von Sebastian am 26.08.2011 (07:53 Uhr)

    @Susanne @Petra
    Das Problem ist genau, wie linemann sagt: es geht nicht um den Klick auf den Like-Button, sondern darum, was im Hintergrund passiert, sobald die Seite lädt. @linemann: Wieso das rumgehacke auf Facebook. Die Position des ULD betrifft nicht nur Facebook, sondern letztlich alle Dienste, die in Ländern mit nicht ausreichenden Datenschutzbestimmungen bzw. außerhalb der EU gehostet sind, vermutlich inklusive Cloud-Services, und der ULD hat genau das auch angekündigt, das nämlich alle Dienste überprüft werden sollen.

    Das Problem ist m.E., dass es eine breite Diskussion geben muss (irgendwelche pauschalen Anti-Weichert-Sprüche helfen da nicht), die letztlich auf die Anpassung der Datenschutzbestimmungen abzielt und Rechtssicherheit für User herstellt, ohne Deutschland von zentralen Entwicklungen im Netz auszuschließen. Die Digitalegesellschaft hat mit ihrem lapidaren Kommentar zum Vorgang ja mehr oder weniger abgewunken und interessiert sich dafür offenbar nicht besonders. Nur wer übernimmt das Feld?

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  24. von THO am 26.08.2011 (07:58 Uhr)

    Man darf nicht vergessen, dass öffentliche Websites etc. auch Verantwortung für die Allgemeinheit tragen. Deswegen finde ich es sehr wichtig sich hier auch Gedanken über den Datenschutz zu machen.
    Verbot der Fanpages ist vielleicht übertrieben. Aber dass man zum Beispiel einen Like-Button einbauen muss, der eben kein Cookie setzt o.ä., das ist sicherlich nicht übertrieben.
    Wer sich freiwillig auf FB anmeldet und meinetwegen auch Fan-Sites nutzt, der macht das aus eigenem Antrieb und ist selbst verantwortlich, ob er dann ausspioniert wird oder nicht - man muss das ja nicht gleich alles verbieten.

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  25. von Saskia am 26.08.2011 (08:26 Uhr)

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    So geschaltet unterhalb des Artikels... finde ich recht aussagekräftig.

    Wer AGBs akzeptiert sollte sich auch über die möglichen Konsequenzen im Klaren sein. Spätestens seitdem Facebook ständig bzgl. des Datenschutzes in den Medien ist, sollte das Thema bei den meisten angekommen sein.

    @Ino: Kann ich nur unterstreichen - Konsequenz ist sicher etwas anderes...

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  26. von Sebastian am 26.08.2011 (08:48 Uhr)

    @THO
    Soweit ich das verstehe geht es nicht um das Setzen eines Cookies, sondern um die Übermittlung der IP-Adresse und die Analyse bzw. Datenzusammenführung, die bei Facebook aufgrund der Auswertungsfunktion für Seitenbetreiber eben auch nachweisbar ist. Ich bin mir da aber auch nicht 100% sicher, muss ich zugeben.

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  27. von thowe am 26.08.2011 (08:56 Uhr)

    Grudsätzlich schwindet tendenziell der Nutzen aus unternehmerischer Sicht von Facebook. Was wird passieren wenn im extremen Fall Fanpages nicht erlaubt sind und der "Gefällt mir" Button entfernt werden muss?

    a) Kosteneisnparungen für einige Unternehmen
    b) Agenturen und Experten verlieren teilweise ERlöse
    c) (private) User widmen sich einem anderen Dienst..?
    d) Die Gesetzgebung gewinnt Zeit sich den IT-Herausforderungen aus rechtlicher Sicht zu widmen

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  28. von lineman am 26.08.2011 (09:50 Uhr)

    @Sebastian - Ja, sehe ich genauso, irgendjemand muss sich die Kappe aufsetzen. Es darf sicher nicht sein, dass Deutschland von der digitalen Entwicklung abgeschnitten werden darf, das wäre sicher nicht besonders Hilfreich.

    Wie gesagt grundsätzlich sind diese Dienste (Google+, Facebook, Twitter und co.) sinnvoll, praktisch und interessant. Nur kann es kann meiner Ansicht nach nicht sein, dass diese Dienste darauf basieren, Dinge zu tun, die bei uns gerade mal der Geheimdienst darf. Geschweige die ganzen Daten dann auch noch per Vorratsdatenspeicherung vorzuhalten, auszuwerten und weiter zu verkaufen.

