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FanpageRadar visualisiert Wahlkampf auf Facebook

Zum Bundestagswahlkampf 2013 gibt es mit dem FanpageRadar ein interessantes Stimmungsbarometer. Die Seite überwacht und visualisiert die wechselnde Anzahl an Facebook-Fans der verschiedenen Parteien und ihre Interaktion mit den Fanseiten. Nutzer können sich die Ergebnisse nach unterschiedlichen Kriterien anzeigen lassen.

FanpageRadar visualisiert Wahlkampf auf Facebook
FanpageRadar analysiert die Fanseiten deutscher Parteien auf Facebook. (Screenshot: FanpageRadar)
FanpageRadar analysiert die Fanseiten deutscher Parteien auf Facebook. (Screenshot: FanpageRadar)

FanpageRadar: Der Bundestagswahlkampf 2013 auf Facebook

Seitdem es Obama im amerikanischen Wahlkampf vorgemacht hatte, gehört auch hierzulande eine Social-Media-Kampagne zum Werkzeugkasten der bundesdeutschen Wahlkämpfer. Mit dem FanpageRadar lässt sich jetzt zumindest in gewissen Grenzen der Erfolg solcher Kampagnen anhand der Facebook-Fanseiten der Parteien messen. Statt lediglich die Anzahl der Fans der verschiedenen Parteien zu vergleichen, wird auch der Grad der Interaktion gemessen. Sobald ein Nutzer den Beitrag einer politischen Partei teilt, liked oder kommentiert, gilt dies als Interaktion. Darüber hinaus wird die Performance angegeben. Diese berechnet sich aus der Anzahl neu gewonnener Facebook-Fans und der Anzahl der Interaktionen.

FanpageRadar: Auf verschiedenen Diagramme lässt sich das Stimmungsbild der deutschen Facebook-Nutzer anzeigen. (Screenshot: FanpageRadar)
FanpageRadar: Auf verschiedenen Diagramme lässt sich das Stimmungsbild der deutschen Facebook-Nutzer anzeigen. (Screenshot: FanpageRadar)

Die Seite wird ständig aktualisiert und bereitet die statistischen Daten in verschiedenen Diagrammen auf. So gibt es ein Tortendigramm über die Verteilung der Interaktionen innerhalb der letzten 24 Stunden sowie ein Balkendiagramm über die aktuelle Verteilung der Fan-Anzahl. Als Top-Post bekommt man den Beitrag mit den meisten Interaktionen angezeigt, der Flop-Post wiederum zeigt den Beitrag mit den niedrigsten Interaktionswerten. Über eine interaktive Grafik lassen sich alle relevanten Werte anzeigen, wobei man als Nutzer selbst den anzuzeigenden Zeitraum und die zugrunde liegenden Werte bestimmt.

Hier die Veränderung die Fan-Anzahlen. (Screenshot: FanpageRadar)
Hier die Veränderung die Fan-Anzahlen. (Screenshot: FanpageRadar)

Facebook-Deutschland bleibt ein vergleichsweise kleiner Teil der Republik

So interessant die Ergebnisse auch sein mögen, repräsentativ sind sie nicht. So steht die Partei „Alternative für Deutschland“ mit der zweithöchsten Anzahl an Interaktionen und der höchsten Performance laut FanpageRadar ziemlich gut da. Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage hat die euro-kritische Partei indes kaum Chancen überhaupt die Fünfprozenthürde zu meistern. Ähnlich verhält es sich bei den Piraten, denen ein Einzug in den Bundestag nach derzeitigem Stand nicht gelingen dürfte. Die meisten Facebook-Fans aller politischen Parteien in Deutschland zu haben, ist sicherlich nett, sagt aber nichts über die tatsächlichen Wahlchancen aus.

Der FanpageRadar bleibt daher lediglich ein nettes Spielzeug – auch für Journalisten. Die Stimmung der Facebook-Nutzer mag für manchen interessant sein, eine Aussagekraft über das Ergebnis der Bundestagswahl 2013 wird man daraus aber nicht ziehen können. Hier bleiben vorerst traditionelle Prognosen das Maß aller Dinge.

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Eine Antwort
  1. von Jones am 25.06.2013 (13:55 Uhr)

    Mit anderen Worten AFD und Piraten sind die wahlfaulen, die am Ende doch zu Hause sitzen bleiben und alles Scheiße finden statt was zu ändern.

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