    Facebook ist wahrscheinlich deswegen im Zielfeuer, weil sie es einfach so massiv übertreiben und so monster groß sind... Mir wäre jetzt kein anderer Dienst bekannt, der so viele User hat, so umfangreich Daten erhebt und diese eben tatsächlich auch mit echten Namen, Adressen und (Mobil-)Telefonnummern verbinden kann, auswertet, wahrscheinlich weitergibt und verkauft (ausser eventuell bald Google+).

    @Gina - Das ganze geht dann schon noch ein bisschen weiter -> Es wird nicht nur Deine IP übertragen und getrackt, dass Du auf der Seite warst mit einem Facebookbutton, sondern nachdem Du auf einer Seite mit Facebook-Button warst, wird Dein gesammter folgender Verkehr mitgetrackt, egal ob es auf den folgenden Seiten Facebook-buttons gibt oder nicht. Solltest Du dann auch noch mal auf Facebook eingelogt gewesen sein (auch wenn Du dich wieder ausgelogt hast) und löscht Deine Cookies halt nicht so oft, dann werden ALLE Deine Internetaktivitäten einfach mitgetrackt, zusammengeführt, ausgewertet, verwertet und naja höchstwahrscheinlich auch an dritte/vierte weitergeben/verkauft.

    Schützen kann man sich natürlich mit der Nichtnutzung Facebooks und NoScript/Ghostery (Hoffe ich zumindest). Das werden aber geschätzte 95% der INet User nicht tun, einfach weil sie es gar nicht wissen können und sich wie schon erwähnt auch berechtigter Weise nicht dafür interessieren. Denn ansich ist Facebook ja ein toller Dienst. ;)

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  29. von lineman am 26.08.2011 (10:03 Uhr)

    @Benjamin

    Es kann eine Menge passieren, wenn jemand diese Daten hat, kauft, ausnutzt...

    Eventuell bekommst Du keinen Kredit um Dir z.B. ein Haus zu finanzieren, weil Du Dich sehr für Extremsportarten interessierst, Du aktiv in irgendwelchen Gesundheitsforen oder Psychologieseiten unterwegs bist. Glaub mir denkbare Interessenten, denen diese Informationen viel Geld wert wären und Szenarien gibt es genug.

    Da hilft Dir ein solcher Kommentar auch nicht mehr...

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  30. von Martin Fuchs am 26.08.2011 (10:18 Uhr)

    Pluragraph.de - die Plattform für Social-Media-Benchmarking und Social-Media-Analyse im nicht-kommerziellen Bereich, empfiehlt folgenden Umgang mit dem "Gefällt mir"-Button bzw. mit Facebook-Fanseiten: https://pluragraph.de/news/facebook-sterben-in-schleswig-holstein

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  31. von pat am 26.08.2011 (10:19 Uhr)

    Naja am 5.11 ist der Spuk ja endlich vorbei:)

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  32. von der_durden am 26.08.2011 (10:57 Uhr)

    Wie heißt es doch immer in Berlin: "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein"

    Jeder von uns weiß, dass dieser Spruch dem Populismus dient. Denn wir alle wissen, dass gerade im Internet die Fallen reichlich aufgestellt sind. Ein Betreiber einer kleinen eCommerce Seite, ein Einzelunternehmer, eine Ein-Mann-Show muss höllisch aufpassen, dass er nicht ganz schnell abgemahnt wird.
    Das Internet ist ein Raum, der sich in Richtung Überregulierung entwickelt. Gerichte in Hamburg, die fern jeder digitalen Realitäten Urteile sprechen, ein Datenschutzrecht, das nicht mehr Zeitgemäß ist, ein Jugendschutz, der nur noch der Zensur zu dienen scheint...

    Wer hier von rechtsfreien Räumen spricht, hat jede Form der seriösen Debatte aus den Augen verloren.

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  33. von Sven Ehlert am 26.08.2011 (11:28 Uhr)

    @linnemann. Danke, dass hier auch jemand noch eine differenzierte Meinung postet. Wenn ich Gerede höre wie: "Und wer ersetzt mir dann meine Erlöse?", dann ist das ein ziemliches Armutszeugnis für einen Unternehmer.

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  34. von Marketing im WEB 2.0 am 26.08.2011 (13:11 Uhr)

    Als österreichischer Anbieter von WEB 2.0 Dienstleistungen kann ich nur den Kopf schütteln…
    Freue mich auf regen Zulauf weiterer Kunden aus DE (sind jetzt schon über 75%) und hoffe, dass man das in AT das weiterhin gemütlicher sieht…

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  35. von lineman am 26.08.2011 (14:03 Uhr)

    ok... da Schüttel ich meinen Kopf mal über die Österreicher ;)

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  36. von jswebschmiede am 26.08.2011 (16:46 Uhr)

    Hallo,
    also als ich den Artikel anklickte dachte ich noch, hmmm mal sehen was da wieder los ist. Aber nach dem ich alles gelesen habe bin ich schockiert darüber wie Leute die Null Ahnung von Internettechnologien haben sich hinstellen und alles verteufeln. Siehe Google Street.

    Und wieder wo, in Deutschland im Land der Rummotzer, die Ihre Kinder in Windeln auf Facebook posten und dann jammern wenn das Goolge Street Auto kommt. ;)

    Ich verstehe das Problem nicht, wenn ich als Unternehmen oder privater Nutzer einen Gefällt mir Button nutzen möchte ist das mein Problem und nicht das der Bundesregierung. Wer zwingt euch den dazu diesen Button anzuklicken, niemand.

    Schönen Tag

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  37. von Wanderer am 26.08.2011 (17:52 Uhr)

    @Datenschutz - na dann kann man aber alle elektronische Geräte abschalten resp. vernichten.
    Jede sammelt irgendwelchen elektronischen Daten von uns, und dass nicht nur im Net - Banken, Mobile Telefonie Betreiber, Radio & Fernseher Sender, Navigation Systemen, usw... und niemand weiss genau was Sie mit dem machen! Erst dann, wenn wir es in den Zeitungen oder Nachrichten hören, wer was unerlaubtes getan hat. Da kann man auch alle Satelliten runter holen, oder?
    Back to the future!
    Am besten ein Pferd & Winchester posten und los auf die Bizonen Jagt! ... und beten, dass keine von Tierschutzverein auftaucht.. ;-)

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  38. von Sebastian am 26.08.2011 (18:34 Uhr)

    @linemann
    Danke, ich denke wir sind einer Meinung, ich bin ja nicht gegen Datenschutz, aber ich glaube das ist klar.

    Übrigens trauere ich wohl als einziger MySpace nach, weil MySpace eben nicht auf realen Profilen basierte, sondern wunderbar anonym (natürlich abgesehen von der IP) und kreativ war. Facebook hat das alles entzaubert, und ich werde wohl langsam zu alt für diese ganze Reality-Show ;-) Aber die Quote siegt halt...

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  39. von lineman am 26.08.2011 (20:05 Uhr)

    @Sebastian

    hehe... ja ich glaube das geht mir ganz ähnlich...

    @ jswebschmiede: Offensichtlich nichts begriffen, es geht nicht um das klicken des Buttons!

    @Wanderer Genau das ist das Problem, es gibt hier weder Transparenz noch sonst irgendeine Kontrolle und leider ist das ganze bei vielen Unternehmen mächtig aus dem Ruder gelaufen. Hier müssten sich halt echte Experten, die nichts verteufeln, zusammensetzen und mal vernünftige Konzepte und Richtlinien ausarbeiten...

    Aber egal, man schwimmt bei dem Thema massiv gegen den Strom habe ich das gefühl, wenn man das Internet gerne nutzt und mag, sogar Facebook vom Grunde her schätzt aber die meisten Leute (und darunter sogar Nerds) absolut null Verständnis haben, dass man nicht möchte, dass ein oder mehrere Unternehmen oder der Staat oder wer auch immer weiss, was ich so im Internet anstelle. Und ich bin sicher auch jemand, der sagen könnte: Hey ich hab doch nichts zu verbergen.

    Trotzdem, ich möchte keine DDR Zustände im Internet und mal ehrlich, die haben wir längst... aber das scheint vielen hier ja egal! Schade, echt Schade!

    Es muss eine Gesellschaftliche Diskussion her, es müssen Konsenzregeln her, die utopisch weltweit funktionieren. Es müsste eine freie Selbstbestimmung her... Keine Anarchie, keine komplett kriminelle Kontrolle über unsere Daten.

    Aber: who cares? :(

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  40. von alias am 26.08.2011 (23:34 Uhr)

    @lineman

    vielen dank!
    ich habs ehrlich gesagt aufgegeben, den ganzen weinenden social media leuten ihre taschentücher zu reichen und zu erklären, dass diese "wenns dir hier nicht passt, geh doch nach drüben" nummer nicht mehr zieht.

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  41. von Jens am 27.08.2011 (01:23 Uhr)

    Irgenwie kommt mir das Ganze hier vor wie eine Diskussion um Sandförmchen. Der eine wills unbedingt, der andere nicht. Dass so ein Sandförmchen aber unter Umständen auch krebserregende Weichmacher enthalten kann, das interessiert nicht.

    Leute, es geht darum, dass der Like-Button schon beim Anzeigen der Seite Daten an Facebook schickt! Nicht erst nach dem Klicken.

    Und er schickt auch Daten an Facebook über die Omma, die gar kein Facebook-Konto hat und sich mal eben die Sprechzeiten von ihrem Doktor anschaut. Und jetzt überlegt mal selber: wisst ihr noch, auf welchen Seiten ihr überall wart, auf denen ein Like-Button war? Sagen wir, die letzten drei Tage? Nicht? Facebook weiss es....

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  42. von ralf am 29.08.2011 (10:16 Uhr)

    wird ja auch zeit, ich muss ja auch die gesetze beachten, ob es sinvoll ist oder nicht.
    kann ja nicht sein, dass die nur weil sie groß und in den usa sind machen können was sie wollen.
    und wer jetzt angst um seinen job hat, sollte sich fragen ob er nicht in der falschen branche ist und sich einen "legalen" job suchen.

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  43. von dr. motte am 29.08.2011 (23:08 Uhr)

    umgang mit dem internet gehört als schulfach in die schule. einfach alles mit gesetzen lösen zu wollen, macht den menschen unmündig! die aufgabe der pilotik, wenn sie denn mal politik machen würden, muß aufklärung heißen. aber dbedenke dies und das wissen alle konzerne und deren angestellte (politiker), intelligente menschen sind schwer zu lenken...

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  44. von Ralph am 30.08.2011 (22:06 Uhr)

    Also wirklich ein dicker Hund!

    Wenn die Politiker sich mehr um wichtigere Themen wie der Abschaffung der parasitären GEZ Gebühren oder Haushaltsabgabe kümmern würden. Dort werden in Zukunft so viele persönliche Daten auflaufen. Diese werden von den Politikern als nicht schutzwürdig angesehen.
    Hier wächst die neue STASI 2.0 Behörde der Zukunft.

    Damit hätten die auch mal etwas FÜR das Volk tun anstatt sich nur zu profilieren.

    Ich sag nur "Orwells Welt"

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  45. von Mathias Will am 01.09.2011 (01:15 Uhr)

    Es ist schon merkwürdig, wie inzwischen von Datenschützern entschieden wird, wie der Bürger mit
    seinen Daten umzugehen hat. Man hält die User durchweg für dumm, sie können und sollen nicht entscheiden wohin sie klicken und da sie das nicht können, wird entschieden, dass man besser von
    vorne herein die Möglichkeiten sich zu äußern einschränkt.
    Das Seltsame dabei ist, worüber ich tatsächlich erschrecken könnte, dass ich einmal zu denjenigen gehörte, die den Volkszähler, lange ist es her, niemals in die Wohnung, damals natürlich eine WG reingelassen hätte. Jetzt kotzt es mich eher an, dass der Staat darüber entscheidet, welche
    Anwendungen ich im Netz verwenden soll oder kann.
    Mich interessiert als vor allem, was könnten wir gegen diese Bevormundung tun?
    Mathias Will
    http://www.netz-leben.org

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  46. von lineman am 01.09.2011 (10:43 Uhr)

    Nochmal:

    Du findest es gut wenn Du auf der Strasse unterwegs bist, und dir auf Schritt und Tritt jemand folgt und aufzeichnet, was Du machst, was Du ließt, was du einkaufst und Dir anschaust, wen Du besuchst mit wem Du telefonierst, wo und wer Deine Familie ist, wer Deine Freunde sind, um dann auch diesen auf Schritt und Tritt zu folgen? Ich würds so gerne verstehen, warum einem das alles egal ist. Ehrlich!

    Unmündig im Sinne der Normalnutzung sind wohl mehr als 90% der Smartphone/Internetuser (das sind in der Regel weder Heise leser, noch t3n Leser). Das alleine deshalb, weil Sie keinen Schimmer haben, wie man all diese Stalker wieder los wird, oder überhaupt keine Ahnung haben, dass es sie überhaupt gibt!

    Was anderes passiert hier nicht, da hat dieses Vorgehen mal so nichts mit Bevormundung zu tun eher mit Aufklärung...

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  47. von Simon am 01.09.2011 (12:08 Uhr)

    Die Datenschützer machen sich langsam echt lächerlich!!

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  48. von Webfounder am 24.09.2011 (02:34 Uhr)

    ... bin neugierig, was für ein Wirbel entsteht wegen Facebook Timeline... ;-)

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